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Abschuss des Flugs MH17: 1 Ukrainer und 3 Russen wegen Massenmordes angeklagt



FOR STORY UKRAINE MH17 WHERE THINGS STAND - FILE - In this Sunday, July 20, 2014 file photo Ukrainian Emergency workers carry a victim's body in a body bag as pro-Russian fighters stand guard at the crash site of Malaysia Airlines Flight 17 near the village of Hrabove, eastern Ukraine. A year since a Malaysia Airlines Boeing 777 was blown out of the sky over war-ravaged eastern Ukraine, killing 298 people, there has been little definitive progress in determining what brought down Flight MH17. (AP Photo/Evgeniy Maloletka, file)

Rettungskräfte bergen eine Leiche. Bild: AP/AP

Knapp fünf Jahre nach dem Abschuss eines Passagierflugzeugs über der Ukraine haben die Ermittler die ersten Haftbefehle gegen vier mutmassliche Täter ausgestellt. Vier hochrangige prorussische Rebellen würden wegen mehrfachen Mordes strafrechtlich verfolgt, kündigten die Ermittler am Mittwoch in Nieuwegein bei Utrecht an.

Drei sind den Angaben zufolge russische Staatsbürger, einer ist Ukrainer. Der Strafprozess gegen die vier Männer wegen 298fachen Mordes solle am 9. März 2020 in den Niederlanden beginnen, erklärte der leitende niederländische Staatsanwalt Fred Westerbeke. «Das ist ein wichtiger Schritt.»

epa07657675 Fred Westerbeke of the Joint Investigation Team (JIT) at the press conference of the JIT on the ongoing investigation of the Malaysia Airlines MH17 crash in 2014, in Nieuwegein, The Netherlands, 19 June 2019. Reports state that Dutch prosecutors are to put four people on trial for murder next year over the shooting down of flight MH17 over Ukraine, in which 298 people were killed. The alleged suspects named are Igor Girkin, Oleg Pulatov, Sergey Dubinskiy, Leonid Kharchenko.  EPA/ROBIN VAN LONKHUIJSEN

Fred Westerbeke des Joint Investigation Team an der Pressekonferenz am Mittwoch. Bild: EPA/ANP

Die Boeing-777 der Malaysia Airlines mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli 2014 über der Ostukraine von einer Luftabwehrrakete des russischen Typs Buk abgeschossen worden. 298 Menschen starben, die meisten waren Niederländer. Am internationalen Ermittlerteam JIT beteiligen sich die Niederlande, Malaysia, die Ukraine, Australien und Belgien.

Internationale Haftbefehle

Die vier Hauptverdächtigen werden seit Mittwoch mit internationalem Haftbefehl gesucht: Ein Kommandant der pro-russischen Rebellen sowie ein weiterer hoher Offizier bei den Rebellen, ein früherer russischer Geheimdienstoffizier, und ein Kommandant der Rebellen in Donetsk.

Die vier Männer sollen verantwortlich dafür sein, dass die Luftabwehrrakete aus Russland in die Ostukraine transportiert worden war. Zwei der Verdächtigen sollen sich laut den Ermittlungen in Russland aufhalten, ein weiterer Mann sei zuletzt in der Ostukraine gesichtet worden.

Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, sagte Staatsanwalt Westerbeke. Weitere Haftbefehle wurden nicht ausgeschlossen.

Die Angehörigen von Opfern der Katastrophe reagierten positiv. «Dies ist der erste Schritt auf dem Weg zur Gerechtigkeit», sagte der Niederländer Hans de Borst. Die Ermittler hatten zuvor die Angehörigen über die neuen Erkenntnisse informiert.

Beweise vor einem Jahr veröffentlicht

Bereits vor einem Jahr hatten die Ermittler Beweise veröffentlicht, nach denen die Maschine über der Ostukraine mit einer Luftabwehrrakete des Typs Buk abgeschossen worden war. Das Waffensystem stammte demnach von der 53. Brigade der russischen Armee bei Kursk. Es war zuvor von Russland in die Ostukraine gebracht und anschliessend wieder zurücktransportiert worden.

Moskau weist allerdings strikt jede Verantwortung zurück und macht die Ukraine verantwortlich.

