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IS-Vormarsch

Obama schickt weitere 350 Soldaten in den Irak



A U.S. Army soldier from 3rd Squadron, 3rd Armored Cavalry Regiment stands guard during a visit by the commander of U.S. troops in northern Iraq to Mosul, 360 kilometers (225 miles) northwest of Baghdad on Wednesday, Dec. 10, 2008. (AP Photo / Maya Alleruzzo)

Dieser US-Soldat in Bagdad bekommt bald Unterstützung von 350 Kameraden. Bild: AP

US-Präsident Barack Obama hat die Entsendung von 350 zusätzlichen US-Soldaten in den Irak angeordnet. Die Militäreinheiten sollen in der irakischen Hauptstadt Bagdad für den Schutz von diplomatischen Einrichtungen und diplomatischem Personal zuständig sein.

Das teilte das Weisse Haus in Washington am Dienstag (Ortszeit) mit. Seit mehreren Wochen fliegt die US-Luftwaffe Einsätze gegen Stellungen der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) im Norden Iraks.

Der Einsatz zusätzlicher Soldaten wurde vom US-Aussenministerium beantragt und wird durch das Verteidigungsministerium organisiert. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums werden künftig 820 US-Soldaten im Irak stationiert sein. Die Regierung in Washington betont, es kämen keine Kampftruppen in den Irak.

FILE - This Aug. 18, 2014 file photo shows President Barack Obama speaking in the James Brady Press Briefing Room in the White House in Washington. President Barack Obama urged West Africans on Tuesday to wear gloves and masks when caring for Ebola patients or burying anyone who died of the disease. He also discouraged the traditional burial practice of directly touching the body of someone who died of Ebola, which is one way the disease has been spreading in the region. (AP Photo/Susan Walsh, File)

Barak Obama Verstärkt den Schutz von Diplomaten in Bagdad. Bild: Susan Walsh/AP/KEYSTONE

Die US-Luftwaffe unterstützt seit Anfang August die kurdischen Peschmerga-Milizen und die irakischen Regierungstruppen bei ihren Bemühungen, die Dschihadisten im Norden des Landes zurückzudrängen. Ein Schwerpunkt der Luftangriffe lag in der Nähe des Staudamms von Mossul.

«Klare Strategie» gefordert

Nach dem Bekenntnis der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zur Enthauptung eines zweiten US-Journalisten haben die Republikaner im Kongress in Washington eine klare Strategie gegen die Dschihadisten verlangt. Frankreich verurteilte die Tat als «abscheulich».

US-Präsident Barack Obama müsse «der amerikanischen Bevölkerung und dem Kongress erklären, wie wir mit dieser Bedrohung umgehen», sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten im Repräsentantenhaus, Ed Royce, am Dienstag in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Royce kündigte an, Aussenminister John Kerry in der kommenden Woche vor seinem Ausschuss zu den Plänen der Regierung befragen zu wollen.

Nach Angaben des auf die Überwachung islamistischer Webseiten spezialisierten US-Unternehmens Site veröffentlichten die Dschihadisten am Dienstag ein Video, das die Enthauptung des vor einem Jahr im Norden Syriens verschleppten Reporters Steven Sotloff zeigen soll. Die US-Regierung erklärte, sie prüfe die Echtheit der Aufnahmen. Vergangenen Monat hatten die IS-Kämpfer bereits den US-Journalisten James Foley enthauptet und am 19. August ein Video von der Tat ins Internet gestellt. (sda/afp/dpa)

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