International
Brasilien

Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro muss 27 Jahre in Haft

FILE - Brazil's former President Jair Bolsonaro stands at the entrance of his home where he is under house arrest in Brasilia, Brazil, Tuesday, Sept. 2, 2025. (AP Photo/Luis Nova, File)
Brazil Bo ...
Der ehemalige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro am Eingang seines Hauses, wo er unter Hausarrest steht, in Brasilien am 2. September 2025.Bild: keystone

Brasiliens Ex-Präsident Bolsonaro muss 27 Jahre in Haft

25.11.2025, 19:5325.11.2025, 19:53

Wegen eines Putschversuchs muss der brasilianische Ex-Präsident Jair Bolsonaro mehr als 27 Jahre in Haft. Der Oberste Gerichtshof in Brasilia erklärte das Urteil für rechtskräftig. Demnach können die Anwälte des ehemaligen Staatschefs (2019-2022) keine weiteren Rechtsmittel mehr einlegen, wie brasilianische Medien übereinstimmend berichteten. Damit ist der Weg für die Vollstreckung der über 27-jährigen Haftstrafe wegen versuchten Staatsstreichs frei. Das Gericht muss nun ein Datum und einen Ort für den Strafantritt festlegen. Wegen seines schlechten gesundheitlichen Zustands war zunächst unklar, ob Bolsonaro die Strafe in einem Gefängnis verbüssen muss.

Bolsonaro war bereits am Wochenende präventiv festgenommen worden, nachdem er versucht hatte, seine elektronische Fussfessel zu manipulieren. Er räumte ein, das Überwachungsgerät mit einem Lötkolben bearbeitet zu haben. Bundesrichter Alexandre de Moraes sprach von einem «konkreten Fluchtrisiko» und einer «Bedrohung der öffentlichen Ordnung». Wegen Verstössen gegen gerichtliche Auflagen stand der 70-Jährige bereits seit August unter Hausarrest.

Bolsonaro war im September wegen eines Putschversuchs nach seiner Wahlniederlage gegen den amtierenden Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva vom Obersten Gerichtshof zu 27 Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Dobrindt will Berliner Enteignungspläne mit Bundesgesetz erschweren
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will Vergesellschaftungen auf Landesebene deutlich erschweren. Hintergrund sind Pläne einer möglichen rot-grün-roten Regierung in Berlin, grosse Wohnungskonzerne zu vergesellschaften.
Alexander Dobrindt kündigt dafür ein neues «Investitionsschutzgesetz» an. «Wir werden deutlich machen, dass willkürlicher linker Vergesellschaftungs-Fetisch mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist», sagte der CSU-Politiker der «Bild».
Zur Story