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Rekordpreis bei Auktion von Postkarte eines Titanic-Überlebenden

Rekordpreis bei Auktion von Postkarte eines «Titanic»-Überlebenden

27.04.2025, 14:2527.04.2025, 14:25

Die Postkarte eines «Titanic»-Überlebenden, abgeschickt am Tag der Abfahrt, ist in England zu einem Rekordpreis versteigert worden. Mit 300'000 Pfund (rund 330'000 Franken) erzielte das Schreiben des US-amerikanischen Erste-Klasse-Passagiers Colonel Archibald Gracie.

This undated handout picture provided by the auctioneers Henry Aldridge & Son, England, shows a lettercard, penned by one of the Titanic's most well-known survivors from onboard the ship days ...
Die White Star Line war eine britische Reederei, die hauptsächlich Linienfahrten nach New York, Australien und Neuseeland betrieb.Bild: keystone

Das ist das Fünffache des Schätzpreises von 60'000 Pfund. Gracie, der später für sein Buch über den Untergang der «Titanic», «The Truth About The Titanic» («Die Wahrheit über die Titanic»), bekannt wurde, schrieb auf der Postkarte: «Es ist ein schönes Schiff, aber ich werde das Ende meiner Reise abwarten, bevor ich mir ein Urteil über sie bilde.» – Eine Äusserung, die das in der Grafschaft Wiltshire ansässige Auktionshaus Henry Aldridge and Son als «prophetisch» bezeichnete.

«Stück mit Museumswert»

Dass das Schriftstück eines Passagiers vom Format Gracies unter den Hammer komme, geschehe so gut wie nie, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA aus einer Mitteilung des Auktionshauses. Das historische Dokument habe zudem erstmals den Besitzer gewechselt. Der Grossonkel der Verkäuferin oder des Verkäufers sei ein Bekannter Gracies gewesen und habe die Post im Waldorf Hotel in London erhalten.

This undated handout picture provided by the auctioneers Henry Aldridge & Son, England, shows a lettercard, penned by one of the Titanic's most well-known survivors from onboard the ship days ...
Der Absender schrieb: «Es ist ein schönes Schiff, aber ich werde das Ende meiner Reise abwarten, bevor ich mir ein Urteil über sie bilde.»Bild: keystone

Gracie hatte laut seines eigenen Berichts die Zeit an Bord der Titanic vor allem damit verbracht, sich um unbegleitete Damen zu kümmern. Am Tag der Katastrophe, dem 14. April 1912, vier Tage nach dem Auslaufen, spielte er Squash, schwamm im Pool und ging zur Kirche.

Nach der Kollision mit dem Eisberg, die ihn nachts aufweckte, half er Frauen und Kinder auf Rettungsboote, bevor er sich selbst auf ein umgekipptes Faltboot rettete. Obwohl er die Katastrophe überlebte, starb Gracie nur Monate später im Dezember 1912.

Die «Titanic» war am 10. April 1912 im südenglischen Southampton mit mehr als 2'200 Menschen an Bord zur Jungfernfahrt nach New York ausgelaufen. Schon nach wenigen Tagen stiess der als unsinkbar geltende Luxusdampfer gegen einen Eisberg – und ging unter. Mehr als 1'500 Menschen starben. (hkl/sda/apa/dpa)

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