International
Australien

Australien: Blutiges Ende nach Jagd auf Polizistenmörder

Australien: Blutiges Ende nach Jagd auf Polizistenmörder

Der seit Ende August gesuchte Schütze Dezi Freeman ist bei einem Polizeieinsatz im australischen Bundesstaat Victoria getötet worden.
30.03.2026, 07:4630.03.2026, 07:46

Nach Polizeiangaben kam es zu einer rund dreistündigen Konfrontation, bevor der 56-Jährige schliesslich von Beamten erschossen wurde.

epa12859652 The scene of a police operation at a rural property at Tholongolong, Australia, 30 March 2026. Fugitive Dezi Freeman, who is accused of fatally shooting two police officers in the state of ...
Freeman wurde auf einem abgelegenen Grundstück in Tholongolong im Staat Victoria erschossen.Bild: keystone

Spezialeinheiten hatten Freeman am Morgen (Ortszeit) auf einem abgelegenen Grundstück in einer Container-ähnlichen Struktur nahe der Ortschaft Thologolong im Bundesstaat Victoria aufgespürt. Er galt als einer der meistgesuchten Verbrecher des Landes.

Was war passiert?

Vor sieben Monaten hatte er auf seinem Grundstück nahe der Ortschaft Porepunkah, rund 300 Kilometer nordöstlich von Melbourne, das Feuer auf Polizeibeamte eröffnet. Zwei Polizisten wurden getötet, ein weiterer schwer verletzt. Freeman entkam bewaffnet in dicht bewaldetes Gelände – der Beginn einer beispiellosen Grossfahndung. Freemans Ehefrau Amalia, die drei Kinder mit ihm hat, forderte ihn öffentlich auf, sich zu stellen.

Über Monate hinweg durchkämmten Hunderte Einsatzkräfte das schwer zugängliche Gebiet, unterstützt von Hubschraubern, Drohnen und Hundestaffeln. Die Behörden warnten wiederholt, der Gesuchte sei «gemeingefährlich».

Australischer «Reichsbürger»

Freeman wurde der sogenannten «Sovereign Citizens»-Szene zugerechnet – einer ideologischen Strömung, die mit den deutschen «Reichsbürgern» vergleichbar ist. In Medienberichten und Gerichtsdokumenten wurde er als vorbestrafter Waffennarr beschrieben, der gegen jede staatliche Autorität aufbegehrte.

Die Ermittlungen dauern unterdessen an. Die Polizei prüft insbesondere, ob Freeman während seiner Flucht Unterstützung aus dem Umfeld erhalten hat. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Bericht: Trump prüft Militäreinsatz im Iran, um Uran zu bergen
US-Präsident Donald Trump erwägt einem Medienbericht zufolge im Iran einen Militäreinsatz zur Bergung von rund 400 Kilogramm hochangereichertem Uran. Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich dies für die dafür nötigen Bodentruppen wäre.
Zur Story