Langnau kann sich auf den Spengler Cup 2026 freuen – Gottéron tritt nicht mehr an
Es ist eigentlich klar, welches Team aus der National League neben Davos den nächsten Spengler Cup 2026 bestreiten wird: die SCL Tigers. Die Langnauer wären schon dieses Jahr dabei gewesen, wenn Gottéron das Turnier 2024 nicht gewonnen und dadurch automatisch auch für die Ausgabe 2025 gesetzt gewesen wäre.
Wenn Gottéron also den Spengler Cup 2025 zum zweiten Mal hintereinander gewinnt, dann folgt automatisch die Einladung fürs Turnier 2026 und die Langnauer müssen ein weiteres Jahr warten. Gottéron ist bereits für den Halbfinal qualifiziert und der Weg zum zweiten Triumph ist nach wie vor offen.
Doch die Emmentaler dürfen sich freuen. Gottéron würde im Falle eines Turniersieges 2026 nicht mehr antreten. Hubert Waeber ist seit 2019 Präsident und der Architekt des neuen, erfolgreichen und vor allem auch wirtschaftlich stabilen Gottéron. Er sagt auf die Frage, ob sein Klub im Falle eines Turniersieges auch 2026 nach Davos reisen wird: «Die Spieler würden auf jeden Fall wieder nach Davos fahren. Aber ich sehe die Sache ein wenig anders. Ich habe hier in Davos Langnauer getroffen, die mir sagten, natürlich würden sie Gottéron die Daumen drücken, aber man hoffe, dass es nicht zum Turniersieg reichen werde. Ich habe sie beruhigt: Freut euch auf den Spengler Cup im nächsten Jahr, wir werden sehr wahrscheinlich nicht mehr antreten …»
Also eigentlich ein inoffizieller Verzicht, der den SCL Tigers den Weg ins Turnier 2026 öffnet. Hubert Waeber sagt, der Spengler Cup sei eine unvergleichliche, einmalige Erfahrung. «Aber dreimal hintereinander, das wäre wahrscheinlich des Guten zu viel.»
Gottéron ist 2025 zum zweiten Mal hintereinander dabei. Die Frage, ob eine Spengler-Cup-Teilnahme rentiere, kann der Vorsitzende also beantworten. «Es gibt eine Antrittsentschädigung und wenn keine zusätzlichen Ausgaben gemacht werden, dann gibt es mit dem Preisgeld ab dem Halbfinal einen kleinen Gewinn.»
Mit zusätzlichen Ausgaben meint Hubert Waeber die Möglichkeit, dass die Spieler ihre Familien mit nach Davos nehmen können. Bezahlt werde der Aufenthalt jedes einzelnen Spielers, des Coaching-Teams, des Managements und des Präsidenten. «Wenn wir unsere Partnerinnen oder Familien mit nach Davos nehmen wollen, dann müssen wir das bezahlen. Im Sinne des Teambuildings haben wir diese Zusatzinvestition gemacht. Dazu haben wir die Möglichkeit genutzt, in Davos beim Stadion ein Chalet aufzustellen und mit unserem eigenen Gastro-Team zu betreiben. Die Kosten für dieses Chalet sind aber so hoch, auch die Unterbringung unseres Gastroteams in Davos ist kostspielig und wir haben nur deshalb einen kleinen Gewinn gemacht, weil wir Sponsoren gefunden haben, die sich an den Kosten für das Chalet beteiligt haben.» So viel er wisse, habe Ambri bei der Spengler Cup-Teilnahme mit der Chalet-Gastronomie Geld verloren.
Aktuelle
Note
7
Ein Führungsspieler, der eine Partie entscheiden kann und sein Team auf und neben dem Eis besser macht.
6-7
Ein Spieler mit so viel Talent, dass er an einem guten Abend eine Partie entscheiden kann und ein Leader ist.
5-6
Ein guter NL-Spieler: Oft talentierte Schillerfalter, manchmal auch seriöse Arbeiter, die viel aus ihrem Talent machen.
4-5
Ein Spieler für den 3. oder 4. Block, ein altgedienter Haudegen oder ein Frischling.
3-4
Die Zukunft noch vor sich oder die Zukunft bereits hinter sich.
Die Bewertung ist der Hockey-Notenschlüssel aus Nordamerika, der von 1 (Minimum) bis 7 (Maximum) geht. Es gibt keine Noten unter 3, denn wer in der höchsten Liga spielt, ist doch zumindest knapp genügend.
Punkte
Goals/Assists
Spiele
Strafminuten
-
Er ist
-
Er kann
-
Erwarte
Hubert Waeber betont, dass der Erlebniswert einer Spengler-Cup-Teilnahme unbezahlbar sei. Was in einer Abrechnung nicht in Zahlen erfasst werden kann, ist der Image-Gewinn durch die Spiele in einer ausverkauften Arena, die vom öffentlich-rechtlichen Fernsehen in hochwertigen Live-Bildern in alle Stuben des Landes übertragen werden. Mit dem Spengler Cup wird ein TV-Publikum erreicht, das über die Abonnenten des Bezahl-TV für die Partien der Meisterschaft hinausgeht. Nach wie vor «sozialisiert» kein anderer Anlass das Publikum so nachhaltig für das Eishockey wie der Spengler Cup.
Auch wenn Hubert Waebers Aussagen noch nicht als offizieller Verzicht auf das nächste Turnier im Falle eines Gewinnes 2025 gelten: Seine Aussagen sind eigentlich klar. Langnau darf sich auf den Spengler Cup 2026 freuen.
Kommt dazu: Die Emmentaler können 2026 ohne jeden Erfolgszwang antreten. Für Gottéron, noch nie Meister, war der Spengler Cup eine einmalige Gelegenheit, endlich, endlich, endlich einmal zum ersten Mal in der Geschichte (seit 1937) etwas zu gewinnen. Die Langnauer hingegen waren 1976 schon einmal Meister und könnten sich im Falle eines Turniersieges 2026 sogar sagen: Spengler-Cup-Sieger – na und?
Das ganze Programm von TV24, 3+ und oneplus findest du hier.
