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Kirchen-Geiselnahme: Einer der beiden «IS»-Täter stand in französischer Extremisten-Datei

26.07.2016, 10:5526.07.2016, 17:03
Polizeieinsatz in Saint-Etienne-du-Rouvray.
Polizeieinsatz in Saint-Etienne-du-Rouvray.
Bild: AP/bfm

Nach dem Überfall auf eine Kirche in Nordfrankreich sind die beiden Geiselnehmer von der Polizei getötet worden. Das teilte ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag mit. Polizeiangaben zufolge hatten die Attentäter zuvor einen Priester getötet.

Präsident François Hollande besuchte den Tatort.
Präsident François Hollande besuchte den Tatort.
Bild: PASCAL ROSSIGNOL/REUTERS

Eine weitere Person sei sehr schwer verletzt worden, sagte der Sprecher des Pariser Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, dem Sender France Info. Die beiden Angreifer seien aus der Kirche herausgekommen und seien von der Polizei neutralisiert worden, sagte Brandet. Die Tat habe sich während der Morgenmesse ereignet.

Bekenntnis zum «IS»

Die Geiselnehmer haben sich nach Angaben von Präsident François Hollande auf die Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) berufen. Hollande sprach am Dienstag bei einem Besuch am Tatort von einem «schändlichen Terroranschlag». 

Polizeiangaben zufolge hatten die Attentäter einen Priester getötet. Eine weitere sei sehr schwer verletzt worden, sagte der Sprecher des Pariser Innenministeriums, Pierre-Henry Brandet, dem Sender France Info.

Ein Täter in Extremisten-Datei erfasst
Einer der beiden Angreifer von Saint-Etienne-du-Rouvray war den Sicherheitsbehörden offenbar bekannt. Zu dem Mann gebe es einen Eintrag in einer Datenbank mit als radikalisiert eingestuften Personen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. AFP berief sich dabei auf Ermittlerkreise.

Der Mann habe im Vorjahr versucht, nach Syrien zu gelangen. Bei seiner Rückkehr nach Frankreich wurde dem Bericht zufolge ein Anklageverfahren gegen ihn eröffnet, unter anderem wegen des Verdachts auf Verbindungen zu einer Terrororganisation. Der Mann kam vorübergehend in Haft und wurde später mit einer elektronischen Fussfessel wieder freigelassen. Die Informationen von AFP stimmen mit Angaben des Senders iTele überein. (sda)
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Ein Polizist vor dem Rathaus von Saint-Etienne-du -Rouvray.
Bild: PASCAL ROSSIGNOL/REUTERS

Die beiden Angreifer seien aus der Kirche herausgekommen und seien von der Polizei neutralisiert worden, sagte Brandet. Nach der Geiselnahme übernahm die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft die Ermittlungen, wie die Behörde mitteilte. Die Geiselnehmer waren nach Medienberichten mit Hieb- oder Stichwaffen bewaffnet gewesen.

Ein Video vom Tatort.

Der Vatikan hat den tödlichen Angriff auf einen Priester in der Normandie aufs Schärfste verurteilt. Es handle sich um eine «barbarische» Tat, erklärte der Vatikan am Dienstag. Sie sei um so abscheulicher, da sie sich in einer Kirche zugetragen habe.

(phi/sda/dpa/afp/reu)

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