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Democratic presidential candidate former Vice President Joe Biden, accompanied by his wife Jill Biden, speaks at a primary election night campaign rally Tuesday, March 3, 2020, in Los Angeles. (AP Photo/Chris Carlson)

Ein Totgesagter trumpft auf: Joe Biden mit Ehefrau Jill am Dienstag in Los Angeles. Bild: AP

Analyse

Biden und Sanders müssen sich vereinen – dann schlagen sie Trump

Joe Biden ist nach dem Super Tuesday der klare Favorit für die Nomination als Herausforderer von Donald Trump. Die Demokraten dürfen aber nicht den gleichen Fehler machen wie 2016 und Bernie Sanders ausgrenzen.



Seltsame Dinge geschehen im US-Wahlkampf. Da lag Joe Biden gerade noch am Boden, angezählt und kurz vor dem K. o. Nun reckt er triumphierend die Fäuste. Am Super Tuesday hat sich der 77-jährige ehemalige Vizepräsident endgültig zum Favoriten für die Nomination als Präsidentschaftskandidat der Demokraten aufgeschwungen.

Es war kein Durchmarsch, aber eine beeindruckende Siegesserie. Die Strategie, die Kandidierenden des moderaten Flügels noch vor diesem Grosskampftag hinter Biden zu versammeln, ist voll aufgegangen. Einige Erfolge stechen ins Auge, in erster Linie natürlich jener im gewichtigen Bundesstaat Texas mit seiner grossen Latino-Bevölkerung.

Noch symbolträchtiger ist Bidens klarer Sieg in Massachusetts, der eine bittere Niederlage ist für Elizabeth Warren (es ist ihr Heimatstaat) und Bernie Sanders (er stammt aus dem benachbarten Vermont). Beide haben sich gegenseitig die Stimmen der linken Wählerschaft abgejagt, aber Massachusetts ist auch ein relativ wohlhabender Bundesstaat.

Keine linken «Experimente»

Das passt zu Bidens Erfolgen in den Suburbs. In diesen Vororten haben die Demokraten bei den Midterms 2018 die Mehrheit im Repräsentantenhaus erobert. Daraus lässt sich schliessen, dass ein beträchtlicher Teil der demokratischen Basis wenig von linken «Experimenten» hält und einen Kandidaten will, der in die Mitte ausstrahlt.

Bernie Sanders ist nicht aus dem Rennen, er hat immerhin in Kalifornien gewonnen. Ansonsten verlief der Super Tuesday für ihn ernüchternd. Die «Washington Post» verweist darauf, dass die Beteiligung der Jungen – das wichtigste Segment des 78-jährigen Senators – unterdurchschnittlich war. Sanders’ vollmundige Behauptung, er könne die Jungen mobilisieren, hat sich in diesem Vorwahl-Zyklus bislang überhaupt nicht materialisiert.

Sanders ist nicht aus dem Rennen, aber für ihn wird es schwierig. Schon am nächsten Dienstag – einem «Mini Super Tuesday» mit Wahlen in sieben Staaten – könnte ihm Biden endgültig enteilen. Für die Parteielite wäre dies ein Wunschszenario, doch sie darf den Fehler nicht wiederholen, den sie bei den Wahlen vor vier Jahren gemacht hat.

Democratic presidential candidate Sen. Bernie Sanders, I-Vt., accompanied by his wife Jane O'Meara Sanders, speaks during a primary night election rally in Essex Junction, Vt., Tuesday, March 3, 2020. (AP Photo/Charles Krupa)
Bernie Sanders

Trotz Siegerpose: Der Super Tuesday verlief für Bernie Sanders ernüchternd. Bild: AP

Damals wurde Bernie Sanders nach einem erbitterten Vorwahl-Duell gegen Hillary Clinton faktisch marginalisiert, zum grossen Ärger seiner eingefleischten Anhänger. Dies zeigte sich am Parteikonvent in Philadelphia. Als Sanders pflichtbewusst zur Wahl von Clinton aufrief, verliessen einige seiner Fans unter Absingen wüster Lieder die Arena.

