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Zwei «Eurofighter» in Deutschland abgestürzt ++ Ein Pilot lebend gefunden



Zwei Eurofighter der deutschen Bundeswehr sind in Mecklenburg-Vorpommern abgestürzt. Das Innenministerium in Schwerin bestätigte am Montag entsprechende Informationen des Radiosender

Zwei Eurofighter der deutschen Bundeswehr sind in Mecklenburg-Vorpommern abgestürzt (Archivbild). Bild: AP ap

Beim Absturz von zwei «Eurofightern» der Luftwaffe im deutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern ist einer beiden Piloten ums Leben gekommen. Der zweite überlebte das Unglück am Montag und wurde verletzt in ein Spital gebracht. Zu dem genauen Zustand des Überlebenden und seinen Aussagen zum Unglücksgang machte die Luftwaffe keine Angaben. Dem Mann gehe es den Umständen entsprechend, hiess es.

Die Maschinen stiessen bei Luftkampfübungen zusammen und stürzten ab. Es war das schwerste Unglück der Bundeswehr in Deutschland seit Jahren. Die Piloten konnten die Schleudersitz betätigen, wie die Luftwaffe mitteilte. Einen von ihnen entdeckten Rettungskräfte rasch in einer Baumkrone und bargen ihn. Vom zweiten fehlte zunächst jede Spur, später wurden in der Nähe des Absturzortes Leichenteile entdeckt.

Diese Aufnahmen sollen die Absturzstellen zeigen:

Über verletzte zivile Personen war der Polizei zunächst nichts bekannt. Die Brände an den Absturzstellen waren am Nachmittag wieder gelöscht. Die «Eurofighter» seien nicht bewaffnet gewesen, teilte die Luftwaffe auf Twitter mit.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen flog in das Unglücksgebiet an der Mecklenburgischen Seenplatte, die eine beliebte Ferienregion ist. Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte: «Schreckliche Nachricht vom Flugunfall in Mecklenburg-Vorpommern. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen und Freunden des Verunglückten.» Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zeigte sich tief bestürzt.

Zwei Fallschirme gesehen

Das Unglück wurde laut Luftwaffe vom Piloten eines dritten Kampfjets beobachtet. Diese habe von zwei Fallschirmen berichtet, die zu Boden gegangen seien.

Die abgestürzten Flugzeuge gehörten zum Luftwaffengeschwader 73 «Steinhoff», das in Laage bei Rostock stationiert ist. Seine Hauptaufgabe ist die Ausbildung der deutschen «Eurofighter»-Piloten. Bei Bedarf ist das Geschwader gemeinsam mit zwei anderen Jagdverbänden auch für die Sicherung des deutschen Luftraums zuständig.

Absturz auf freier Fläche

Ein Flugzeug stürzte am Ortsrand der Gemeinde Nossentiner Hütte auf eine freie Fläche, wie Bürgermeisterin Birgit Kurth sagte. «Ich bin von Bürgern angerufen worden, die den Zusammenstoss der beiden Maschinen sahen», berichtete sie. Dann sei sie rausgelaufen und habe einen Fallschirm runtergehen sehen. Später sei ein Helikopter in der Gegend gekreist, offenbar auf der Suche nach dem Piloten, der dann auch gefunden wurde.

Die Gemeinde mit ihren knapp 700 Einwohnern habe Glück im Unglück gehabt, sagte Kurth. Die Maschine sei gleich hinter der Ortschaft niedergegangen. Im Dorf seien Trümmerteile gesichtet worden. Feuerwehren der Region hätten den Brand an der Absturzstelle am Ortsrand von Nossentiner Hütte unter Kontrolle gebracht, sagte Kurth.

General Flugsicherheit ermittelt

Der andere «Eurofighter» stürzte nach Angaben des Schweriner Innenministeriums nahe der zehn Kilometer entfernten Ortschaft Jabel in ein Waldstück. In diese Richtung seien Rauchschwaden zu sehen, sagte Kurth am Telefon einer Reporterin der Nachrichtenagentur DPA. Die Polizei warnte vor gefährlichen Trümmerteilen.

Der General Flugsicherheit der deutschen Bundeswehr die Untersuchung der Unfallursache übernommen. Dazu gehöre auch die Auswertung der Flugdatenschreiber beider Maschinen, sagte ein Sprecher der Luftwaffe am Montagabend der Nachrichtenagentur DPA. (kün/sda/dpa)

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