International

Prozess gegen Panamas Ex-Diktator Noriega abgesagt

Zahlreiche Menschen in Panama leiden unter Armut. Drogen sind immer noch verbreitet. 
Zahlreiche Menschen in Panama leiden unter Armut. Drogen sind immer noch verbreitet. Bild: EPA/EFE

Prozess gegen Panamas Ex-Diktator Noriega abgesagt

21.05.2015, 04:3321.05.2015, 09:03
Mehr «International»

Der Prozess gegen Panamas früheren Machthaber Manuel Noriega ist vorerst abgesagt worden. Er habe Rechtsmittel eingelegt und sei damit erfolgreich gewesen, teilte sein Anwalt Ezra Ángel am Mittwoch mit.

Noriega hätte sich ab Donnerstag wegen des Verschwindens des Oppositionellen Helidoro Portugal im Jahr 1970 vor Gericht verantworten sollen. 

Noriega sitzt schon sehr lange im Gefängnis 

Seine Verteidiger argumentieren, ihr Mandant dürfe nicht wegen Vorwürfen belangt werden, die über jene Straftaten hinausgehen, die für seine Auslieferung 2011 aus Frankreich relevant waren.

Noriega verbüsst derzeit bereits eine 20-jährige Freiheitsstrafe wegen des sogenannten Massakers von Albrook. Der einstige Verbündete der USA war Ende der 1980er Jahre wegen seiner Verbindungen zum kolumbianischen Medellín-Kartell in Ungnade gefallen und ihm Rahmen der Militärintervention «Just Cause» gestürzt worden. 

Wegen Drogenhandels sass der ehemalige Diktator in den Vereinigten Staaten rund 20 Jahre in Haft. Später wurde er in Frankreich wegen Geldwäsche verurteilt und später nach Panama ausgeliefert. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Von der Leyen hat keinen Bock mehr auf Orban und ordnet Boykott gegen Ungarn an
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen reagiert mit einer Boykott-Entscheidung auf die Alleingänge von Ungarns Regierungschef Viktor Orbán in der Ukraine-Politik.

Die deutsche Spitzenpolitikerin liess ankündigen, dass an künftigen informellen Ministertreffen unter der Leitung der derzeitigen EU-Ratspräsidentschaft in Ungarn keine Kommissarinnen oder Kommissare, sondern nur ranghohe Beamte teilnehmen werden.

Zur Story