Gemeinsame Wahlplattform

Viele blieben am Wahltag zu Hause, einige wählten Trump. Ein solches Szenario müssen die Demokraten so weit wie möglich verhindern. Das geht nur, wenn Biden und Sanders rechtzeitig aufeinander zugehen und eine gemeinsame Wahlplattform zimmern.

Biden und die «Moderaten» müssen anerkennen, dass Sanders mit seinen radikalen Ideen einen Nerv bei vielen Jungen trifft, für die die USA längst kein «Land der unbegrenzten Möglichkeiten» mehr sind. Ein höherer Mindestlohn, ein besserer Zugang zu einer Krankenversicherung und zu Hochschul-Bildung gehören ins Wahlprogramm.

Sanders und seine Fans wiederum müssen einsehen, dass sich sein Programm selbst dann nicht umsetzen lässt, wenn er ins Weisse Haus einziehen sollte. Er dürfte an den Realitäten in Washington scheitern, ob im Kongress oder im Obersten Gerichtshof. Dieser könnte seine geplante Vermögenssteuer für Superreiche als verfassungswidrig kassieren.

Bloomberg bald out?

Davor warnt Mike Bloomberg, der sonst durchaus der Meinung ist, dass Milliardäre wie er mehr Steuern zahlen sollten. Für den ehemaligen Bürgermeister von New York verlief der Super Tuesday frustrierend. Obwohl er 500 Millionen Dollar in Werbung investiert hat, lag Bloomberg in sämtlichen Bundesstaaten hinter Biden und Sanders.

Er steht laut Medienberichten unter massivem Druck, sich zurückzuziehen und seine finanzielle Feuerkraft in den Dienst von Joe Biden zu stellen. Dies dürfte eher früher als später geschehen. Und was Elizabeth Warren in diesen Vorwahlen noch erreichen will, weiss nur sie allein. Sie kann einzig Sanders’ Kandidatur beschädigen.

Kein idealer Kandidat

Kommt es zum Schulterschluss, sind die Chancen der Demokraten auf einen Sieg gegen Trump besser, als viele meinen. Natürlich wäre Biden kein idealer Kandidat. Er ist berüchtigt für seine verbalen Fehltritte, und in letzter Zeit leistete er sich Aussetzer, die Zweifel an seiner geistigen Fitness weckten und von Trump genüsslich ausgeschlachtet werden.

Kritiker verweisen zudem auf die Ukraine-Affäre um seinen Sohn Hunter Biden. Wer so argumentiert, verfällt dem Trump-Narrativ. Ist nicht der Präsident ein Ausbund an Korruption, der wie die Karikatur eines Mafioso regiert? Ist er mit komplexen Themen nicht total überfordert, wie derzeit sein Umgang mit der Corona-Krise zeigt?

