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Deutschland setzt auf Rohstoff-Partnerschaft mit Australien

epa12705354 German Foreign Minister Johann Wadephul (R) and Australian Foreign Minister Penny Wong (L) speak to the media during a press conference with German Foreign Minister Dr Johann Wadephul at P ...
Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul beim Treffen mit seiner australischen Amtskollegin Penny Wong.Bild: keystone

Deutschland setzt auf Rohstoff-Partnerschaft mit Australien

Deutschland und Australien wollen ihre Zusammenarbeit beim Import kritischer Rohstoffe aus «Down Under» weiter ausbauen.
05.02.2026, 07:4705.02.2026, 07:47

«Euer Land ist für uns ein wichtiger Partner bei der Diversifizierung unserer Lieferketten», sagte der deutsche Aussenminister Johann Wadephul nach einem Treffen mit seiner australischen Amtskollegin Penny Wong in der Hauptstadt Canberra. «Viele kritische Rohstoffe wie Lithium werden hier gewonnen, und wir haben grosses Interesse, unsere Zusammenarbeit im Rohstoffbereich, gerade bei strategisch wichtigen Mineralien, weiter auszubauen.»

Australien betreibt grösste Lithium-Mine der Welt

Ein Beispiel dafür findet sich südlich von Perth an der Westküste, wo in dem Ort Greenbushes die grösste Hartgestein-Lithiummine der Welt betrieben wird. Das «weisse Gold» steckt in modernen Technologien vom E-Auto-Akku bis zum Smartphone. Die Mine erstreckt sich über mehr als 2'000 Hektar und liefert etwa 20 Prozent der weltweiten Fördermenge. Das Land verfügt zudem über riesige Vorkommen an seltenen Erden wie Neodym und Terbium, die für die Herstellung von Hochleistungsmagneten benötigt werden.

Die Partnerschaft bei der Ausbeutung von Mineralienvorkommen sei mit einem gewissen Preisschild verbunden, räumte Wadephul ein. «Dazu müssen wir auch bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen, weil die Erschliessung dieser Rohstoffe teilweise kostenträchtig ist», betonte er. «Aber gleichzeitig wissen wir, dass gerade Deutschland auf derartige Rohstoffe dringend angewiesen ist.»

Neuer Anlauf für Freihandelsabkommen

Wichtig in diesem Zusammenhang sei auch ein zügiger Abschluss des geplanten Freihandelsabkommens zwischen der EU und Australien, sagte der CDU-Politiker. Nach dem vorläufigen Scheitern der Gespräche 2023 wegen Streitigkeiten über Agrarimporte laufen aktuell neue Verhandlungen. Wenn es nach ihm ginge, sollte so schnell wie möglich eine Einigung erzielt werden, sagte Wadephul – «möglichst noch in diesem Jahr».

Auch Australiens Aussenministerin Wong äusserte ihre Hoffnung, dass in naher Zukunft ein solches Abkommen zwischen «gleichgesinnten Ländern» abgeschlossen werde – «gerade in einer Zeit, in der wir nicht nur Herausforderungen, sondern auch tiefgreifende Veränderungen und Umbrüche weltweit erleben». Wadephul betonte: «Wir glauben, dass alle Handelsbarrieren abgebaut werden müssen und wir glauben, dass die Europäische Union und auch Australien bei so einem Abkommen gewinnen würden.» (sda/dpa)

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