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epa08067536 Former US president Barack Obama talks on stage at an Obama Foundation event in Kuala Lumpur, Malaysia, 13 December 2019. Obama and his wife Michelle are in Kuala Lumpur for the inaugural Leaders: Asia-Pacific conference, focused on promoting women's education in the region.  EPA/FAZRY ISMAIL

Barack Obama bei einem Auftritt im letzten Dezember in Malaysia. Bild: EPA

Analyse

Barack Obama wird zum Königsmacher bei den Demokraten

Vor dem Super Tuesday schliessen die gemässigten Kandidaten bei den Demokraten die Reihen hinter Joe Biden. Sein ehemaliger Boss spielt hinter den Kulissen eine wichtige Rolle.



Das US-Wahljahr ist noch jung und schon reich an Überraschungen. Vor zwei Wochen galt der frühere Vizepräsident Joe Biden als «dead man walking». Er hatte bei den Vorwahlen der Demokraten in Iowa und New Hampshire desaströs abgeschnitten. Sein baldiger Rückzug als Anwärter auf die US-Präsidentschaft schien Formsache zu sein.

Mit dem zweiten Platz in Nevada konnte sich Biden ein wenig auffangen. Dann folgte am letzten Samstag die Vorwahl in South Carolina, und nun ist alles anders. Dank dem enormen Rückhalt bei der schwarzen Wählerschaft gelang ihm ein triumphaler Erfolg. Auf einmal ist Joe Biden der einzige ernsthafte Kandidat des gemässigten Parteiflügels.

Former Democratic presidential primary candidate Pete Buttigieg endorses Joe Biden, during an event at the Chicken Scratch restaurant the night before Super Tuesday primary voting, on Monday night, March 2, 2020 in Dallas. (Juan Figueroa/The Dallas Morning News via AP)

Joe Biden (l.) freut sich in Dallas über den Support von Pete Buttigieg. Bild: AP

Denn seither haben sich Pete Buttigieg und Amy Klobuchar aus dem Rennen abgemeldet. Beide vertreten ebenfalls moderate Positionen. Am Montagabend stellten sie sich bei einem Wahlkampfauftritt in Dallas (Texas) offiziell hinter Biden, zusammen mit dem ehemaligen Kongressabgeordneten Beto O’Rourke, dem früh gescheiterten Ex-Hoffnungsträger.

Obama telefonierte mit Buttigieg

Der Ort war keineswegs zufällig gewählt. Texas ist neben Kalifornien der gewichtigste Bundesstaat, in dem am heutigen Super Tuesday gewählt wird. Joe Biden liegt in den Umfragen hinter Bernie Sanders, allerdings nur relativ knapp. Ein prestigeträchtiger Sieg in diesem bedeutenden Staat könnte seiner Kandidatur zusätzlichen Schub verleihen.

Dennoch erstaunt das Timing des Rückzugs von Buttigieg und Klobuchar. Man hätte ihnen zugetraut, mindestens bis zum Super Tuesday durchzuhalten. Hier spielte womöglich eine Person eine Rolle, die sich aus den Vorwahlen bisher rausgehalten hat: Barack Obama. Zumindest im Fall von Pete Buttigieg hat er sich unauffällig eingeschaltet.

So telefonierte der frühere Bürgermeister von South Bend am letzten Sonntag nicht nur mit Joe Biden, sondern auch mit Obama, wie die «New York Times» mit Berufung auf einen demokratischen Parteifunktionär berichtete. Der Ex-Präsident habe den 38-jährigen Buttigieg nicht direkt zur Unterstützung von Biden aufgefordert, ihn aber daran erinnert, dass er einen «beträchtlichen Einfluss» habe und sich überlegen solle, wie er diesen am besten einsetzen könne.

