Gesellschaft & Politik
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epa04515778 A Philippine flag flutters while Filipino fishermen secure their boats in anticipation of strong winds brought by an upcoming typhoon in a fishing village in Cavite province, south of Manila, Philippines, 05 December 2014. Tens of thousands of people fled their homes in the Philippines and thousands more were stranded after flights and sea travel were cancelled ahead of a powerful typhoon's expected landfall.  EPA/DENNIS M. SABANGAN

Fischer versuchen zu sichern, was zu sichern ist. Bild: DENNIS M. SABANGAN/EPA/KEYSTONE

Zehntausende auf der Flucht

Taifun «Hagupit»: Manila in Alarmbereitschaft

Der vor den Philippinen tobende Taifun «Hagupit» ist am Freitag noch bedrohlicher geworden. Er wirbelte vor der Küste zeitweise mit Spitzengeschwindigkeiten von 250 Kilometern in der Stunde.



Der Taifun «Hagupit» ist für die Meteorologen kaum berechenbar. Sowohl die Windgeschwindigkeit als auch der Kurs änderten sich fast stündlich. Die Behörden setzten auch die philippinische Hauptstadt Manila mit mehr als zwölf Millionen Einwohnern in Alarmbereitschaft.

«Wir sind bereit», sagte Bürgermeister Joseph Estrada. Arbeiter bauten Reklametafeln und Weihnachtsdekorationen ab, die bei heftigem Wind aus der Verankerung gerissen und zu tödlichen Geschossen werden könnten.

People take shelter inside a Catholic church after evacuating their homes due to super-typhoon Hagupit in Tacloban city, central Philippines December 5, 2014. Tens of thousands of people fled coastal villages and landslide-prone areas in the central Philippines on Friday, a day before a powerful typhoon was expected to hit the island nation where thousands were killed in a devastating storm 13 months ago. Typhoon Hagupit had weakened slightly as it churned slowly across the Pacific and was no longer a category 5

Einwohner bringen sich in öffentlichen Gebäuden in Sicherheit. Bild: STRINGER/PHILIPPINES/REUTERS

Am Samstag könnte Taifun an Land treffen

Bleibt der Taifun auf dem wahrscheinlichen Kurs, dürfte er frühestens am Samstagabend (Ortszeit, Nachmittag MEZ) genau die Region treffen, die am 8. November 2013 von «Haiyan» verwüstet worden war. «Haiyan» war der stärkste Taifun, der je an Land kam, aber «Hagupit» war zeitweise schon grösser und stärker.

Durch «Haiyan» kamen vermutlich etwa 7200 Menschen ums Leben. «Wir sind heute besser vorbereitet als damals», versicherte der Bürgermeister der vor einem Jahr schwer zerstörten Stadt Tacloban, Alfred Romualdez.

Aber in der Stadt leben noch Tausende in Hütten, die einem neuen Wirbelsturm nicht standhalten würden. Zehntausende Menschen packten nach Angaben des Katastrophenschutzes ihre Sachen und zogen zu Verwandten ins Inland oder flüchteten in Notunterkünfte.

Tausende Reisende gestrandet

Tausende Reisende strandeten am Freitag, weil Flüge und Fährverbindungen ausfielen. Zwölf Häfen stellten den Verkehr teilweise ein. «Hagupit» ist der 18. Taifun in der Region. Das Wetterbüro schätzte die Windgeschwindigkeit im Wirbel am Abend auf 195 Kilometer in der Stunde, mit Spitzenböen von 230 Kilometern. Am Morgen war der Taifun zeitweise noch stärker gewesen.

Das zunächst recht schnell auf die Küste zutreibende Tiefdruckgebiet verlangsamte sich am Freitag und kam nur noch mit zehn Kilometern in der Stunde voran. Einmal an Land, sind langsam vorwärtskommende Taifune besonders gefährlich: Orkanböen und heftiger Regen bleiben länger in einer Region und richten mehr Schäden an, vor allem durch Überschwemmungen, Sturzfluten und Erdrutsche. (whr/sda/dpa)

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