Joe Biden hat eine reelle Chance gegen Donald Trump. Gefährlich für die Demokraten ist ein anderer Faktor. In Texas erhielten demokratische Wähler mysteriöse Roboter-Anrufe, in denen es hiess, die Wahl finde erst am Mittwoch statt. Sie sollten offensichtlich vom Wählen abgehalten werden. Es ist ein Vorgeschmack auf die schmutzigen Tricks, die bis zur Wahl im November zu erwarten sind.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Vollkornzwieback 05.03.2020 13:34
    Highlight Highlight Mal eine Frage:
    Watson versteht sich doch als links. Ist es euch trotzdem nicht bekannt, dass es in den USA ziemlich egal ist, ob Dems oder Reps, weil Politik dort vor allem den Interessen der Reichen dient und dafür, die Interessen der USA als Hegemon durchzusetzen?
  • Billy the Kid 05.03.2020 10:24
    Highlight Highlight Biden hat also im Heartland gegen Bernie gewonnen - also genau dort wo man als Demokrat sowieso keinen Blumentopf gegen Trump gewinnen wird.
    Texas ist bedauerlich - aber auch ein spezieller Staat mit einer Latinopulation, die konservativer drauf ist als in den übrigen Staaten.
  • Bratansauce 05.03.2020 09:51
    Highlight Highlight Klar, ganz so doof wie Trump wird Biden nicht sein. Aber einen grossen Unterschied würde der wohl auch nicht machen.
  • Therealmonti 05.03.2020 02:58
    Highlight Highlight Je eher sich die Demokraten auf einen Kandidaten einigen, desto besser stehen die Chancen, dass die Welt nicht noch einmal vier Jahre Trump ertragen muss.
  • Bynaus 05.03.2020 00:15
    Highlight Highlight Ich finde die Oberabgeklärten, die nicht müde werden zu betonen, mit Biden seien 4 weitere Jahre Trump garantiert, etwas mühsam. Klar, es ist möglich, dass Trump wiedergewählt wird. Aber: Trumps Beliebtheitswerte sind seit seinem Stellenantritt konstant "unter Wasser": etwa 40% sind mit ihm zufrieden, 50-60% unzufrieden. Mit 40% wird er *nicht* wiedergewählt, egal wie verzerrend die Mittelwestlichen Kleinstaaten wirken. Trump muss also zumindest ca. 10% der Wähler von sich überzeugen, oder zumindest davon, dass Biden schlimmer als er wäre. Nicht unmöglich, aber keinesfalls schon gegeben.
  • Huckleberry 04.03.2020 20:34
    Highlight Highlight Weiss jemand ob das mit der Hand auf der Brust irgend ein geheimer Gruss ist (Skull and Bones, Freimaurerei etc.)?
    Benutzer Bild
    • ChlyklassSFI 05.03.2020 08:19
      Highlight Highlight Du wirst es wohl wissen oder wie kommst du darauf?
  • Nonald Rump 04.03.2020 20:08
    Highlight Highlight Denke nicht, dass sich Sanders und Biden zusammentun werden, da der Graben zwischen Ihnen sich als zu tief erweisen könnte. Am Ende wird wahrscheinlich Donny profitieren, egal wer nominiert wird.
  • NathanBiel 04.03.2020 19:44
    Highlight Highlight Jetzt hatten die Dems die Chance es den alten weissen Männern zu zeigen. Es hatte junge Asiaten, junge Schwule, ältere Frauen, jüngere Frauen, jüngere hetero Männer zur Auswahl und was kommt am Schluss raus? Das Altersheim hat wieder Ausgang bei der nächsten Wahl zum Potus🙄
  • d10 04.03.2020 19:22
    Highlight Highlight Kaum vorstellbar.

    Die enthusiastischen Bernie Bros wollen keinesfalls einen "Sellout" ans Establishment und sie werden kaum "einsehen, dass sich sein Programm nicht umsetzen lässt". Im Gegenteil, sie fühlen sich als Teil einer Bewegung, die genau diese Veränderungen umsetzen will.

    Biden hat keine Chance gegen Trump, das gibt ein noch grösseres Debakel für die Dems als bei Hillary.
  • Dirk Leinher 04.03.2020 18:36
    Highlight Highlight Bloomberg sollte sich mal bei Russland erkundigen, wie man Wahlen effektiv beeinflusst. Die schafften das ja gemäss den Demokraten mit einem kleinen Bruchteil der Gelder die Bloomberg bisher ausgab und waren dann erst noch erfolgreich.
  • Halimasch 04.03.2020 16:51
    Highlight Highlight Besser Biden und Warren. Elizabeth Warren kann einen Teil der Sanders-Anhänger abholen und ist zugleich nicht so ein "Bürgerschreck" wie Bernie Sanders.
    • Derpsie 04.03.2020 17:02
      Highlight Highlight Ich zweifle es. Bei vielen Bernie Supporter gilt sie als Spoiler-Candidate
  • GoldjungeKrater 04.03.2020 16:35
    Highlight Highlight Sanders ist ein radikaler Populist und Biden ist für die verlorenen Obama-Jahre mitverantwortlich. Zudem ist Biden‘s Umgang mit Frauen ein absolutes No-Go.