Es scheint bisher unwahrscheinlich, dass die Verdächtigen auch zum Prozess erscheinen werden. Der Prozess kann in den Niederlanden aber auch in Abwesenheit der Angeklagten stattfinden. Russland lehnt die Auslieferung eigener Staatsbürger ab. (aeg/sda/dpa)

Der Unglücksflug #MH17 – eine Chronik

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    Alle Leser-Kommentare
  • bebby 19.06.2019 19:57
    Highlight Highlight Eigentlich sollte man auch die Fluggesellschaft belangen, weil sie über Kriegsgebiet geflogen ist.
    • Kubod 19.06.2019 21:12
      Highlight Highlight Ne bebby
      Man sollte, wie das jetzt geschieht, die verantwortlichen Offiziere zur Rechenschaft ziehen.
      Propaganda bringt Menschen um.
      Die erlogene Geschichte, gezeigt in einem Interview des Propagandasenders RT, dass in einer Stadt in der Ostukraine eine Frau vergewaltigt und ihr Kind gekreuzigt wurde, hat viele Russen zu den Waffen getrieben.
      Die Frau ist eine Schauspielerin, die an anderen Kriegsschauplätzen mit ähnlichen, freierfundenen Geschichten im Fernsehen auftrat.
      Einige der Russen haben irgendwann begriffen und sind wieder nach Hause gegangen.Andere haben getötet oder wurden getötet.
    • Juliet Bravo 20.06.2019 03:07
      Highlight Highlight Da im Ukrainekrieg keine Seite vorher Raketen eingesetzt hat, die auf 10 km Höhe kommen, wurde der Luftraum darüber nicht gesperrt. Das war wohl ein Fehler. Da kann mE Malaysia Airlines nicht viel dafür. Konnten ja nicht ahnen, dass da russische Buks herangekarrt werden.
    • bebby 20.06.2019 06:21
      Highlight Highlight Ich bin definitiv kein Freund des russischen Regimes. Bin auch überzeugt davon, dass die Russen das absichtlich gemacht haben.
      Mir ist allerdings bis heute unverständlich, wieso diese Fluggesellschaft ihre Flugzeuge über die Ukraine fliegen liess, obwohl andere wie BA das bereits damals auf anraten der Regierung vermieden hatten.
      Mir als Flugpassagier wäre es wohler, wenn solche Gebiete grossräumig umflogen würden. Auch wenn es etwas mehr Kerosin kostet.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Domino 19.06.2019 18:06
    Highlight Highlight Ja Ja, eine BUK System fährt 15h von Kursk samt Unterstützungstruppen, Panzer, Soldaten und was sonst noch alles zu so einem Truppenverband gehört, hinter die feindlichen Linien in einem Kriegsgebiet, schiesst eine Rakete ab. Dabei wurde es von niemandem gesichtet🤔

    Nach dem Abschuss fährt es 15h zurück. Dabei gibt es keine Fotos, Satellitenbilder oder Gefechtsmeldungen. Schon ein bisschen komisch...

    Ah, die Ukraine hat selbst 60 BUK-Systeme.

    Play Icon
    • TingelTangel 19.06.2019 23:37
      Highlight Highlight Das kommt Raus wenn man sich nur noch auf You Tube Informiert.
    • Juliet Bravo 20.06.2019 02:39
      Highlight Highlight Gibt ja Fotos und alles - man sieht sogar, dass eine der Raketen fehlt.
    • Juliet Bravo 20.06.2019 02:45
      Highlight Highlight Der „Rebellen“-Kommandant hat sogar live getwittert, man habe ein „Vögelchen“ abgeschossen. Da war er noch im Glauben, sie hätten eine ukr. Militärmaschine abgeschossen. Der Tweet verschwand dann rasch, als er merkte, dass er eine B777 abgeschossen hat. Hab das damals „live“ mitverfolgt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum 19.06.2019 16:46
    Highlight Highlight Danke an das Watson-Team für die rasche Korrektur des Titels. Ohne Putins Machtspielchen und die verdeckte Invasion Russlands in der Ukraine wäre es nie zum Abschuss der MH17 gekommen. Der eigentlich verantwortliche für diesen Massenmord sitzt im Kreml in Moskau. Wo heute Cassis seine Aufwartung macht und von den super Beziehungen der Schweiz zu diesem Schurkenstaat Russland schwärmt.
  • ingmarbergman 19.06.2019 14:25
    Highlight Highlight Russen-Trolle und Putin-Verteidiger in 3,2,1...
    • Hierundjetzt 19.06.2019 15:08
      Highlight Highlight Sogar der Tagi hat seine Kommentarfunktion zu diesem Thema dichtgemacht.

      Soweit sind wir jetzt schon 🙄

      Kann man die Trollfabrik in St. Petersburg echt nicht mal schliessen 😤
    • Dong 19.06.2019 15:22
      Highlight Highlight Danke an die NATO-Groupies für die Einladung und Gruss zurück (aus der Schweiz!)
    • Hierundjetzt 19.06.2019 15:49
      Highlight Highlight Dong: bingo, der erste der nicht wahrhaben will, dass die Russen das Passagierflugzeug abgeschossen haben, weils sonst nicht in seine enge kalte Welt passt.
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