Vice President Joe Biden laughs as President Barack Obama talks about him during a ceremony in the State Dining Room of the White House in Washington, Thursday, Jan. 12, 2017. Obama surprised Biden an presented him with the Presidential Medal of Freedom. (AP Photo/Susan Walsh)

Obama und sein einstiger Vize haben nach wie vor regelmässig Kontakt. Bild: AP/AP

Konkret habe Obama darauf hingewiesen, dass Buttigieg mit einer Unterstützung Bidens dazu beitragen könne, eine «starke zentristische Herausforderung» für Bernie Sanders’ progressive Bewegung zu erzeugen. Buttigieg scheint es sich zu Herzen genommen zu haben. Nachdem er eine Nacht darüber geschlafen hatte, stellte er sich hinter Biden.

Obamas zwiespältiges Image

Am Wochenende hat Barack Obama gemäss CNN auch mit seinem einstigen Vize telefoniert und ihm zum Sieg in South Carolina gratuliert. Eine dem früheren Präsidenten nahe stehende Person betonte, Obama wolle nicht direkt in den Vorwahlkampf eingreifen. Er fürchte, eine offene Unterstützung für Biden könnte «nach hinten losgehen».

Dies reflektiert die zwiespältige Haltung vieler Demokraten gegenüber dem Ex-Präsidenten. Barack Obama gilt noch immer als Lichtgestalt, die umso heller strahlt, je mehr sein Nachfolger die Würde des Amtes besudelt. Viele Afroamerikaner verehren den ersten schwarzen Präsidenten, Joe Biden beruft sich regelmässig auf seinen früheren Boss.

Die jungen, enthusiastischen Anhänger von Bernie Sanders aber beurteilen Obama kritisch. Sie werfen ihm eine zu grosse Nähe zur Wall Street vor. Er habe zu wenig gegen die grassierende Ungleichheit unternommen. Ausserdem geben sie ihm die Schuld daran, dass die Demokraten vor vier Jahren Hillary Clinton und nicht ihr Idol nominiert haben.

Die Reihen hinter Biden schliessen

Dies dürfte erklären, warum Obama zögert, sich mit seinem einstigen Vize zu solidarisieren, mit dem er nach wie vor regelmässig in Kontakt steht. Der Ex-Präsident wolle dazu beitragen, die Partei am Ende des Vorwahl-Prozesses zu vereinen und in den Kampf gegen Donald Trump zu führen, sagte die mit Obama vertraute Person zu CNN.

Eine zu frühe Einmischung könnte die Spaltung vertiefen. Hinter den Kulissen aber dürfte sich Obama weiter als «Königsmacher» betätigen und dazu beitragen, die Reihen der «Moderaten» hinter Joe Biden zu schliessen. In den letzten Tagen haben zahlreiche gewichtige Parteiexponenten dem 77-Jährigen ihre Unterstützung zugesagt.

Democratic presidential candidate former New York City Mayor Mike Bloomberg looks to a protester during a FOX News Channel Town Hall, co-moderated by FNC's chief political anchor Bret Baier of Special Report and The Story anchor Martha MacCallum, at the Hylton Performing Arts Center in Manassas, Va., Monday, March 2, 2020. (AP Photo/Carolyn Kaster)
Mike Bloomberg,Bret Baier,Martha MacCallum

Mike Bloomberg (r.) wurde am Montag in einer Fox-News-Townhall als Beschützer von Rassisten und Vergewaltigern beschimpft. Bild: AP

Ein Unsicherheitsfaktor bleibt Mike Bloomberg, der erst am Super Tuesday ins Rennen einsteigt und das gleiche Wählersegment umwirbt. Seine Kandidatur aber hebt trotz gewaltigem finanziellem Einsatz nicht richtig ab. Schneidet der frühere Bürgermeister von New York schlecht ab, könnte er sich schon bald zugunsten von Biden zurückziehen.

Warren lauert auf ihre Chance

Der Sanders-Anhang beobachtet die Vorgänge im moderaten Lager mit Unmut. Denn der Senator aus Vermont muss sich auf dem linken Flügel mit Elizabeth Warren herumschlagen. Obwohl sie überhaupt nicht auf Touren kommt, macht sie keine Anstalten, das Rennen aufzugeben. Vielmehr deutet sie an, bis zum Parteikonvent im Juli durchhalten zu wollen.

