International
Deutschland

Ex-Mann schleift Frau an Seil um den Hals durch die Strassen

Ex-Mann schleift Frau an Seil um den Hals durch die Strassen

21.11.2016, 18:0321.11.2016, 18:03
epa05641046 A handout picture made available on 21 November 2016 by the Hameln Police shows a forensics employee documenting evidence on Koenig-Strasse in Hameln, Germany, 20 November 2016. A man had  ...
Der Tatort.Bild: EPA/DAP / HAMELN POLICE

Ein Mann hat in Niedersachsen seiner ehemaligen Freundin ein Seil um den Hals gelegt und sie mit einem Auto durch mehrere Strassen geschleift. Das 28-jährige Opfer blieb danach lebensgefährlich verletzt auf einem Trottoir liegen, der 38-Jährige Verdächtige stellte sich.

Die Staatsanwaltschaft in Hannover beantragte Haftbefehl wegen versuchten Mordes gegen den Mann, wie sie am Montag mitteilte. Einem Sprecher zufolge handelte es sich bei dem Opfer und dem Verdächtigen um ein seit längerem getrenntes Paar.

«Offensichtlich haben die beiden in einer Beziehung gelebt, die aber schon seit längerer Zeit beendet war», sagte der Sprecher am Montag. Demnach sollen die beiden Streit gehabt haben. Ob dieser das Motiv gewesen sei, müssten aber die Ermittlungen klären.

Die 28-Jährige war nach Angaben der Polizei in Hameln am Sonntagabend mit dem an eine Anhängerkupplung gebundenen Seil durch drei Strassenzüge gezogen worden, bevor sie sich letztlich von dem Auto löste und mit schwersten Verletzungen zurückblieb. Sie wurde in einem Hamelner Spital notoperiert, musste anschliessend aber in eine Spezialklinik gebracht werden.

Wie die Beamten in der niedersächsischen Stadt weiter mitteilten, stellte sich in etwa zeitgleich zum Auffinden des Opfers der 38-Jährige auf einem Polizeirevier und gab sich als Täter zu erkennen. Anschliessend liess er sich demnach widerstandslos festnehmen. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Nathiii
21.11.2016 22:48registriert Juli 2014
Wie kann man nur so krank sein 🙈
00
Melden
Zum Kommentar
7
«Das Wallis ist das schlechte Gewissen der Schweiz»
Nach dem Brand von Crans-Montana geht es plötzlich nicht mehr um die Opfer, sondern um angebliche «Wallisereien». Filz, Fatalismus, Vetternwirtschaft: Der Alpenforscher Boris Previšić sagt, warum das Wallis zum Prügelknaben wird – und weshalb die Schweiz damit vor allem von eigenen Versäumnissen ablenkt.
Zwei Wochen nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana spricht die Schweiz weniger über die Opfer als über das Wallis. Über Vetternwirtschaft und «Wallisereien», die sogar alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey, selbst im Wallis aufgewachsen, kritisiert. Boris Previšić, Sie forschen seit Jahrzehnten zu Selbst- und Fremdbildern im Alpenraum und in Europa. Wie ordnen Sie solche Vorwürfe ein?
Boris Previšić: Mich hat diese Aussage überrascht. Von einer ehemaligen SP-Bundesrätin hätte ich an erster Stelle nationale Solidarität mit den Opfern erwartet. Dieser Vorwurf der «Walliserei» beruht auf Vorurteilen.
Zur Story