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CDU-Mann Laschet macht Faxen bei Hochwasser-Rede

17.07.2021, Nordrhein-Westfalen, Erftstadt: Armin Laschet (CDU), Ministerpr
Ein Fotograf erwischte Laschets blamablen Auftritt mit diesem Foto.Bild: keystone

CDU-Mann Laschet macht Faxen bei Hochwasser-Rede des Bundespräsidenten

17.07.2021, 21:0018.07.2021, 12:13
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Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich für den Eindruck entschuldigt, er habe sich während der Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im nordrhein-westfälischen Hochwassergebiet unangemessen verhalten.

Er bedauere den Eindruck, der durch eine Gesprächssituation entstanden sei. «Dies war unpassend und es tut mir leid», schrieb Laschet am Samstagabend im Kurznachrichtendienst Twitter. «Uns liegt das Schicksal der Betroffenen am Herzen, von dem wir in vielen Gesprächen gehört haben.»

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Armin Laschet ist der ganz links.gif: watson

Auf Fernsehbildern und Aufnahmen von Fotografen ist der CDU-Politiker während einer Rede des Bundespräsidenten in Erftstadt im Hintergrund zu sehen. In einer Sequenz scherzen Laschet und seine Begleiter. Zu sehen ist, wie er sich lachend zu seinen Begleitern dreht.

SPD nutzt Szene aus

Bei Twitter gab es daraufhin Kritik an dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil schrieb: «Ich bin wirklich sprachlos.» SPD-Parteivize Kevin Kühnert twitterte: «Eine Frage des Charakters.» Der Pianist Igor Levit kritisierte «würdeloses Verhalten». Der frühere Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Peter Dabrock, sprach von «Pietätlosigkeit» gegenüber den Opfern.

Steinmeier und Laschet hatten in Erftstadt, wo in den vergangenen Tagen zahlreiche Häuser und Autos weggespült worden waren, mit Helfern und Feuerwehrleuten gesprochen. In einer kurzen Rede nach dem Treffen hatte der Bundespräsident sein Mitgefühl mit den Opfern der Flutkatastrophe zum Ausdruck gebracht und gesagt: «Ihr Schicksal zerreisst uns das Herz.» Im Netz wurde darauf verwiesen, dass auch Steinmeier gelacht habe. Die Diskussion konzentrierte sich zunächst aber auf Laschet. (sda/dpa)

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quelle: keystone / rhein-erft-kreis
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139 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gurgelhals
17.07.2021 21:08registriert Mai 2015
Es ist schon ziemlich bedrückend, diese Vorstellung, dass diese wandelnde Verkörperung der Mittelmässigkeit schlechthin so gut wie gesetzt ist als der nächste Bundeskanzler, obwohl sie für dieses Amt mindestens drei Schuhgrössen zu klein ist. Es müsste ja praktisch ein Wunder geschehen, dass es nicht so kommt...

Und im schlimmsten Fall reichts dann sogar noch für Schwarz/Gelb. Das wäre dann so richtig übel.
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The oder ich
17.07.2021 21:20registriert Januar 2014
In Laschets Medienberaterteam möchte ich auch nicht sitzen; er selbst ist das grösste Klumpenrisiko in diesem Wahlkampf
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PHILIBERT
17.07.2021 21:01registriert Januar 2021
Voll daneben, wie kann man nur....😡
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