James Bond Castings beginnen: Diese Namen werden genannt
Amazon MGM Studios hat vergangene Woche bestätigt, dass die Suche nach dem neuen Bond-Darsteller begonnen hat. Mit Denis Villeneuve als Regisseur und Steven Knight als Drehbuchautor steht das Kreativteam bereits fest. Nun richtet sich der Fokus auf die entscheidende Frage: Wer soll künftig die berühmteste Geheimagentenrolle der Filmgeschichte übernehmen?
Bond-Experten nennen dabei mehrere Eigenschaften, die der neue 007 unbedingt mitbringen müsse.
Britisch (oder zumindest fast)
James Bond gilt als britische Kultfigur – daran dürfte sich auch unter Amazon kaum etwas ändern. Zwar gab es mit dem Australier George Lazenby und dem Iren Pierce Brosnan bereits nicht-englische Bonds, doch ein Amerikaner scheint für viele weiterhin ausgeschlossen.
Der australische Schauspieler Jacob Elordi gilt dennoch als möglicher Kandidat. Entscheidend sei weniger die Herkunft als vielmehr die Fähigkeit, den Stil und das Auftreten eines britischen Gentleman glaubwürdig zu verkörpern.
Selbst Austin Butler soll eine Bond-Rolle bereits ausgeschlossen haben – ein amerikanischer Bond sei «sakrilegisch».
Jünger
Viele Beobachter rechnen damit, dass der nächste Bond deutlich jünger wird als seine Vorgänger. Amazon wolle die Figur langfristig aufbauen und gezielt auch jüngere Zuschauer ansprechen.
Diskutiert werden deshalb vor allem Schauspieler unter 30 Jahren. Namen wie Idris Elba oder Tom Hardy gelten dagegen mittlerweile als zu alt für eine Rolle, die oft über viele Filme hinweg gespielt wird.
Als mögliche Kandidaten werden unter anderem Louis Partridge, Harris Dickinson oder David Jonsson genannt.
Nicht zu berühmt
Traditionell wurde Bond selten mit absoluten Megastars besetzt. Die Produzenten wollten stets verhindern, dass die Persönlichkeit des Schauspielers die Figur überstrahlt.
Auch diesmal könnte deshalb ein eher unbekannter Name das Rennen machen. Laut Branchenberichten soll unter anderem der britische Theaterdarsteller Tom Francis vorgesprochen haben.
Sehr bekannte Stars wie Henry Cavill, Tom Holland oder Robert Pattinson könnten genau deshalb eher schlechte Karten haben.
Charmant und witzig
Nach den oft düsteren und ernsten Bond-Filmen mit Daniel Craig könnte die Reihe nun wieder etwas leichter und humorvoller werden.
Experten erwarten, dass der neue Bond mehr Charme und Lockerheit ausstrahlen soll. Als möglicher Kandidat gilt dabei etwa Aaron Taylor-Johnson, der bereits in Actionfilmen mit einer selbstironischen Note überzeugte.
Auch Callum Turner wird immer wieder genannt.
Brutal
Trotz aller Eleganz bleibt Bond vor allem eines: ein gefährlicher Killer. Diese Mischung aus Charme und Härte mache die Figur seit Jahrzehnten aus.
Spätestens seit Daniel Craig wird auch körperliche Präsenz immer wichtiger. Der neue Bond müsse glaubwürdig kämpfen und Gewalt ausstrahlen können.
Neben Aaron Taylor-Johnson wird deshalb auch Aaron Pierre gehandelt. Der Schauspieler trainiert unter anderem Brazilian Jiu-Jitsu und gilt als physisch besonders überzeugend.
Die wichtigste Frage bleibt offen
Die Suche nach einem neuen Darsteller ist jedoch nur ein Teil der Herausforderung. Viele Experten sehen die grössere Aufgabe darin, James Bond überhaupt neu zu definieren.
Denn in einer digitalen Welt voller Überwachung, Social Media und Cyberkrieg stellt sich zunehmend die Frage: Welche Rolle hat ein klassischer Geheimagent heute überhaupt noch?
Genau darauf müsse die neue Bond-Ära eine überzeugende Antwort finden. (mke)
