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Frankreich

Mutter tötet 11-jährigen Sohn in Marseille mit Küchenmesser

«Nicht mehr klargekommen»: Mutter tötet 11-jährigen Sohn in Marseille mit Küchenmesser

Nach dem Fund eines toten 11-Jährigen an einem Flussufer in Marseille hat die Mutter des Jungen gestanden, diesen umgebracht zu haben. Sie sei mit den Anfällen ihres Sohnes, der Autist war, nicht mehr klargekommen.
31.10.2022, 02:1231.10.2022, 12:40

Die 39-jährige Frau gab zu, ihr Kind erst zu Hause geschlagen und dann beim Fluss mit einem Küchenmesser getötet zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Marseille am Sonntagabend mitteilte. Die Mutter gab demnach an, nicht mehr mit den Anfällen des Jungen klargekommen zu sein. Französischen Medien zufolge war der 11-Jährige Autist.

A dog on a leash walks along the Old Port in Marseille, southern France, Saturday, Oct. 29, 2022. (AP Photo/Daniel Cole)
Zur Tat kam es in der französischen Hafenstadt Marseille.Bild: keystone

Die Frau hatte ihren Sohn am Freitag als vermisst gemeldet. Er sei bei einem Spaziergang davongelaufen. Erste Ermittlungen ergaben nun, dass die Mutter ihr Kind bereits vor der Vermisstmeldung getötet hatte. Vater und Onkel des Jungen fanden dessen Leiche mit Stichwunden am Samstag am Ufer der Huveaune im Osten Marseilles.

Die Mutter befindet sich seit Samstagabend in Polizeigewahrsam. Am Montag soll sie einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. (sda/dpa)

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17 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Föhnfeuerwirbeli
31.10.2022 08:50registriert Januar 2017
Es ist hochtragisch, dass einer solchen Familie nicht frühzeitig geholfen werden konnte. Und dabei geht es nicht darum, wer versagt hat.
Ich lebe selber mit einem Kind mit einer Behinderung und weiss, wie schwer es ist, im Familienleben Hilfe und Unterstützung zu bekommen.
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stegiKnüller
31.10.2022 09:42registriert Dezember 2020
tragisch! es ist eine Lebensaufgabe, sich um ein Kind mit Defizit zu kümmern. ich verstehe jeden Elternteil und vor allem Alleinerziehende, welche dringendst rasche Unterstützung benötigen.
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Rivka
31.10.2022 07:56registriert April 2021
Ich verurteile die Frau nicht, weil ich nicht in ihren Schuhen stecke. Ich denke mir, dass es unheimlich schwer sein muss, wenn man ein Kind hat, das anders ist. 'Hätte sie es doch weggegeben', wird sehr leicht gesagt. Über die gesellschaftliche Verachtung einer Frau, die mit ihrem 'kranken' Kind nicht mehr klar kam und es weg gab, sagt aber niemand etwas.
Es wird automatisch angenommen, dass eine Frau das 'Mutter sein' im Blut haben muss. Das ist aber nicht der Fall. Leider wird kaum darüber gesprochen und viele Frauen fühlen sich unter Druck gesetzt.
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