    Daher ist ein Zusammenschluss wenig sinnvoll. 2x Minus ergibt nicht plötzlich Plus...
    • Fichtenknick 04.03.2020 17:22
      Highlight Highlight Trumps Umgang mit Frauen ist natürlich kein Problem. Und - ich fordere das nicht zum ersten Mal - erklär uns doch bitte, warum du die Obama-Jahre als verloren betrachtest.
    • RicoH 04.03.2020 17:29
      Highlight Highlight Obama hat einen desolaten Laden übernommen und das Land wieder auf Kurs gebracht. Von verlorenen Jahren kann also keine Rede sein.

      Aber ja, Obama ist halt für die Trump Versteher allgemein ein rotes Tuch...
    • Raembe 04.03.2020 17:45
      Highlight Highlight Verlorene Obama Jahre?

      Biden's Umgang mit Frauen scheint einiges besser zu sein, als der von Trump.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Patho 04.03.2020 16:11
    Highlight Highlight Wie wärs mit Biden als Kandidat und Sanders als Vize? Wenn der eine stirbt hat man immer noch eine beliebte Reserve und zudem könnte man glaubhaft Bidens durchaus rationale Politik mit einem linken Touch färben und so auch das junge, sehr linke Klientel bedienen. Ein bisschen Kompromiss nach der Ära Trump kann nicht schaden und man könnte zeigen, dass man es auch so weit bringen kann. Sollte die Wahl trotz allem misslingen, würde man auch nicht einen zukünftigen Kandidaten verheizen, denn es wird wohl für beide die letzte realistische Kandidatur sein...
    • Der_Andere 04.03.2020 16:34
      Highlight Highlight Ich tippe ja eher auf Buttigieg als Vize. Da wurde doch ein Deal eingefädelt bei seinem Rückzug.
    • Pana 04.03.2020 16:37
      Highlight Highlight Biden bräuchte eine junge liberale Vize. Es gibt schon ein paar Kandidaten dazu. Leute, die ein Sanders (und seine Anhänger) unterstützen würden.
  • Hipster mit Leggins 04.03.2020 16:04
    Highlight Highlight Wieso glauben alle Sanders hätte eine Chance gegen Trump (und mehr Chancen als alle anderen Dems). Wenn er schon in den Vorwahlen nicht eindeutig seine Partei hinter sich weiss. Seine Anhängerschaft sind Fanatiker, die lieber Trump an der Macht sieht, als einen Konkurrenten des senilen Bernie. Dieser hält sich noch zurück, seine Ansichten sind eher die Linke/SED "1% Reiche erschiessen, aber zuerst für uns arbeiten lassen (im Gulag)". In Amerika finden wir Kommunisten super, bei uns dürfen sie aber nur die Pausenclowns machen, sehe ich das richtig.
    • Halimasch 04.03.2020 18:26
      Highlight Highlight "In Amerika finden wir Kommunisten super, bei uns dürfen sie aber nur die Pausenclowns machen, sehe ich das richtig."

      Nicht ganz: Viele von denen hier, die Sanders super finden, sind tatsächlich (verkappte) Kommunisten...
    • d10 04.03.2020 19:37
      Highlight Highlight Du bringst da einiges durcheinander Hipster ;)
  • Basti Spiesser 04.03.2020 15:20
    Highlight Highlight „In Texas erhielten demokratische Wähler mysteriöse Roboter-Anrufe, in denen es hiess, die Wahl finde erst am Mittwoch statt.„

