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Mexiko: Fast 2000 Konten von Drogenkartell gesperrt

Mexiko: Fast 2000 Konten von Drogenkartell gesperrt

03.06.2020, 09:2703.06.2020, 09:27
Armed police officials patrol a neighborhood in Tijuana, Mexico, Monday, Jan. 21, 2008. Mexican federal police found an underground shooting range and an arsenal of arms Saturday in this house in down ...
Bild: AP

Mexikos Regierung hat die Bankkonten von 1770 mutmasslichen Mitgliedern des berüchtigten Kartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) gesperrt.

Es seien ausserdem Konten von 167 Firmen und zwei Treuhandverwaltungen gesperrt, die ebenfalls mit dem CJNG in Verbindung stünden, teilte Mexikos Finanzministerium am Dienstagabend (Ortszeit) mit. Die Aktion sei das Ergebnis von Zusammenarbeit der Ermittlungseinheit des Ministeriums mit den mexikanischen Sicherheitsbehörden sowie mit der US-Antidrogenbehörde DEA. Die Konten waren den Angaben zufolge in Transaktionen in Höhe von Milliarden Peso involviert.

Erst im März hatte die DEA erklärt, dass bei Razzien in den USA innerhalb von sechs Monaten rund 700 Menschen mit CJNG-Verbindungen festgenommen worden seien. Das Kartell ist eines der mächtigsten in Mexiko. Es wird unter anderem für Drogenschmuggel in die USA sowie für zahlreiche Morde im südlichen Nachbarland Mexiko verantwortlich gemacht.

Das US-Aussenministerium hat zehn Millionen Dollar für Informationen ausgelobt, die zur Festnahme von CJNG-Chef Nemesio Oseguera Cervantes («El Mencho») führen. (aeg/sda/dpa)

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Der mexikanische Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán Loera (24. Februar 2014)
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Der mexikanische Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán Loera (24. Februar 2014)
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quelle: ap/ap / dario lopez-mills
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SVP will PH-Abschaffung – und dafür eine Lehrer-Lehre: die Sonntagsnews
Am Zürcher Universitätsspital sind nach der Affäre um Herzchirurg Francesco Maisano weitere zehn potenziell problematische Fälle zu Interessenbindungen identifiziert worden. Das und mehr findet sich in den Sonntagsnews.
Das Zürcher Universitätsspital (USZ) hat laut der «NZZ am Sonntag» nach der Affäre um Herzchirurg Francesco Maisano rund zehn weitere kritische Fälle identifiziert. Der vom USZ eingesetzte Compliance-Ausschuss habe seit Juni 2025 potenziell problematische Interessenbindungen und Nebenbeschäftigungen geprüft. In mehreren Fällen seien Verstösse gegen die Compliance-Richtlinien festgestellt und Sanktionen ausgesprochen worden. Details dazu nenne das Spital aus Vertraulichkeitsgründen nicht. Die neuen Fälle zeigten, dass die Verstrickung von Medizin und Medtech-Industrie über den Fall Maisano hinausreiche. Der Zürcher Handchirurg Daniel Herren sprach von einem «heiklen Spannungsfeld» zwischen Innovation, Patientensicherheit und wirtschaftlichen Interessen. Das USZ und das Genfer Universitätsspital (HUG) planten inzwischen Transparenzregister für Beteiligungen und Nebentätigkeiten ihrer Ärzte. Andere Spitäler verfügten bereits über solche Register.
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