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In this photo issued by ITV, showing Britain's Conservative Party leadership candidates Boris Johnson, left, and Jeremy Hunt, during a live head-to-head TV debate hosted by ITV at their studios in Salford, England, Tuesday July 9, 2019. The two contenders, Jeremy Hunt and Boris Johnson are competing for votes from party members, with the winner replacing Prime Minister Theresa May as party leader and Prime Minister of Britain's ruling Conservative Party. (Matt Frost/ITV via AP)

Boris Johnson (links) und Jeremy Hunt sehen sich beide als ideale Neubesetzung für das britische Premierministeramt. Bild: AP

Die 3 besten Zitate aus der ersten TV-Debatte mit Boris Johnson

Boris Johnson und Jeremy Hunt – beide Anwärter auf den Posten des britischen Premierministers – lieferten sich in der ersten TV-Debatte einen zuweilen gehässigen Schlagabtausch.



In der TV-Debatte, die am Dienstagabend ausgestrahlt wurden, lieferten sich die beiden Konkurrenten Boris Johnson und Jeremy Hunt einen harten Schlagabtausch. Das waren die besten Zitate:

«Hamsterrad des Schicksals»

Der amtierende Aussenminister Hunt warf seinem Rivalen und Amtsvorgängervor, beim Brexit nichts als «blinden Optimismus» zu bieten. Wer den Austritt Grossbritanniens aus der EU zu einem Erfolg machen wolle, müsse die «Details» kennen.

Johnson entgegnete, beim Thema Brexit habe bereits zu viel «Defätismus» geherrscht. Er wolle Grossbritannien seine «besonderen Kräfte» zurückgeben und das Land aus dem «Hamsterrad des Schicksals» befreien. Im Gegenzug warf Johnson seinem Nachfolger im Amt des Aussenministers vor, eine erneute Verschiebung des Brexit über den 31. Oktober nicht auszuschliessen.

«Werde nicht zurücktreten»

Boris Johnson sagte während der Debatte, dass er im Falle eines Erfolgs bei einer innerparteilichen Abstimmung als britischer Premierminister nicht zurücktreten werde, wenn er sein Versprechen auf einen EU-Austritt am 31. Oktober nicht einlösen kann.

«Ich will der EU nicht die Aussicht geben, dass sie meinen Rücktritt mit der Weigerung zu einem Abkommen befördern könnten», sagte Johnson. Er wirbt damit, dass er Grossbritannien um jeden Preis am 31. Oktober aus der EU führen wird, mit oder ohne Brexit-Abkommen.

Doch es gibt erhebliche Zweifel, ob er dafür einen glaubwürdigen Plan hat. Sowohl bei seinen Vorschlägen für eine Neuverhandlung des Brexit-Abkommens als auch bei seinen No-Deal-Plänen verstrickte er sich in Widersprüche. Zudem ist unklar, ob er sich mit einem No-Deal-Brexit gegen den Widerstand des Parlaments durchsetzen könnte.

«Brillante Eigenschaft für einen Politiker»

Obwohl Johnson der klare Favorit im Rennen um das Premierministeramt ist, schlug sich Hunt wacker und zeigte sich während der TV-Debatte kämpferisch. Der Aussenminister fiel dem früheren Bürgermeister von London immer wieder ins Wort und warf ihm vor, Fragen nicht zu beantworten.

Auf die Frage, welche Eigenschaft Hunt an Johnson am meisten bewundert, meinte dieser: «Ich bewundere Boris' Fähigkeit, Fragen nicht zu beantworten. Du stellst ihm eine Frage, er lächelt dir ins Gesicht, und du vergisst, was die Frage war. Das ist eine brillante Eigenschaft für einen Politiker.»

Harter Schlagabtausch

Entscheid am 23. Juli erwartet

Johnson und Hunt sind die letzten verbliebenen Kandidaten im Rennen um Mays Nachfolger an der Spitze der Tory-Partei und damit auch an der Regierungsspitze. Die Entscheidung liegt nun bei den 160'000 Parteimitglieder. Die Stimmzettel wurden bereits versandt, das Ergebnis der Abstimmung soll am 23. Juli verkündet werden.

Die Briten stimmten im Juni 2016 mit knapper Mehrheit für einen EU-Ausritt. Der Brexit musste aber bereits zwei Mal verschoben werden, weil das Parlament weder einem Ausscheiden ohne Abkommen noch dem von May mit Brüssel ausgehandelten Deal zustimmen wollte. (ohe/sda/dpa/afp)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Therealmonti 10.07.2019 13:40
    Highlight Highlight Dass Trump findet, Boris Johnson sei ein toller Typ und werde ein grossartiger Premier sein, disqualifiziert diesen eigentlich zu 100 Prozent.
  • In vino veritas 10.07.2019 10:25
    Highlight Highlight Man könnte es für eine Realsatiere halten. Johnson ist für den Brexit, tritt nach dem Brexit zurück im Wissen um die politische Selbstmordmission, welche schlussendlich selbst May nicht gelingt. Nur um nach May wieder anzutreten. Jetzt ist ein harter Brexit gut möglich und niemand würde ihn dafür belangen. 😁
  • Kaspar Floigen 10.07.2019 09:25
    Highlight Highlight Hat man mit dem Titel des Artikels nicht schon den Ausgang der Wahl vorabgenommen?
  • DemonCore 10.07.2019 09:23
    Highlight Highlight Brexit wird ein sehr teurer (für das UK) Schlag ins Wasser. Hunt ist minim realistischer als Bojo the Clown, der trotz seinen notorischen Lügen und seiner unverholenen Stiefelleckerei ggü Trump gewählt werden wird.

    Allerdings wird der europäische Mini-Trump vermutlich nur ein paar Monate regieren und dann Neuwahlen abhalten müssen.
  • Goldjunge Krater 10.07.2019 06:19
    Highlight Highlight Boris ist grossartig! Er wird ein toller Premierminister werden! 👍
    • Triumvir 10.07.2019 09:42
      Highlight Highlight Sein bisheriger Leistungsausweis als Aussenminister ist aber eher dürftig. Falls er bald noch mehr Macht erhält, dann gute Nacht...
    • Avenarius 10.07.2019 11:26
      Highlight Highlight ... genau, wie der Präsident in "Little Britain"!
      Warum um Himmels Willen, ist es so schwer, intelligente, reife, charismatische Menschen für solche Posten zu finden??
  • pamayer 10.07.2019 06:01
    Highlight Highlight Zuerst lässt sich England von einem Schaumschläger zum Brexit hinreissen, am Tag nach der Abstimmung verschwindet dieser, weil er nun arbeiten müsste, und nun ist er einer der 2 wählbaren Kandidaten.

    Ein Trauerspiel der lausigsten Sorte.

    England, du hättest besseres verdient.
    • RicoH 10.07.2019 09:34
      Highlight Highlight Warum zum Henker kommt in GB niemand auf die Idee, das Volk nochmals zum Austritt zu befragen?

      Könnte ja durchaus sein, dass sich damit die Probleme mit "Deal" or "no Deal" ganz einfach in Luft auflösen.

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