    Wollte er zufälligerweise auch wissen, wo Sarah Connor steckt? 🧐
  • tagomago 04.03.2020 14:51
    Highlight Highlight Der korrupte Biden mit dem vernünftigen Sanders zusammen? Sanders macht sich doch nicht lächerlich!
    • Olla 04.03.2020 16:49
      Highlight Highlight Weil er mit seinen 78 Jährchen noch ach so sehr auf Glaubwürdigkeit angewiesen ist?
  • Hayek1902 04.03.2020 14:09
    Highlight Highlight Wenn Sanders wieder vor der DNC buckelt, wäre das Verrat an allem, für was er gekämpft hat. Biden wird keine Chance haben gegen Trump, wenn nicht plötzlich die Wirtschaft zusammenbricht. Nur Hillary Clinton war vielleicht eine noch schwächere Kandidatin, aber da war Trump noch nicht im Amt.
    • Bert der Geologe 04.03.2020 15:34
      Highlight Highlight Es geht um Prioritäten Hayek, nicht um Revanche oder um Befindlichkeiten. Die erste Priorität ist eine Nichtwiederwahl von Trump. Damit wäre allen mal gedient. Nur sind die Chancen von Biden objektiv gesehen besser. Zieh mal deine "Sanders-ist der Messias"-Brille ab. Er ist zwar politisch sexy, aber für einen zu kleinen Teil der Gesamtwählerschaft.
    • Hayek1902 04.03.2020 16:14
      Highlight Highlight Biden wird nicht gewinnen, der alte Tattergreis und Mädchen haaresniffer hat keine chance und mit der dronenkiller reloaded parole gewinnt man keinen blumentopf. wieso Biden besser sein soll als Trump leuchtet mir auch nicht ein, geistig ist der klar nicht mehr 100% präsent.
    • Sapere Aude 04.03.2020 16:47
      Highlight Highlight Biden und Sanders werden ähnliche Chancen eingeräumt, obwohl das Establishment seit Bernies Ankündigung eine Negativkampagne gegen ihn fährt, während Biden bis jetzt mit Samthandschuhen angefasst wurde. Das wird sich im November gewaltig rächen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der_Andere 04.03.2020 13:52
    Highlight Highlight Diese Anrufe würden schnell wieder aufhören, wenn man solche Wahlmanipulationen auch konsequent ahnden würde. Nach US Recht liegen in solchen Fällen nämlich Strafen bis zu 10 Jahren Gefängnis drin.

    Und Desinformation reicht für den Tatbestand der "Conspiracy against rights" aus, um jemanden anzuklagen.

    Sagt jedenfalls das Justizministerium. Aber da jenes unter Barr zu einem Saftladen verkommt, wer weiss schon was da noch passiert. Wahrscheinlich gar nichts.

    Quelle: https://www.justice.gov/file/1107441/download
  • Aerohead 04.03.2020 13:50
    Highlight Highlight Und wie soll diese Vereinigung genau aussehen? Wie wenn die Grünen mit der FDP zusammenspannt? Wann ist das jemals passiert?
    • PC Principal 04.03.2020 14:45
      Highlight Highlight Oskar Freysinger wurde auch mit Stimmen der Grünen durch einen FDPler (Frederic Favre) ersetzt.
    • Ueli der Knecht 04.03.2020 14:48
      Highlight Highlight Daraus entstand die GLP.
    • Sandro Lightwood 04.03.2020 16:21
      Highlight Highlight Ziemlich viele Demokraten (FDP-Wähler) haben ja offensichtlich Sanders gewählt. 🙈
  • Ueli der Knecht 04.03.2020 13:48
    Highlight Highlight "Biden und Sanders müssen sich vereinen – dann schlagen sie Trump"

    Bis zur Entscheidung am Nominierungs-Parteitag im Juni sollen sie gegen-/miteinander "streiten" und möglichst viel Aufmerksamkeit und Einschaltquoten (auch bei Fox News und in republikanischen Medien) erheischen, und ihre Gesichter und Namen und Slogans bekannt machen.

