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Über 50 Tote nach Zyklon «Idai» in Mosambik und Simbabwe



Infolge eines starken Tropensturms und heftigen Regenfällen sind in Mosambik und in Simbabwe mindestens 52 Menschen ums Leben gekommen. In beiden Ländern im südlichen Afrika verursachte der Zyklon «Idai» - er hatte die Kategorie vier von fünf – schwere Schäden.

Zahlreiche Orte waren am Samstag noch von der Aussenwelt abgeschnitten. Rettungskräfte warnten, dass das gesamte Ausmass der Schäden in Mosambik wegen Ausfällen des Strom- und Handynetzes noch nicht absehbar gewesen sei.

Im Zentrum Mosambiks, wo «Idai» in der Nacht zum Freitag mit Windböen von bis zu 160 Stundenkilometern vom Indischen Ozean her kommend auf Land gestossen war, starben mindestens 21 Menschen. Rund 70 weitere wurden teils schwer verletzt, wie der Gouverneur der betroffenen Provinz Sofala, Albert Mondlane, am Samstag einem Radiosender sagte.

Der Sturm zog direkt über die Grossstadt Beira mit 500'000 Einwohnern hinweg. Dort fielen Strom und Kommunikationsnetz aus. Das Rote Kreuz, Unicef und andere Helfer schickten auf dem Landweg Teams aus der Hauptstadt Maputo in die Region; Inlandflüge waren gestrichen.

Hilfe aus der Schweiz

Die Schweiz schickte ein Spezialistenteam und Hilfsgüter nach Mosambik, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Samstag mitteilte. Die Expertinnen und Experten des Schweizerischen Korps für Humanitäre Hilfe (SKH) werden demnach eine Lagebeurteilung vor Ort vornehmen und erste Soforthilfemassnahmen in den Bereichen Logistik, Notunterkünfte und Trinkwasser einleiten.

Zusätzlich sendet die Schweiz über das Wochenende 12 Tonnen Hilfsmaterial nach Mosambik: 1000 Blachen, 500 Werkzeug-Kits für den Bau von Notunterkünften, Grossraumzelte. Davon werden gemäss EDA rund 500 Familien profitieren. In der Lieferung seien auch 5 Mehrzweckzelte enthalten, die als Schulräume, Gesundheitszentren oder Lagerräume benutzt werden können.

Tote und Vermisste in Simbabwe

Im Osten Simbabwes in der Nähe des Ortes Chimanimani kamen infolge des Sturms mindestens 31 Menschen ums Leben. 71 weitere Menschen galten nach Behördenangaben vom Samstag als vermisst, nachdem «Idai» über die Region gezogen war.

Rund 200 Häuser wurden beschädigt und Brücken von den Wassermassen weggespült, die Stromversorgung war teilweise unterbrochen. Präsident Emmerson Mnangagwa erklärte für die betroffenen Gebiete den Ausnahmezustand.

Nach Angaben des Informationsministeriums in Harare sassen mehrere Menschen auf dem Gipfel eines Berges fest und warteten auf Rettung. Starker Wind hindere die Rettungshelikopter jedoch daran aufzusteigen.

Ein Parlamentsabgeordneter in der Region Chimanimani berichtete, mindestens 25 Häuser seien von einer Schlammlawine fortgerissen worden. Tausende Menschen sind ohne Strom.

200 Schüler warten auf Rettung

Unterdessen versuchte die Armee von Simbabwe, fast 200 Internatsschüler in Sicherheit zu bringen, deren Wohnheim von einem Erdrutsch beschädigt worden war. Ein Findling hatte dabei die Wand des Gebäudes zerstört, zwei Schüler kamen ums Leben.

Der Zyklon hatte sich am Freitag über Land abgeschwächt und war von Mosambik nach Simbabwe weitergezogen. Bereits Anfang der Woche war es in Mosambik und im angrenzenden Süden Malawis zu heftigem Regen und zu Überflutungen gekommen, in deren Folge in Mosambik 66 Menschen starben. Im angrenzenden Malawi gab es mehr als 50 Opfer.

(sda/dpa/afp)

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