DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Neuer Taliban-Chef Mullah Mansur ruft islamistische Bewegung zur Einheit auf

01.08.2015, 13:5201.08.2015, 14:56

Der neue Chef der afghanischen Taliban, Mullah Achtar Mansur, hat in seiner ersten Audiobotschaft die islamistische Bewegung zur Einheit aufgefordert. «Wir müssen uns alle um die Bewahrung von Einheit bemühen», sagte Mansur in der am Samstag ausgestrahlten Botschaft.

«Eine Spaltung in unseren Rängen wird nur unsere Feinde zufriedenstellen und uns weitere Probleme bereiten», sagte er. Die Taliban hatten Mansur laut einer Mitteilung vom Freitag offiziell zum Nachfolger des langjährigen Anführers Mullah Omar bestimmt.

Am Vortag hatten sie Omars Tod bestätigt, der sich nach Angaben der afghanischen Regierung bereits vor mehr als zwei Jahren ereignete.

Die Ernennung Mansurs zum neuen Anführer ist innerhalb der Taliban aber nicht unumstritten. Seine Ernennung kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Taliban einen internen Richtungsstreit führen und die Gruppe Konkurrenz durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erhält.

Widerstand erhält Mansur vor allem von einigen Mitgliedern der Quetta-Schura, dem Führungsgremium der Taliban, die Pakistan vorwerfen, zu viel Einfluss auf die Gruppe zu nehmen. Mansur verbrachte in dem Nachbarland Teile seines Lebens.

Mansur gilt zudem als moderat, pragmatisch und als Unterstützer der jüngst aufgenommenen Friedensgespräche mit Kabul. Experten gehen deshalb davon aus, dass der Friedensprozess unter Mansur gestärkt wird.

Allerdings gibt es mehrere Taliban-Vertreter, die die Friedensgespräche kritisch sehen. Mehrere Taliban-Kommandanten stellten die Legitimität der Gespräche zuletzt offen in Frage. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Strafmass von Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi auf zwei Jahre verkürzt

Wenige Stunden nach der Verurteilung der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi in Myanmar hat die Militärjunta das Strafmass für die 76-Jährige von vier Jahren auf zwei Jahre verkürzt. Dies berichteten staatliche Medien am Montagabend (Ortszeit).

Zur Story