Welche/r demokratische KandidatIn setzt sich durch?

Insgeheim hofft die Senatorin wohl, sich doch noch als Alternative zu den «alten weissen Männern» aufdrängen zu können, obwohl sie mit 70 Jahren auch nicht mehr taufrisch ist. Ausgeschlossen ist es in diesem turbulenten Vorwahl-Zyklus nicht. Derzeit aber läuft die Roulette-Kugel für Joe Biden, getreu dem Grundsatz «Totgesagte leben länger».

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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 04.03.2020 09:00
    Highlight Highlight Hahahaa!
    Der "Schwarze Teufel" ist zurück und heizt dem "Orangen Ballon" mächtig ein, so dass dieser zu platzen droht.
    Trump wird also nebst "Tschaina!" auch wieder häufiger "Obama!" sagen und dabei (scheinbar) vielsagend und inbrünstig in die Menge seiner gleichgeschalteten Republikaner-Teaparty-Fans schauen.
    Denn diese beiden, schwarz-magischen Worte sind gleichbedeutend mit "Luzifer!".
  • dho 04.03.2020 01:22
    Highlight Highlight Again&again: bei uns hätte Sanders die Wahl zwischen dem gemäßigten Flügel und dem sozialen Flügel der CVP.

    Und das sagt viel darüber aus, wer die Politik in den USA (dem größten shithole der welt) bestimmt
  • Sapere Aude 03.03.2020 23:46
    Highlight Highlight Jupl, Obama hat ein Machtwort gesprochen und Wine Cave Pte und Amy zurückgepfiffen. Damit besiegelt er den Sieg von Trump. Wäre ja nicht so gewesen, dass die Moderaten nicht genügen Zeit gehabt hätten und einen Kandidaten ausser Biden aufzubauen.
  • ray c 03.03.2020 20:53
    Highlight Highlight Biden ist ein gruseliger alter Mann, dann lieber noch Trump.
  • Triple A 03.03.2020 19:36
    Highlight Highlight Ich bin für Donald - Duck!
  • Locutus70 03.03.2020 17:12
    Highlight Highlight Wenn das Establishment der Demokraten (inclusive Ex-Präsident Obama) sich nun alle gegen Bernie Sanders stellen: Warum haben sie dann seine Kandidatur für die demokratische Partei überhaupt akzeptiert?

    Vielleicht aus Angst er könnte als unabhängiger Kandidat einem Kandidaten der Demokraten Wählerstimmen kosten?
    • Kubod 03.03.2020 20:30
      Highlight Highlight @Locutus70
      Ne. Nennt sich Demokratie
  • FrancoL 03.03.2020 16:29
    Highlight Highlight Die ganze Posse der DEMs kann man wie unten schon erwähnt wurde unter dem Titel:

    LIEBER Trump als Sanders

    zusammenfassen.

    Damit wird aber auch die Zeit nach Trump (2024) nicht einfacher liebe Demokraten.

