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Chinesische Behörden retten 64 Babys aus den Fängen eines Menschenhändlerrings

Chinesische Behörden retten 64 Babys aus den Fängen eines Menschenhändlerrings

24.04.2015, 18:4424.04.2015, 18:44

Die chinesische Polizei hat einen Babyhändlerring ausgehoben. Nach Angaben des Ministeriums für öffentliche Sicherheit wurden bei Razzien in sechs Provinzen 64 Babys gerettet.

Die meisten in China gehandelten Babys seien Knaben, sagte der Experte für Menschenhandel, Zhang Zhiwei, von der Universität für Politikwissenschaft und Recht in Peking am Freitag. Ein Grund sei, dass Buben in China traditionell Mädchen vorgezogen würden. Ein weiterer Faktor sei die trotz Lockerungen noch weit verbreitete Ein-Kind-Politik.

Mehr als 170 Verdächtige wurden bei den Razzien festgenommen, hiess es in der Mitteilung des Ministeriums vom Donnerstag. Einige der Babyhändler verkauften den Behörden zufolge Neugeborene sofort nach der Geburt.

Käufer würden selten bestraft, solange sie die Kinder nicht missbrauchten oder ihre Rettung behinderten, sagte Zhang. Viele dieser Kinder fänden ihre leiblichen Eltern niemals wieder, sagte Li Quifang von der Allianz für Vermisste Kinder in Yunnan. Sein vierjähriger Sohn wurde 2002 entführt. (sda/dpa)

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