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Mildes Strafmass im ersten Prozess um Silvester-Gewalt in Köln 

24.02.16, 12:17


Im ersten Prozess um die Straftaten in der Kölner Silvesternacht hat das Amtsgericht Köln am Mittwoch einen Marokkaner zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Dieser muss zudem eine Geldstrafe von 100 Euro bezahlen.

Es ging um einen Handydiebstahl

Der 23-Jährige gestand vor Gericht, am Silvesterabend kurz nach 23 Uhr auf dem Vorplatz des Kölner Hauptbahnhofs einer Frau das Handy gestohlen zu haben, als diese gerade den Kölner Dom fotografierte.

epa05089093 Police check suspects at the Cologne Central Station in Cologne, Germany, 05 January 2016. On New Years Eve dozens of women were molested and robbed around the Cologne Central Station.  EPA/MARIUS BECKER

Personenkontrollen am Hauptbahnhof in Köln Anfang Januar.
Bild: EPA DPA

Die Staatsanwaltschaft hatte in dem Verfahren eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten und zwei Wochen gefordert. Die Verteidigung hingegen plädierte auf eine Geldstrafe.

Die Frau hatte nach dem Handy-Diebstahl den fliehenden Täter einholen können, er wurde von Polizisten festgenommen. Bei seiner Durchsuchung wurde eine geringe Menge Amphetamin entdeckt. Der Mann sitzt seit dem Neujahrstag in Untersuchungshaft. Vor Gericht entschuldigte er sich bei seinem Opfer, das als Zeugin aussagte.

Weiterer Prozess beginnt

In der Silvesternacht hatten Gruppen von Männern am Kölner Hauptbahnhof massive sexuelle Übergriffe auf Frauen und zahlreiche Raubdelikte verübt. Bei den Tätern soll es sich überwiegend um Menschen mit nordafrikanischen Wurzeln handeln. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der Taten gegen Dutzende Beschuldigte.

Noch für Mittwochvormittag ist vor dem Kölner Gericht ein weiterer Prozess im Zusammenhang mit den Straftaten an Silvester anberaumt. In diesem zweiten Verfahren sind ein Tunesier und ein Marokkaner angeklagt. Sie sollen mit weiteren Komplizen in der Silvesternacht auf der Kölner Hohenzollernbrücke einem Mann eine Tasche gestohlen haben, in der sich eine Fotokamera befand.

(sda/dpa/afp)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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