    • tagomago 03.03.2020 22:50
      Highlight Highlight War schon lange klar. Alles 1%ler
  • s_rosenthaler 03.03.2020 16:25
    Highlight Highlight Ich würde eine Altersobergrenze für Politiker begrüssen (auch bei uns in der Schweiz).
  • BS46 03.03.2020 16:18
    Highlight Highlight Der Königsmacher bewegt sich hier auf sehr dünnem Eis. Wenn er Biden ofiziell unterstützen sollte und dieser (und auch die Anderen) trotzdem weniger Stimmen als Bernie holt, so hat er sich verkalkuliert. Biden müsste darauf Bernie offen unterstützen um die demokratische Partei zu retten. Tut er dies nicht, so gewinnt Trump im Herbst. Obama, Clinton, die sich offen gegen Bernie aussprach, und auch Biden werden als das Ende des DNC in die Geschichte eingehen. Vielleicht kommt alles anders und Biden holt doch mehr Stimmen als Bernie. Darauf würde ich jedoch nicht setzen.
    Und Obama auch nicht.
    • Locutus70 03.03.2020 17:16
      Highlight Highlight @BS46 - Sehe ich ähnlich. Beim letzten Mal hatten ja die Republikaner ein ähnliches Fiasko: Das Establishment wollte Cruz verhindern, Kasich auf den Thron hieven und hat am Ende Trump (den niemand ernsthaft auf der Rechnung hatte) bekommen.
    • BS46 03.03.2020 18:08
      Highlight Highlight @Locutus70
      Das gleiche GOP Establishment wurde dann von der eigenen Wählerschaft positiv überrascht, da Trump doch gegen Clinton gewann.
      Die moralisch unterirdischen Wähler der Republikaner begrüssten diesen Kurs bis jetzt und waren sich nicht zu schade jegliche Tabus zu brechen. Sie haben den Willen der Wähler also erfolgreich umgesetzt. Nun kann sich die DNC hinterfragen und sich dem progressiven Wandel in ein neues Amerika fügen oder Bernie und damit einen grossen Teil der eigenen Wähler erfolglos bekämpfen.
  • Domino 03.03.2020 16:02
    Highlight Highlight Da floss wohl Geld im Hintergrund....
  • Ravel 03.03.2020 15:47
    Highlight Highlight Wenn die Demokraten tatsächlich auf Biden setzen, ist ihnen echt nicht mehr zu helfen. Sie hatten jetzt mehr als vier Jahre Zeit um zu begreifen, woher der Wind weht und was 2016 schief gelaufen ist.
    • Lett 03.03.2020 17:48
      Highlight Highlight Absolut richtig. Wenn die Demokraten gewinnen wollen, brauchen sie jemanden, der linken an die Urne zieht. Establishment-Biden schafft die etwa so gut wie Hillary.
      Warren und Sanders haben meiner Meinung nach eine Chance gegen Trump, Biden wird wohl den kürzeren ziehen, falls er antreten darf.
    • xenixe (wants cookies for all) 04.03.2020 10:08
      Highlight Highlight Naja, was damals auch schief gelaufen ist, ist dass die Parteispitze Hilary durchgeboxt hat, obwohl in den Wahlkreisen für Sanders die Stimme abgegeben wurde. Damit vergrault man halt auch Wähler, wenn deren Wille ignoriert wird. Ich kann nicht einschätzen, ob Biden (oder sonst wer) überhaupt eine Chance gegen Trump hat, wenn alles was nicht in die persönliche Weltanschauung passt einfach als Fake News abgetan wird, keine Beweise oder Erklärung nötig, wenn die Leute glauben, weil sie glauben wollen.
  • Doradal 03.03.2020 15:43
    Highlight Highlight Die „Moderaten“ werden in amerikanischen Kreisen eher Zentristen genannt. Ihre Parole ist es zu beschwören, dass sich in der US Politik nichts drastisches ändern lässt und Bernie Sanders ein Revolutionär ist. Wenn man die US Politik seit dem Ende des zweiten Weltkriegs betrachtet und sich überlegt, wem geholfen wird und auf wen die Kosten abgewälzt werden, wird schnell klar, dass sich eben etwas drastisch ändern muss. Die Zentristen haben in den letzten 35 Jahren den Mittelstand stetig ausgehöhlt und sichergestellt, dass die Reichen noch reicher werden.
    • Dirk Leinher 03.03.2020 16:18
      Highlight Highlight @Doradal
      Genau und es spielte absolut keine Rolle ob der amtierende Präsident ein Rep oder ein Dem war.
    • Doradal 05.03.2020 16:29
      Highlight Highlight Ich wär mir nicht so sicher, dass Bernie nicht gewählt werden würde. Dem amerikanischen Volk geht es seit dem aufkommen des Neoliberalismus schlecht. 2016 hatten sie dann die Nase voll von den Zentristen, ob Dem oder Rep. Darum auch die Wahl von Trump der bekanntlich weit rechts aussen politisiert. Viele Amis haben ihn gerade deswegen gewählt, weil er eine Änderung verkörperte, nicht dieselbe Leier wie seit den 80er. Hillary und auch Biden verkörpern genau das Bild des amerikanischen Politikers, der nie etwas für den Mittelstand getan hat. Sanders verkörpert etwas anderes (wie trump).
  • Gustibrösmälie 03.03.2020 15:42
    Highlight Highlight Echter Wandel sieht nicht nach Biden aus.
  • felixJongleur 03.03.2020 15:33
    Highlight Highlight Joe Biden, ich glaube es nicht, der gute Mann hat einen heftigen Aussetzer nach dem anderen, der wird sowas von auseinandergenommen von Trump & Konsorten, siehe bspw. nur schon was Tucker Carlson jetzt schon raushaut. Und sein früheres Abstimmungsverhalten oder die Geschäfte seines Sohnemannes sind da noch nicht mal mit reingenommen. Das Motto bei den Dems lautet offenkundig, lieber Trump als Sanders.

