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Poland's most prominent gay politician Robert Biedron holds a copy of the country's constitution as he announces a start of his new political movement during a press conference in Warsaw, Poland, Tuesday, Sept. 4, 2018. Biedron, who was Poland's first openly gay lawmaker and is now a city mayor, hopes to unite the nation divided over the right-wing government's policies around a joint program that is yet to be announced. (AP Photo/Alik Keplicz)

Der linke Politiker Robert Biedron mit einer Ausgabe der polnischen Verfassung. Bild: AP/AP

Schwuler Bürgermeister gründet neue Oppositionspartei – Hoffnung für Polens Linke



Für Polens umstrittene PiS-Regierung gibt es neue politische Konkurrenz: Robert Biedron, beliebter Ex-Bürgermeister der nordpolnischen Stadt Slupsk (Stolp) und lange Jahre einzig offener schwuler Politiker des Landes, hat eine eigene Partei gegründet.

Seine neue Bewegung Wiosna (Frühling) startete am Sonntag in Warschau in den Europawahlkampf, wie die Agentur PAP berichtete. Die Europawahlen finden Ende Mai statt.

Biedron prangerte in seiner Rede vor Tausenden Anhängern die fortschreitende Polarisierung in Polen an: «Es gibt keinen Raum mehr für Hass, das Limit ist erreicht», sagte der 42-Jährige.

Das Programm seiner neuen Partei basiere auf drei Säulen - dem Menschen, der Gemeinschaft und einem Staat, dem man vertrauen könne. Er wolle sich unter anderem für ein Recht auf Abtreibung, für den Ausstieg aus dem Kohlebergbau bis 2035 und gegen die Abholzung der Wälder einsetzen.

Biedron gilt als ein Hoffnungsträger der politischen Linken. Er hatte im vorigen Jahr der Lokalpolitik den Rücken gekehrt, um auf die nationale Bühne zu wechseln. Seit einem Rechtsruck 2015 regiert in Polen die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) mit absoluter Mehrheit.

Sie ordnete sich Kritikern zufolge mit umstrittenen Gesetzen Medien und Justiz unter und brachte das Land auf Konfrontationskurs mit der EU. In Polen gilt die PiS dennoch als stärkste Kraft. (sda/dpa)

Lügt polnische Regierung um Wald abzuroden?

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Video: srf/SDA SRF

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    Alle Leser-Kommentare
  • tolgito 03.02.2019 20:17
    Highlight Highlight Lol 😂 das Trennzeichen ist ja super gesetzt 🤦🏻‍♂️ Zufall?
  • arconite 03.02.2019 20:01
    Highlight Highlight Ist es wichtig das die Bezeichnung "Schwul" im Titel stehen muss?
    • Juliet Bravo 03.02.2019 23:36
      Highlight Highlight Im katholisch-konservativen Polen ist das durchaus sehr aufsehenerregend, dass einer in so einer Position dazu öffentlich steht. Daher im Titel sicher gerechtfertigt.

      Es war damals bei Wowereit in Berlin auch richtig und wir sind in der Beziehung weitergekommen. Dann in Irland - und siehe da, die christliche Moral zieht sich rasend schnell zurück und Premier der Republik Irland, ist plötzlich ein Schwuler - Leo Varadkar.
      So geht das. Wenns dann mal für alle *wirklich nicht mehr der Rede wert ist, dann kann man aufhören, es in den Titel zu nehmen.
    • Ale Ice 04.02.2019 07:02
      Highlight Highlight @arconite
      Derzeit noch ja.
      Denn noch gilt es für zu viele nicht als "normal".
  • Ale Ice 03.02.2019 18:46
    Highlight Highlight Hoffnung für Polen?
    Hoffentlich!
    Aber: Ich träume von einer Zeit, in der nicht extra erwähnt werden muss, dass ein Politiker oder eine Politikerin homo oder hetero ist.

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