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Neue Autobahnbrücke in Bayern stürzt teilweise ein – ein Toter



epa05367311 A collapsed scaffolding lies under a highway bridge near Werneck, Germany, 15 June 2016. Several construction workers were killed in a scaffolding collapse at the construction site for a new highway bridge. People are still missing under the debris.  EPA/NICOLAS ARMER

Die eingestürzte Brücke bei Werneck.
Bild: EPA/DPA

Beim Einsturz von Teilen einer neuen Autobahnbrücke an der Autobahn A7 in Bayern ist am Mittwoch mindestens ein Bauarbeiter getötet worden. Sechs weitere Arbeiter kamen schwer verletzt in Spitäler, mehrere erlitten leichtere Verletzungen.

Eine Gruppe aus etwa 20 Bauarbeitern sei zusammen mit dem Strassenstück 20 Meter in die Tiefe gestürzt, erläuterte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken an der Unfallstelle nahe Werneck. Berichte über eine noch höhere Totenzahl wies der Sprecher zurück. Allerdings sei vorerst unklar, ob von den sechs Schwerverletzten einige in Lebensgefahr schwebten.

Ein Grossaufgebot an Rettungskräften suchte an der Unfallstelle zudem noch nach weiteren möglichen Opfern. Das etwa 40 Meter lange Brückenteil war auf eine Landstrasse gefallen, an der Unglücksstelle verlief laut dem Polizeisprecher zudem ein Fahrradweg.

epa05367589 Relief forces use an infrared camera to search for buried people under a highway bridge near Werneck, Germany, 15 June 2016. Several construction workers were killed in a scaffolding collapse at the construction site for a new highway bridge. People are still missing under the debris.  EPA/NICOLAS ARMER

Bild: EPA/DPA

epa05367310 A collapsed scaffolding lies under a highway bridge near Werneck, Germany, 15 June 2016. Several construction workers were killed in a scaffolding collapse at the construction site for a new highway bridge. People are still missing under the debris.  EPA/NICOLAS ARMER

Mehrere Bauarbeiter sollen ums Leben gekommen sein. Bild: EPA/DPA

Es gebe keine konkreten Hinweise, dass sich noch jemand unter den Trümmern befinde. Es sei aber auch nicht auszuschliessen, dass sich im Moment des Absturzes jemand auf der Strasse oder dem Radweg befunden habe und von den schweren Trümmerteilen mit verschüttet worden sei, sagte der Polizeisprecher.

Unglücksursache noch unbekannt

Dem Sprecher zufolge arbeiteten die 20 Männer am Mittwoch auf dem Segment der derzeit im Bau befindlichen neuen Talbrücke Schraudenbach. Diese entsteht südlich des Autobahnkreuzes Schweinfurt-Werneck.

Wie der Polizeisprecher sagte, befanden sich die Arbeiter alle auf dem Segment, als dieses sich gelöst habe und aus ungeklärter Ursache in die Tiefe gestürzt sei und die Männer mitgerissen habe. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sicherte eine sorgfältige Aufklärung der zunächst noch völlig unklaren Unfallursache zu.

epa05367561 A collapsed scaffolding lies under a highway bridge near Werneck, Germany, 15 June 2016. Several construction workers were killed in a scaffolding collapse at the construction site for a new highway bridge. People are still missing under the debris.  EPA/NICOLAS ARMER

Schwerstarbeit für die Rettungskräfte.
Bild: EPA/DPA

Herrmann entsandte seinen Innenstaatssekretär an die Unfallstelle. Der zur Innenministerkonferenz ins Saarland gereiste Minister gab die Zahl der Toten in einer Erklärung zunächst mit zwei an, korrigierte sich aber später wie die Polizei auf eins.

Am Unfallort war bis zum späten Mittwochabend eine Vielzahl an Rettungskräften im Einsatz – mit Ambulanzen, Einsatzwagen und auch mehreren Helikoptern sowie Trümmersuchhunden. Die Polizei richtete ein Info-Telefon für Angehörige ein.

Die betroffene Talbrücke Schraudenbach ist etwa 50 Jahre alt und gilt als marode. Sie soll abgerissen und neu errichtet werden. Der Verkehr auf der A7 war vom Unfall nicht betroffen, da dieser noch auf der alten, parallel zum Neubau stehenden Brücke läuft.

(sda/afp/dpa)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • http://bit.ly/2mQDTjX 16.06.2016 01:32
  • amazonas queen 15.06.2016 22:13
    Highlight Highlight @Watson googelt mal nach der "Fechinger Talbrücke". Dort sind die Buzzwords Eigengewicht, 1600t Asphalt, Brücken-TÜV und vom Denkmalschutz beauftragter Statiker. Und dann macht euch klar, in CH könnte das auch passieren.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 16.06.2016 01:28
      Highlight Highlight https://www.google.ch/search?sclient=psy-ab&site=&source=hp&btnG=Suche&q=Fechinger+Talbr%C3%BCcke
  • Matrixx 15.06.2016 21:52
    Highlight Highlight Deutsche Ingenieursarbeit ist auch nicht mehr das, was sie war.
    Zum Glück ist nicht mehr passiert, das hätte noch böser enden können.
  • Raembe 15.06.2016 20:00
    Highlight Highlight Ach du schande! Zum Glück war nicht mehr Verkehr auf der Brücke.
  • teufelchen7 15.06.2016 19:20
    Highlight Highlight oje! wie konnte das passieren?! :-(
    • Raembe 15.06.2016 20:02
      Highlight Highlight Ich denke mal da hat sich ein Statiker übel verrechnet.
    • füdli 15.06.2016 21:04
      Highlight Highlight das liegt an der schwerkraft
    • TomTayfun 15.06.2016 22:31
      Highlight Highlight Richtig . . doch ohne Schwerkraft würde die Brücke jetzt herum fliegen . . dass ist es ja auch nicht . . also wenn dann doch Schwerkraft.
    Weitere Antworten anzeigen

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