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Von der Leyen will Westbalkan «so eng wie möglich» an EU binden



EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen möchte die Länder des westlichen Balkans möglichst eng an die Europäische Union binden. «Ich denke, es ist in unserem gemeinsamen geostrategischen Interesse, den Westbalkan so nahe wie möglich an der Europäischen Union zu haben», sagte von der Leyen am Sonntag in Brüssel vor einem informellen EU-Westbalkan-Treffen.

epa08222771 European Commission President Ursula von der Leyen arrives for an informal summit between the EU and Western Balkans leaders at the EC headquarters in Brussels, Belgium, 16 February 2020. The leaders from the six Western Balkans countries (Albania, Bosnia and Herzegovina, Kosovo, Montenegro, North Macedonia and Serbia) are meeting with the EU's High Representative for Foreign Affairs and Security Policy Josep Borrell, as well as European Council President Charles Michel, Von Der Leyen and Croatian Prime Minister Andrej Plenkovic, to prepare the upcoming EU-Western Balkans summit in Zagreb scheduled for May 2020.  EPA/JULIEN WARNAND

Ursula von der Leyen möchte Westbalkan-Länder eng an die EU schliessen. Bild: EPA

Die EU habe die Methodik der Beitrittsverhandlungen geändert, um beiderseits neues Vertrauen aufzubauen, erklärte die Kommissionspräsidentin. Die neue Herangehensweise beschleunige Strukturreformen und schaffe eine glaubwürdige Aussicht für die Länder des westlichen Balkans, nach gewisser Zeit der EU beizutreten.

Der Von-der-Leyen-Stellvertreter und EU-Aussenbeauftragte Josep Borrell sagte auf die Frage, ob er den EU-Beitritt eines Landes aus der Region vor dem Ende seiner Amtszeit in viereinhalb Jahren erleben werde: «Ich hoffe es.» Man arbeite bei dem Treffen am Sonntag und Montag daran, den Balkanländern beim nächsten EU-Gipfel eine europäische Perspektive zu eröffnen.

Von der Leyen sagte, die Kommission wolle den Weg zu Beitrittsverhandlungen der EU mit Nordmazedonien und Albanien frei machen – möglichst vor dem Balkangipfel des kroatischen EU-Vorsitzes Anfang Mai in Zagreb. Für den Gipfel selbst bereite die Kommission ein Investitionspaket vor. Sie hoffe, dass die Mitgliedstaaten dem im Rat zustimmen werden.

Die Aufnahme von Verhandlungen über einen EU-Beitritt Nordmazedoniens und Albaniens war im Herbst vor allem am Widerstand des französischen Präsidenten Emmanuel Macron gescheitert. Er hatte zunächst eine Reform des Aufnahmeverfahrens gefordert – die EU-Kommission hatte dazu kürzlich einen Vorschlag vorgelegt. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Basti Spiesser 17.02.2020 12:05
    Highlight Highlight Haben ihr das die McKinsey-Berater gesagt?
  • Auric 17.02.2020 11:10
    Highlight Highlight Alles die richtigen Schritte für ein Grosshelvetien
    Benutzer Bild
    • ravendark 18.02.2020 11:02
      Highlight Highlight .... und die Welt wird besser, schöner, geschmeidiger, eleganter, more sexy ... it's Swiss Made :-)
  • Fairness 17.02.2020 07:42
    Highlight Highlight Auch darum: JA zur Begrenzungsinitiative.
    • MartinZH 17.02.2020 13:04
      Highlight Highlight EU-Präsidentin Ursula von der Leyen zeigt exemplarisch, wie sich Brüssel zunehmen von der Bevölkerung abkoppelt:

      Die EU-Apparatschiks haben offensichtlich nicht begriffen, dass nach der erfolgreichen West-Ost-Integration die überstürzte Einführung des Euro sowie die zum grösseren Teil missratene Nord-Süd-Integration bislang nur zu wirtschaftlichen und sozialen Verwerfungen und Krisen geführt hat.

      Die abnehmende Zustimmung und der Vertrauensverlust der EU-Bürger in den gesamten Apparat und in die EU-Institutionen ist offensichlich.

      Diese Ignoranz in Brüssel ist wirklich kaum zu überbieten..!
    • misohelveticos 18.02.2020 11:19
      Highlight Highlight Ja hoffentlich kommt die Kündigungsinitiative durch. Ich finde es sehr zukunftsweisend den Schweizern zuerst den privilegierten Zugang zum Binnenmarkt und im 2. Schritt zum Schengenraum zu verwehren.
      Vor allem aber: Kündigt die Schweiz die Marktzugangsabkommen, kann die EU die wirtschaftliche Schraubzwinge bis an die Grenzen des Völkerrechts anziehen. Dann werden die Schweizer hoffentlich nachhaltig feststellen, wie kalt es ausserhalb der EU sein kann - ein Empfingen, das die Westbalkan-Staaten schon lange kennen.

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