    Danach dürfen sie sich dann gerne vereinen. Es bleibt ihnen dann eh nichts anderes übrig. Aber bis dahin sollen sie ihre Popularität steigern, indem sie miteinander "streiten" und auf breiter Front die Medien aufmischeln.
  • Bert der Geologe 04.03.2020 13:41
    Highlight Highlight Die alten weissen Männer-Kandidaten im Restfeld sind wirklich nicht sexy für junge Wählerinnen. Warren wird vielleicht ausharren, aber sie kommt einfach nicht gut rüber, schon gar nicht bei der Mittelschicht. Meiner Meinung hätte unter dem Restfeld am ehesten ein Duo Biden als Präsi und Klobuchar als Vize eine Chance. Die ziehen politisch am gleichen Strick und die Frauen wären motivierter zu wählen. Der Jugendbonus verfällt zwar ziemlich, aber immerhin. Sanders/Warren wäre die linke Variante, aber können die's zusammen?
  • Locutus70 04.03.2020 13:39
    Highlight Highlight "Kritiker verweisen zudem auf die Ukraine-Affäre um seinen Sohn Hunter Biden. Wer so argumentiert, verfällt dem Trump-Narrativ. Ist nicht der Präsident ein Ausbund an Korruption, der wie die Karikatur eines Mafioso regiert?" - sorry aber das ist Blödsinn. Dieses relativieren nach eigenem Gusto halte ich mit für das Schlimmste, was PolitikerInnen und JournalistInnen machen.
    Das wäre genau wie wenn ich sagen würde: Das Riexinger von der Linkspartei die 1 % Reichen in Arbeitslager stecken will nicht so schlimm ist, weil Höcke damit rechnet einen Teil des "Volkskörpers" zu verlieren.
    • RicoH 04.03.2020 17:48
      Highlight Highlight Ich finde deinen Vergleich grotesk – ist wie Äpfel mit Kamelen zu vergleichen....

      Trump regiert nun mal wie die Karikatur eines Mafioso. Das ist kein relativieren, sondern eine Beschreibung des Trumpschen Regierungsstils – und dem kann man nun mal nichts hinzufügen...
  • Doublethink 04.03.2020 13:26
    Highlight Highlight Aus Sicht eines Schweizers der das ganze nur so am Rande mitverfolgt:
    - Sanders: der beste Kandidat, aber schlechte Chancen weil das Establishment ihn nicht will (könnte aber gegen Trump gewinnen)
    - Biden: zu schwach um gegen Trump zu gewinnen

    Kurzum: 4 weitere Jahre Trump. Bei einem anderen Ergebnis wäre ich stand heute extrem überrascht.
    • PC Principal 04.03.2020 16:58
      Highlight Highlight Aus Sicht eines Schweizers ist Sanders wie jede linke Volksinitaiative. Die erste Umfrage zeigt grosse Sympathie. Doch je näher der Abstimmungssonntag rückt, desto tiefer sinkt die Zustimmung, weil die Gegenkampagne einsetzt und viele plötztlich finden dass die Massnahmen zu weit gehen. Dasselbe würde mit Bernie und seiner Einheitskrankenkasse passieren. So etwas ist nicht mal bei uns mehrheitsfähig.
  • Alpenstrich 04.03.2020 13:00
    Highlight Highlight Habe schon mal gesagt: Biden soll Bernie als Vice nehmen. Lieber früher als später, so könnten Sie gemeinsam eine Front gegen Trump bilden und hätten eine enorm breite Wählerbasis...

    Leider reicht ein knapper Vorsprung von Bernie nicht, da würden die Superdelegierten das Zünglein spielen und ihm den Sieg "nehmen" was die Demokraten viele Wähler kosten und so Trump für 4 weitere Jahre absichern würde..

