International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06019337 Protesters demonstrate against British Prime Minister Theresa May outside No. 10 Downing Street in London, Britain, 09 June 2017. British Prime Minister Theresa May met the Queen in Buckingham Palace after the 08 June general election ended in a hung parliament with the Conservative Party unable to gain a majority.  EPA/ANDY RAIN

Verliererin: Demonstranten an einer Kundgebung gegen die britische Regierungschefin Theresa May in London. Bild: ANDY RAIN/EPA/KEYSTONE

Theresa Mays Stuhl wackelt – Konservative denken laut über ihre Absetzung nach



Nach dem Verlust der absoluten Mehrheit bei der Parlamentswahl ist die politische Zukunft von Premierministerin Theresa May ungewiss. Britischen Medien zufolge planen konservative Politiker ihre Absetzung.

Nach einem Bericht des «Telegraph» eruieren Parteimitglieder wie Aussenminister Boris Johnson, Innenministerin Amber Rudd und Brexit-Minister David Davis, ob sie als Regierungschefin ersetzt werden sollte.

Der «Sun» zufolge wollen hochrangige Mitglieder zwar definitiv einen anderen Premier. Ein Sturz der Regierungschefin solle jedoch erst frühestens in sechs Monaten herbeigeführt werden, da sonst Labour-Chef Jeremy Corbyn an die Macht kommen könnte.

Die Nachrichtenagentur Reuters hatte aus Tory-Kreisen erfahren, May werde vorerst ihren Posten behalten.

«Sehen, wie es läuft»

Führende konservative Politiker wollten sich öffentlich nicht auf die Zukunft Mays festlegen lassen. Es sei unmöglich zu sagen, ob sie Ende des Jahres noch Regierungschefin sein werde, sagte etwa der Abgeordnete David Jones der BBC. «Theresa May ist sicherlich die stärkster Anführerin, die wir im Moment haben.»

Sein Kollege Owen Paterson erklärte, man «muss sehen, wie es läuft». Er wies darauf hin, dass die Gespräche über den geplanten EU-Austritt Grossbritanniens in wenigen Tagen beginnen sollen.

Die «Times» schrieb, May stehe «vor dem Abgrund». Das Land sei «faktisch führungslos» und «so gut wie unregierbar».

May wollte sich durch die vorgezogene Wahl ein noch stärkeres Mandat für die EU-Gespräche einholen. Stattdessen verloren ihre Konservativen die absolute Mehrheit im Unterhaus und sind nun auf die Zusammenarbeit mit einer kleineren Partei angewiesen. Grossbritannien dürfte damit geschwächt in die Brexit-Verhandlungen gehen.

Mays engste Berater zurückgetreten

Nach der Wahlschlappe der Konservativen in Grossbritannien sind die beiden wichtigsten Vertrauten und Berater von Premierministerin Theresa May zurückgetreten.«Ich übernehme die Verantwortung für meinen Anteil an diesem Wahlkampf, der die Aufsicht über unser politisches Programm war», schrieb der bisherige Stabschef Mays, Nick Timothy, am Samstag in einem Blog der Tories. Er habe seinen Job als Ratgeber bereits am Vortag aufgegeben.

Wie ein Sprecher der Partei mitteilte, trat auch Co-Stabschefin Fiona Hill zurück.Seit der Wahl, in der die Konservativen ihre Regierungsmehrheit im Unterhaus verloren, hatten viele Tories die beiden heftig kritisiert und ihren Rücktritt gefordert. Insbesondere Timothy gilt als verantwortlich für einen der grössten Missgriffe im Wahlkampf: Den Plan für eine Reform der Pflege-Finanzierung, die als «Demenzsteuer» gebrandmarkt wurde und die Premierministerin zu einer politischen Kehrtwende mitten im Wahlkampf zwang. (sda/dpa)

Briten-Wahl: Desaster für May – Erfolg für Corbyn

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

4
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mnemonic 10.06.2017 19:15
    Highlight Highlight Die Frau ist echt nicht die Hellste...
    0 0 Melden
  • The Origin Gra 10.06.2017 15:35
    Highlight Highlight Ein Haufen Machtgieriger, Intriganter Saftsäcke diese Tories.
    36 9 Melden
    • Paganapana 10.06.2017 15:52
      Highlight Highlight Ist es Zufall, dass meistens die konservativen Parteien machtgierig und intrigant sind?
      2 0 Melden
    • The Origin Gra 11.06.2017 16:45
      Highlight Highlight Nö, denke ich nicht.
      Aber gerade jetzt müssten sie geschlossen stehen, Strategisch betrachtet
      0 1 Melden

Aviatik-Forscher über Lufttaxis und warum die Menschheit den Mars kolonialisieren muss

Der Aviatik-Forscher Olivier L. de Weck ist überzeugt, dass Flugzeuge keine Piloten brauchen, Drohnen Passagiere transportieren werden – und wir den Mars kolonialisieren sollten.

Als er für kurze Zeit in der Schweiz war, haben wir Olivier L. de Weck knapp verpasst. Er musste gleich weiter ins südfranzösische Toulouse an den Hauptsitz von Airbus. Für den europäischen Flugzeugbauer verantwortet der Schweizer die langfristige Technologieplanung.

Ein paar Tage später hat es dann doch geklappt mit dem Interview: In Boston haben wir de Weck am Telefon erreicht. Dort arbeitet er am renommierten Massachusetts Institute of Technology als Professor für Aviatik und …

Artikel lesen
Link to Article