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    • Billy the Kid 03.03.2020 18:22
      Highlight Highlight In einem anderen Video einer Wahlkampfveranstaltung bewirbt sich Biden für den Senat und nicht für die Präsidentschaft.
    • Dirk Leinher 04.03.2020 07:07
      Highlight Highlight Ist Joe Biden eventuell sogar ein Trump Wahlhelfer der aus Russland bezahlt wird?
  • Garp 03.03.2020 15:24
    Highlight Highlight Ich bin kein Prophet darum stimme ich nicht ab. Mein Herz schlägt für Sanders, er wird aber von den Demokraten ein weiteres Mal abgewürgt. Denke aber, er hätte auch nicht wirklich eine Chance, nicht alle Wähler sind jung und bereit für eine soziale Demokratie.
    • SoullessStone 03.03.2020 16:52
      Highlight Highlight Muss er eben gerade nicht. Die Trump-Basis wird wieder Trump wählen, egal welcher Gegenkandidat. Sanders schafft es im Gegensatz zu Biden, die Leute and die Urne zu bringen, welche 2016 wegen fehlender Option nicht wählen gingen. "Trump/Clinton=Establishment, who cares who wins...."
    • Garp 03.03.2020 17:11
      Highlight Highlight Viele Trumpwähler sind Fanatiker, die man nicht mehr mit Argumenten erreichen kann. Die sind zufrieden, wenn sie z.B. ihre Waffe in dieser so bedrohlichen Welt behalten dürfen. Dass man eine Welt gestalten kann, die weniger bedrohlich ist, kommt denen gar nicht in den Sinn.
    • Sandro Lightwood 03.03.2020 17:51
      Highlight Highlight QR-Code, die Wahl wird wohl nur durch Mobilisierung zu gewinnen sein. Da ist Biden chancenlos.
    Weitere Antworten anzeigen
  • der_senf_istda 03.03.2020 15:21
    Highlight Highlight Bleibt Warren im Rennen, so hilft dies Biden.
    Warren nimmt hauptsächlich Sanders Stimmen weg und verhindert so, dass er auf über 50% der Stimmanteile kommt.
    • weissauchnicht 03.03.2020 16:19
      Highlight Highlight Oder Sanders zieht sich nach dem Super Tuesday zugunsten von Warren zurück, was je nach dem durchaus auch Sinn machen könnte.
      Auch wenn ich viel mehr mit Sanders sympathisiere, habe ich gewisse Zweifel, dass man den alten weissen Mann im weissen Haus mit einem noch älteren weissen Mann da raus bekommt.
    • alessandro 03.03.2020 18:31
      Highlight Highlight Sanders für Warren zurückziehen? Die Frau mit der miserabelsten Taktik? Nein, Warren ist jetzt Puppe des DNC und hat den Schadensauftrag gegenüber Bernie.
    • Michi Sunnestich 03.03.2020 19:28
      Highlight Highlight Seh ich genauso... Warren scheint taktisch die schlauere Wahl, da sie ein glaubhaftes Gegengewicht zu Trump und seinen „Old White Man“-Werten darstellt. Allerdings tickt man halt im Amiland alles andere als metrisch ;)

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