    • Halimasch 04.03.2020 18:47
      Highlight Highlight Im Gegenteil, eine Nomination von Sanders wäre ein sicherer Sieg für Trump. Man sollte nicht vergessen, dass Sozialismus in der USA noch ein viel grösseres Schreckgespenst ist als in der Schweiz. Die republikanische Wahlkampfmaschinerie würde derart den Teufel an die Wand malen können, dass auch demokratische Wähler kalte Füsse bekommen würden, geschweige denn unabhängige Wähler.
  • Liselote Meier 04.03.2020 12:52
    Highlight Highlight "Kritiker verweisen zudem auf die Ukraine-Affäre um seinen Sohn Hunter Biden. Wer so argumentiert, verfällt dem Trump-Narrativ. Ist nicht der Präsident ein Ausbund an Korruption, der wie die Karikatur eines Mafioso regiert?"

    Nein, nur weil Trump ein Gauner ist, sagt dies nichts über die Ukraine-Affäre aus. Das ist 1A Whataboutism.
    • RicoH 04.03.2020 18:03
      Highlight Highlight Ist es eben nicht, auch wenn du das jetzt als solches versuchst hinzustellen. DEIN Vergleich mit der Ukraine-Affäre ist 1a Whataboutism.

      Biden (Ukraine-Affäre) wurde untersucht und es ist kein rechtswidriges Verhalten festgestellt worden.

      Trump wurde untersucht und es sind mehrere klare Verstösse gegen die Verfassung festgestellt worden.
    • d10 04.03.2020 19:42
      Highlight Highlight @RicoH wann wurde Hunter Biden's Rolle bei Burisma untersucht, hast Du einen Link dazu?
    • RicoH 05.03.2020 08:42
      Highlight Highlight d10

      niemand hindert dich, selbst zu suchen...

      Hier ein Artikel dazu
      https://www.reuters.com/article/us-hunter-biden-ukraine/what-hunter-biden-did-on-the-board-of-ukrainian-energy-company-burisma-idUSKBN1WX1P7

