Luganos Spektakel-Duo, das nächste Saison die Liga rocken wird
Natürlich wird auf Anfrage in aller Form dementiert. Es sei bloss ein Gerücht und erst noch ein völlig haltloses und hochgradig unseriöses. Aber wenn sich die «Zeugen der Elche» unter dem flackernden Nordlicht am Hosentelefon melden, so strahlen sie in der Regel im weissen Lichte der reinen Wahrheit: Jere Innala komme in die Schweiz und werde unter Palmen spielen. Da kann nur der HC Lugano gemeint sein. In der Leventina, im Züribiet, im Welschland und im Berner Mittelland wachsen nur Stechpalmen.
Das bedeutet: Lugano hat mit dem sanften Titanen Zach Sanford (193 cm/94 kg) bereits den besten langsamen ausländischen Flügel auch für nächste Saison unter Vertrag. Wenn nun Jere Innala tatsächlich kommt, dann steht auch der vermutlich schnellste oder zumindest einer der schnellsten und schlausten ausländischen Flügel im Team: klein (175 cm), kräftig (84 kg), teuflisch schnell und beweglich, bereits einmal finnischer Meister (2019), plus Weltmeister (2022), plus WM-Silberheld (2021) und im Frühjahr 2024 produzierte er in der höchsten schwedischen Liga in den Playoffs am meisten Tore und Punkte.
Der sanfte Riese Zach Sanford und das wirblige Kufentier Jere Innala im gleichen Sturm: Das ist dann – von der Postur, nicht vom Temperament her – fast wie Joe und Averell Dalton aus der kultigen Comic-Serie «Lucky Luke».
Jere Innala ist der perfekte Stürmer für die Aussenbahnen unserer Lauf- und Tempoliga und mit 27 Jahren im besten Alter. Ein typischer Flügel europäischer Schule, der sein Talent auf den breiteren europäischen Eisfeldern besser entfaltet. Er ähnelt vom Stil her ein wenig Linus Omark (was die Kreativität betrifft) und ist ein exzellenter Powerplay-Spezialist.
Alles in allem eine Badetuch-Tanzmaus (vermag auf engem Raum – auf der Fläche eines Badetuches – Gegenspieler auszutanzen), die den «Infight» lieber meidet und die Duelle auch an der Bande durch Schlauheit, Timing und Technik und nicht mit Kraft und Wucht gewinnt. Also ein Lauf- und kein Powerflügel.
Dass er keine NHL-Referenzen hat, ist kein Grund zur Sorge. Im Frühjahr 2025 kehrte er nach einer Nordamerika-Saison (17 NHL-Spiele/0 Punkte) nach Europa zurück und so rockt er nun diese Saison erneut in der höchsten schwedischen Liga mit bereits 22 Punkten aus 28 Partien.
Oder alles nur ein haltloses und unseriöses Gerücht? Nein. Elche lügen nicht. Wir können davon ausgehen, dass nächste Saison das Spektakel-Duo Zach Sanford und Jere Innala die Liga rocken wird.
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