USA stoppen Vermittlung zwischen Russland und Ukraine
Die USA werden vorerst nicht mehr zwischen Russland und der Ukraine vermitteln. Das kündigte US-Aussenminister Marco Rubio beim Treffen der Nato-Aussenminister im schwedischen Helsingborg an.
Die USA seien bislang die einzigen gewesen, mit denen sowohl Moskau als auch Kiew sprechen wollten. Die Vermittlungsbemühungen hätten jedoch «keine Ergebnisse» gebracht, sagte Rubio. Gleichzeitig betonte er, Washington stehe weiterhin bereit, diese Rolle bei Bedarf erneut zu übernehmen.
Scharfe Kritik an den bisherigen Gesprächen äusserte der deutsche Sicherheitsexperte Nico Lange. Auf X sprach er von einem «Verhandlungstheater». Die USA hätten der Ukraine im Wesentlichen immer wieder russische Forderungen überbracht, etwa Gebietsabtretungen im Donbass.
Europa dürfe nun nicht denselben Fehler machen und ebenfalls lediglich russische Positionen weiterreichen, warnte Lange. (mke)