      Bitte gern geschehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eidg. dipl. Kommentarspalter 04.03.2020 12:34
    Highlight Highlight Dieses Framing, dass Sanders "links" sei und "radikale Ideen" vertrete, ist jenes seiner Gegner aus dem US-Establishment und aus unserer westlich-demokratischen Perspektive wenig zutreffend. Sanders ist der Einzige, der sich der ausufernden Gier und Zerstörungskraft einiger Gesellschaftsgruppen mit glasklaren Vorschlägen entgegenstellt.
  • Bruno S.1988 04.03.2020 12:33
    Highlight Highlight Ne, schon oke. Trump wird Präsident bleiben. Die Medien profitieren, Trump liefert genug Material für Schlagzeilen. Die Reichen profitieren, weitere Steuergeschenke können folgen. Die Militärische Industrie profitiert, Trump muss sich nicht mehr zurückhalten und ein weiterer Angriff auf Iran kann folgen.
    Die einzigen Verlierer sind die aus die Arbeiterklasse und die Ausländer. Aber für die Interessiert sich dort eh niemand.
    War naiv von mir zu denken, dass das Land das Fake Angriffe inszeniert und Whistleblower ins Gefängniss steckt auch wirklich so einer wie Bernie an die Macht lassen würde.
    • BöserOnkel 04.03.2020 14:45
      Highlight Highlight Sag ich schon lange, dass ihr naiv seid!
      Wenn jemand eine Begeisterungswelle wie bei Obama auslösen könnte, dann ist dies jemand wie AOC. Sanders ist definitiv der Falsche. Der erzählt schon seit zwanzig Jahren immer den gleichen Brei. Das reisst niemanden vom Hocker und für Begeisterung sorgt der schon mal gar nicht. Das zeigt jetzt eben auch, dass die Jungen alles andere als an die Urnen strömen, um ihn zu wählen. Trotzdem ist zu hoffen, dass Trump abgewählt wird! Zumindest als Beweis, dass man die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung nicht als Idioten bezeichnen muss.
    • Bruno S.1988 04.03.2020 15:55
      Highlight Highlight @Onkel
      Benutzer Bild
    • Sandro Lightwood 04.03.2020 16:27
      Highlight Highlight Oh man, da mal alle pauschal als naiv abstempeln, aber einen Vorschlag bringen, der gesetzlich nicht umsetzbar ist: AOC ist zu jung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 04.03.2020 12:33
    Highlight Highlight Ich denke der Deal der ausgehandelt wurde heisst: Pete Buttigieg zieht sich zurück und wird Vize-Präsidentschaftskandidat unter Joe Biden. Ob das so eine gute Idee ist werden wir im November sehen.
    • Bynaus 04.03.2020 17:47
      Highlight Highlight Oder Amy Klobuchar. Eine Frau wäre ein Trumpf (sie wäre die erste Vizepräsidentin ever), und in den Positionen ist sie Buttigieg sehr ähnlich.
    • Nonald Rump 04.03.2020 20:07
      Highlight Highlight Es ist wohl klar, dass es zu irgendeinem Deal kam. Jedoch tippe ich jetzt eher auf Klobuchar als VP, mit Pete in einem anderen hochrangingen Regierungsposten, z.B. Secretary of State, denn Foreign Policy war ja einer der Hauptpfeiler seiner Campaign. Bloomberg mit finanzieller Hilfe und danach Goodwill von der Regierung. Hinterzimmerdeals eben. Zweifle jedoch daran, dass das Früchte trägt.
    • Tschiistaar 05.03.2020 12:59
      Highlight Highlight ... und Warren bleibt drin, und hält Sanders in Schach, damit sie dann ebenfalls ein Pöstchen unter dem senilen Biden erhält. Dass Trump gegen Biden gewinnt, steht für mich jedoch ausser Frage.
  • Cpt. Jeppesen 04.03.2020 12:32
    Highlight Highlight So lange die Wahlen in den USA an einem Wochentag stattfinden, wird es schwierig werden die "Jungen" unter 65 zu mobilisieren. Gerade (z.B.) Latinos sind in prekären Arbeitsverhältnissen, in denen man nicht mal schnell für einen Tag frei nehmen kann um zur Wahl zu gehen. Erschwerend dazu kommt, dass gerade in Gegenden, wo die nicht weisse Bevölkerung wohnt, der Zugang zur Wahlurne systematisch erschwert wird, es also zu wenig oder keine Wahllokale gibt.
    Somit kann man diejenigen, die sich nach Veränderung sehnen, auch davon abhalten ihrer Stimme Ausdruck zu verleihen in Form einer Stimmabgabe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • BetterTrap 04.03.2020 12:31
    Highlight Highlight Nein, müssen sie nicht. Sanders und Biden sind politisch so weit voneinander entfernt wie Biden und Trump. Wenn die Demokraten sich für Biden entscheiden ist die Wahl vorbei, vier weitere Jahre Trump.

    Sanders-Sympathisanten werden Biden nicht unterstützen.
    • Hansdamp_f 04.03.2020 12:46
      Highlight Highlight @bettertrap: Wenn Sanders-Wähler so handeln, dann sollen sie einfach nie mehr motzen, wenn der Orange weiter die Welt zur Sau macht.

      Kindergarten.
    • Locutus70 04.03.2020 12:51
      Highlight Highlight Soweit sind Biden und Trump politisch nicht voneinander weg ^^
    • Eiswalzer 04.03.2020 13:19
      Highlight Highlight Und sämtliche moderaten Demokraten werden kaum Sanders wählen, vor allem in entscheidenden Staaten. Biden ist die bessere von 2 schlechten Möglichkeiten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rychro 04.03.2020 12:29
    Highlight Highlight Wir wäre es mit einem Ticket Biden/Sanders? Sprich Sanders am Vize ins Boot nehmen.
    • Aerohead 04.03.2020 13:08
      Highlight Highlight Das war auch mein erster Gedanke. Aber zwei alte, weisse Männer? Das dann wohl doch eher nicht.

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