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USA schicken Soldaten zur Bekämpfung des Kokainhandels nach Kolumbien



epa08167718 US paratroopers take part in joint military exercices between armies of Colombia and US, at the National Training Centre of Tolemaida, Colombia, 26 January 2020.  EPA/Mauricio Dueñas Castañeda

Bild: EPA

50 US-Soldaten sollen im Juni zur Unterstützung im Kampf gegen den Kokainhandel nach Kolumbien entsandt werden. Die Einheit des US Southern Command werde vier Monate bleiben, um das Militär des Landes in «Verfahren und Taktiken zur Verbesserung des Kampfes gegen den Drogenhandel» zu beraten, sagte Armeechef Luis Fernando Navarro in einem Video am Donnerstag.

Das US Southern Command bestätigte die Information kolumbianischen Medien zufolge. Navarro sagte, die US-Soldaten würden vor allem in vier kolumbianischen Regionen operieren. Dabei handelt es sich nach einem Bericht der Zeitung «El Tiempo» um die mit dem meisten Koka-Anbau.

Jahrzehnte des Kriegs gegen die Drogen, Milliarden von US-Dollar an Finanzhilfen und ein Friedensvertrag mit der Guerilla-Organisation Farc, die sich vor allem mit Drogenhandel und Schutzgeldern finanzierte, haben den grossflächigen Anbau von Koka in Kolumbien nicht stoppen können. Aus Koka wird Kokain hergestellt.

Daten der US-Regierung zufolge wurde in dem südamerikanischen Land im vergangenen Jahr auf einer Fläche von 2120 Quadratkilometern Koka angebaut, gegenüber 208 Quadratkilometern im Jahr 2018. Ein grosser Teil des Kokains wird in die Vereinigten Staaten geschmuggelt, wo sich die Zahl der Drogentoten durch Kokain - von 1.4 auf 4.5 Todesfälle pro 100 000 Menschen - zwischen 2012 und 2018 mehr als verdreifacht hat, so das US-amerikanische Gesundheitsministerium. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Q anon = B annon 29.05.2020 13:08
    Highlight Highlight Was soll das?
    Wie lange Misserfolg braucht es bis man entlich einsieht das es mit dem Krieg gegen die Drogen nicht vorwärt geht. Nein, die Drogenkartelle werden immer reicher und mächtiger!
    Beim Alkohol hat man es Eingesehen, Verbote bringen nichts!
    Und Kokain zu verbieten ist wie beim Hasch, Weltfrend!
    Sorry, 60-705 der Ärtze nehmen Drogen. Bei Köchen ist es nicht anders. Da gibt es 4-5 Sterne Hotels in der am anfang der Schicht, das Team sich Linien zieht. Schüler und Studenten tun es auch. Alle um dem Druck Auszuhalten!
    Das Zeugs ist in der Gesellschaft angekommen! Der Krieg ist Verloren!
    • Silent_Revolution 29.05.2020 15:12
      Highlight Highlight Der Krieg war nie zu gewinnen und das war auch nie das Ziel. Die Opiumkonferenzen waren ein Zusammentreffen von Interessenvertretern der einflussreichsten Staaten. Auf Basis dieser Entscheidungen führt man nun seit hundert Jahren einen sinnlosen, antiwissenschaftlichen Krieg. Auch hier.

      Soziale Misstände löst man nie mit Repression, traurig dass die Bevölkerung noch immer nicht aufsteht gegen eine korrupte Regierung.

      Und das beziehe ich nicht nur auf die USA. Was die Exekutive mit mir als Kiffer hier in der Schweiz alles abgezogen haben... Wir Konsumenten sind die heutigen Verdingkinder.
  • DeDanu 29.05.2020 11:11
    Highlight Highlight Seit jahrzehnten fährt die Ami Politik den selben kontaproduktiven Kurs und mischt sich in die Angelegenheiten anderer Staaten ein.
    Verkauft weltweit am meisten Waffen an wen grad immer wenn die Kohle stimmt und spielt andererseits den Moralisierer wenns um Drogen geht. Ausgenommen natürlich die legalen Drogen wie Oxicontin etc.
    Damit verdienen sie unmengen an 💰.
    Amerika kümmer dich um deinen Maroden 2welt Staat und hör auf von der Weltführung zu träumen. Die Zeiten sind vorbei !
  • Snowy 29.05.2020 10:46
    Highlight Highlight Toll!

    Was kann da schon schiefgehen - ein Versuch ist´s allemal wert!
    • fools garden 29.05.2020 12:57
      Highlight Highlight mit 50 Nasen kann echt nicht viel Schief gehn, ich würd es wohl Alibiübung nennen.
      Das Kokain sorgt für unmengen Umsatz in den Staaten.
    • Snowy 29.05.2020 14:39
      Highlight Highlight Stimmt.
      Besser wäre gewesen, man hätte ein Bataillon entsendet!

      Hauptsache Repression. Weiss ja jeder, dass dies das einzig wirksame Mittel ist gegen die Drogen!
  • ConcernedCitizen 29.05.2020 10:15
    Highlight Highlight Habe die keine anderen Probleme?!
  • Philboe 29.05.2020 07:13
    Highlight Highlight Wird auch nichts helfen. Bei Kokain ist weltweit eine riesige Nachfrage vorhanden. Genau so wie bei Cannabis oder Heroin. Ich hoffe ich erlebe den Tag noch alles einmal legal ist, richtig angebaut und in der Apotheke bezogen werden kann. Alles andere bringt seit 70 Jahren nichts ausser Geldfresserei
  • Balikc 29.05.2020 06:10
    Highlight Highlight Die Opioid-Krise im eigenen Land verursacht mehr als das dreifache an Todesfällen.
    Aber es verkauft sich natürlich besser, südamerikanischen Bauern die Existenzgrundlage zu entziehen*, als die eigene Pharmaindustrie zurück zu binden.

    *der Kampf richtet sich gegen die Anbaugebiete, nicht gegen die Drahtzieher und dies nicht im Sinne von Entwicklungshilfe
    Benutzer Bild
  • Basswow 29.05.2020 04:24
    Highlight Highlight Wenn man das Zeugs doch einfach legalisieren würde...?
    Wäre so vieles einfacher und geregelter. 🤷🏽‍♂️
    BTW: koks=nix für mich.
  • atorator 29.05.2020 04:14
    Highlight Highlight Super Idee. Hat ja in der Vergangenheit auch genial funktioniert...
  • Silent_Revolution 29.05.2020 02:17
    Highlight Highlight Warum so ein Titel, wenn der ganze Artikel die Sinnlosigkeit des Drogenkrieges darstellt?!

    Korrekt wäre: "USA schicken Soldaten zur Bekämpfung der kolumbianischen Bevölkerung"

    Die amerikanischen Anti-Drogen Programme in Kolumbien sind an Idiotie sowieso nicht zu überbieten. Über Eradikationsprogramme sprühen sie seit Jahrzehnten grossflächig über Gebiete wo man lediglich Koka vermutet. Ganze Landstriche werden vergiftet, Mensch und Umwelt nachhaltig geschädigt.

    Die grössten Probleme im Zusammenhang mit dem Drogenhandel bekämpft man nicht mit Besatzung, sondern mit der Legalisierung.
  • Nikolai 29.05.2020 00:54
    Highlight Highlight Zweite Runde :)
  • Matti_St 28.05.2020 23:17
    Highlight Highlight Brachte das letzte mal schon nichts, wird auch dieses mal nichts bringen.

    Das einzige was etwas bringt ist die Legalisierung. Ein kontrollierter Markt mit sauberer Ware und Steuereinnahmen.

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