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This photo illustration shows a journalist looking on the data communication logs from British satellite operator Inmarsat and released by Malaysia's Department of Civil Aviation (DCA) in Kuala Lumpur on missing Malaysia Airlines flight MH370 on May 27, 2014. Malaysia's aviation authority released on May 27 the satellite data used to determine that flight MH370 went down in the southern Indian Ocean following demands from sceptical relatives of those on board.    AFP PHOTO / MOHD RASFAN

Die Satellitendaten von Flug MH370 wurden erstmals veröffentlicht. Bild: AFP

Satellitenkommunikation

Malaysia rückt Daten zur Flugroute von MH370 heraus



Die malaysischen Behörden haben erstmals Rohdaten veröffentlicht, welche die Kommunikation zwischen Satelliten und Flug MH370 aufzeigen. Anhand dieser Daten hatten Experten darauf geschlossen, dass die Boeing 777 der Malaysia Airlines vor zweieinhalb Monaten im südlichen Indischen Ozean vor der Westküste Australiens abgestürzt ist. 

Die Daten wurden von der malaysischen Regierung wochenlang unter Verschluss gehalten. Auch die britische Satellitenfirma Inmarsat wurde nach eigenen Angaben dazu aufgefordert, keine Details an die Öffentlichkeit zu geben. Jetzt wurde der Bericht zunächst den Angehörigen der 239 verschollenen Passagiere und Crewmitglieder übergeben. 

Zweifel an der Flugroute

In dem 47-seitigen Bericht sind die Logdaten zwischen den Inmarsat-Satelliten und dem Flugzeug aufgelistet. Angehörige, die die malaysischen Ermittlungen kritisch sehen, fordern seit Wochen eine unabhängige Untersuchung der Daten, zumal es von den malaysischen Behörden immer wieder widersprüchliche Informationen gegeben hatte. 

Experten hatten Zweifel an der Auswertung und der errechneten Flugroute geäussert. Eine australische Firma behauptete Ende April, Flug MH370 sei im Golf von Bengalen abgestürzt, rund 5000 Kilometer vom angenommenen Absturzort entfernt. Die Ermittler wiesen diese Theorie zurück.

Neue Vermutung zum Absturz

Die Maschine war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen der zivilen Luftüberwachung verschwunden. Eineinhalb Stunden später tauchte sie auf einer völlig anderen Flugroute kurz auf einem militärischen Radar auf. Danach wurden noch während rund sechs Stunden automatische Signale der Triebwerke an einen Inmarsat-Satelliten aufgefangen.

Die Verkehrssicherheitsbehörde von Australien kommt in einer eigenen Untersuchung zum Schluss, dass die Boeing rund 25 Seemeilen (46 Kilometer) vom letzten der sogenannten Ping-Signale entfernt ins Meer gestürzt sein müsse. Dies berichtet das «Wall Street Journal». Das Signal sei vom üblichen Ein-Stunden-Rhythmus abgewichen, so die Behörde. Sie geht davon aus, dass dem Flugzeug zu jenem Zeitpunkt der Sprit ausging und die Elektronik deshalb zurückgesetzt worden sei.

Mikrofone sollen weiterhelfen

Allerdings fehlt auch nach einer wochenlangen intensiven Suche noch immer jede Spur von dem Flugzeug. Auch ist völlig unklar, warum die Maschine von ihrer ursprünglichen Route abgewichen sein könnte. Die Behörden prüfen laut «Wall Street Journal» einen neuen Ansatz. Sie wollen die Aufzeichnungen von speziellen Unterwasser-Mikrofonen nach möglichen Audiosignalen absuchen. Die Mikrofone wurden von der UNO als Überwachungsinstrumente gegen illegale Atomwaffentests installiert.

Ausserdem will die australische Regierung in der nächsten Woche ein privates Vermessungsschiff in das mutmassliche Absturzgebiet entsenden. Es soll mit einem bereits dort stationierten chinesischen Schiff den bis zu 6000 Meter tiefen Meeresboden kartografieren. Die Verkehrssicherheitsbehörde geht davon aus, dass die Suche bis drei Monate dauern wird. (pbl)

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