DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schadsoftware gelangte durch E-Mails in das Bundestags-Netzwerk

Beim Cyberangriff auf das Computernetzwerk des deutschen Bundestags sind sich die Ermittler laut einem Medienbericht sicher, dass die Schadsoftware durch E-Mails in das Netzwerk des Parlaments gelangte. An mindestens zwei Computer soll das E-Mail gegangen sein.
12.06.2015, 02:2812.06.2015, 10:26

Der Link im E-Mail führte demnach zu einer Website, die mit Schadsoftware präpariert worden sei, berichtete die «Welt» in ihrer Freitagsausgabe unter Berufung auf Sicherheitsbehörden. Dieses Programm solle sich daraufhin unbemerkt installiert haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen des zuständigen Bundesamtes handelt es sich bei der Schadsoftware um einen Trojaner, der in ähnlicher Form bereits seit Monaten bei Hackerattacken in mehreren Ländern zum Einsatz kam. Wie die «Welt» weiter schreibt, soll es sich um ein Programm handeln, das mutmasslich russische Hackern entwickelt haben.

Hacker aus Russland im Visier

Der Trojaner soll bereits beim Cyberangriff auf den französischen TV-Sender TV5 Monde im April eingesetzt worden sein. Damals hatten sich radikale Islamisten im Namen des «CyberKalifats» zur Attacke bekannt. Aus französischen Justizkreisen verlautete allerdings Anfang der Woche, dass sich die Ermittler im Zusammenhang mit dem Angriff auf Hacker aus Russland konzentrierten.

Bundestagspräsident Norbert Lammert hatte am Donnerstag erklärt, in den vergangenen zwei Wochen habe es keine «Datenabflüsse» mehr gegeben. Dies bedeute aber nicht, dass der Angriff «endgültig abgewehrt und beendet» sei. Lammert erläuterte, bisherige Auswertungsergebnisse legten nahe, dass das IT-System des Bundestags «mindestens in Teilen» erneuert werden müsse. (kad/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Bewaffnete stürmen Gefängnis in Mexiko – Bandenchef befreit

Unbekannte haben in Mexiko ein Gefängnis gestürmt und neun Insassen befreit. Die Bewaffneten verschafften sich in der Nacht zum Donnerstag Zugang zu der Strafanstalt in der zentralmexikanischen Stadt Tula, indem sie das Gebäude mit Fahrzeugen rammten. Ausserdem seien in der Nähe des Gefängnisses als Ablenkungsmanöver zwei Fahrzeuge in Brand gesteckt worden, teilte der Innenminister des Bundesstaates Hidalgo, Simón Vargas, mit.

Zur Story