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Entführer von Anneli wegen Mordes verurteilt



epa05337153 One of the two accused perpetrators (C) in the case of the murder of 17-year-old Annelie in the courtroom at the start of the trial in the district court in Dresden, Germany, 30 May 2016. The trial against two accused for extortionist abduction and murder begins almost ten months after the kidnapping and killing of a 17-year-old in Klipphausen, Germany.  EPA/SEBASTIAN KANHERT

Bild: EPA/DPA

Die beiden Entführer der Unternehmertochter Anneli-Marie sollen für Jahre ins Gefängnis. Das Dresdner Landgericht verurteilte Markus B. und Norbert K. wegen Mordes in Tateinheit mit erpresserischem Menschenraub mit Todesfolge.

Bei Markus B., der eine lebenslange Gefängnisstrafe erhielt, wurde zudem eine besondere Schwere der Schuld festgestellt. Sein Komplize Norbert K. soll laut Urteil der Schwurgerichtskammer für achteinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, dagegen kann Revision eingelegt werden.

epa05337154 One of the two accused perpetrators (C) in the case of the murder of 17-year-old Annelie in the courtroom at the start of the trial in the district court in Dresden, Germany, 30 May 2016. The trial against two accused for extortionist abduction and murder begins almost ten months after the kidnapping and killing of a 17-year-old in Klipphausen, Germany.  EPA/SEBASTIAN KANHERT

Bild: EPA/DPA

Der heute 40-jährige Markus B. und der 62-jährige Norbert K. haben die Gymnasiastin nach Überzeugung der Kammer am 13. August 2015 im sächsischen Klipphausen entführt, um 1,2 Millionen Euro zu erpressen. An das Geld kamen sie aber nicht. Die Jugendliche wurde am nächsten Tag erdrosselt und erstickte.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Freiheitsstrafe für Markus B. gefordert, da er Anneli-Marie aus Angst vor Entdeckung rücksichtslos und brutal getötet habe. Zudem hatte die Feststellung der Schwere der Schuld beantragt.

Bei Norbert K. hatte die Anklage auf Mord durch Unterlassen plädiert, weil er die Jugendliche mehrfach hätte retten können. Da der 62-Jährige bei der Aufklärung half und im Gegensatz zu Markus B. nicht vorbestraft ist, hatte die Staatsanwaltschaft auf 15 Jahre Freiheitsstrafe plädiert.

Die Verteidigung sah dagegen keine Beweise für den Mordvorwurf gegen B. und hatte «im Zweifel zugunsten des Angeklagten» zwölf Jahre Freiheitsstrafe verlangt, der Anwalt von Norbert K. wegen Beihilfe vier Jahre und fünf Monate. (sda/dpa)

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