International
Italien

Coronavirus: Erschütterndes Todesanzeigen-Video aus Italien

Medical staff wearing protective suits carry the coffin containing the body of Assunta Pastore, 87, after she passed away in her room at the Garden hotel in Laigueglia, northwest Italy, Liguria region ...
Italien ist vom Coronavirus besonders stark betroffen.Bild: AP

«Hat mir das Herz gebrochen» – erschütterndes Todesanzeigen-Video aus Italien

14.03.2020, 21:0115.03.2020, 14:23

In den sozialen Netzwerken wird seit Tagen und Wochen gepostet, was das Zeug hält. Bilder, Videos, Tipps, Zeitungsartikel, Kritik – die Menschen sind zuhause und haben Zeit.

Der Post des Italieners Giovanni Locatelli auf Facebook unterscheidet sich jedoch von den Millionen von anderen Inhalten, die derzeit aufrufbar sind.

Locatelli, in der Nähe von Bergamo im Norden Italiens wohnhaft, hat ein Video hochgeladen, das ihn beim Blättern durch die Todesanzeigen in einer Lokalzeitung zeigt. Diverse Medien haben es veröffentlicht.

«Guten Tag, liebe Freunde. Ich mache das, um euch eine Idee davon zu geben, wo wir stehen. ‹L’Eco di Bergamo› von Sonntag, 9. Februar. Eine Seite und eine halbe. Und nun schauen wir mal in ‹L’Eco di Bergamo› von heute, Freitag, 13. März. Eins. Zwei. Drei. Vier. Fünf. Sechs. Sieben. Acht. Neun. Und zehn. ‹Eine einfache Grippe.› Danke.»

Das Ziel von Locatelli: Die Menschen davor zu warnen, das Coronavirus zu unterschätzen. Es scheint, als sei ihm dies gelungen. Das Video wurde tausendfach retweetet und kommentiert.

«Das hat mir ehrlich gesagt das Herz gebrochen. Sie sahen nicht viel älter aus, als meine Eltern. Und die Art und Weise, wie wir uns gegenüber älteren Menschen verhalten, als ob ihr Leben keine Rolle spielt, ist wirklich schockierend.»
«Danke, dass du dies mit uns geteilt hast.»
«Absolut erschreckend. Gott gebe all diesen armen Seelen Ruhe und bringe Trost für ihre Familien.»
«Das ist herzzerreissend und öffnet die Augen.»

(rst)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Spanische Grippe – Die Mutter aller Pandemien
1 / 22
Spanische Grippe – die Mutter aller Pandemien
25 bis 50 Millionen Menschenleben kostete die Pandemie, die von 1918 bis 1920 auf der ganzen Welt wütete. Nicht mal der Erste Weltkrieg holte sich so viele Opfer. In absoluten Zahlen war die Spanische Grippe in etwa so verheerend wie die Pest von 1348: Der Schwarze Tod riss damals ein Drittel der europäischen Bevölkerung in den Tod. Spanisch nannte man die Grippe, weil die ersten Nachrichten über die Krankheit von dort herkamen. Im Bild: Das Militär-Notfallkrankenhaus im Camp Funston in Kansas 1918, wo das Virus mit hoher Wahrscheinlichkeit erstmals ausbrach. quelle: wikimedia ... Mehr lesen
Auf Facebook teilenAuf X teilen
«Ich habe keine Angst» – Diese Leute waren an der Langstrasse
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Flydubai-Co-Pilot soll Anschlag auf Flughafen Ben Gurion geplant haben
Nach dem mutmasslichen Terrorversuch auf einem Flydubai-Flug werden neue Details bekannt. Der festgenommene Co-Pilot soll geplant haben, die Maschine auf den Flughafen Ben Gurion zu stürzen. Ermittler gehen derzeit davon aus, dass er alleine handelte.
Der mutmassliche Angreifer auf Flydubai-Flug 1073 soll einen Anschlag auf den Flughafen Ben Gurion geplant haben. Das berichtet der israelische Sender Channel 12. Demnach habe der 29-jährige Co-Pilot Hamam al-Hammami bei Verhören angegeben, die Maschine absichtlich auf den Flughafen bei Tel Aviv stürzen zu wollen.
Zur Story