International
Gesellschaft & Politik

Südafrikas Präsident empfängt sudanesischen Milizengeneral Daglo

Südafrikas Präsident empfängt sudanesischen Milizengeneral Daglo

04.01.2024, 23:05
Mehr «International»
PRESIDENT RAMAPHOSA MEETS WITH RSF LEADER ON DEVELOPMENTS TOWARDS PEACE IN SUDAN

President Cyril Ramaphosa has today, 04 January 2024, received the leader of the Rapid Support Forces (RSF), General M ...
Bild: Presidency of South africa

Der sudanesische Milizenführer Mohamed Hamdan Daglo ist vom südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa empfangen worden. Nach dem Treffen am Donnerstag in Pretoria teilte das südafrikanische Präsidentenamt mit, Ramaphosa habe sich für einen baldigen Dialog zwischen Daglo und dem sudanesischen De-facto-Staatschef Abdel Fattah al-Burhan ausgesprochen. Auch habe Südafrikas Präsident die Notwendigkeit eines permanenten Waffenstillstands im Sudan bekräftigt.

In dem Machtkampf im Sudan bekämpfen sich Daglos Miliz Rapid Support Forces (RSF) und die sudanesischen Streitkräfte von Al-Burhan. Daglos RSF ist aus Reitermilizen in der sudanesischen Region Darfur hervorgegangen, die für schwere Menschenrechtsverbrechen berüchtigt sind. Der Miliz werden Plünderungen, Massentötungen, Vergewaltigungen und ethnische Säuberung vorgeworfen. Sie wird Beobachtern zufolge von den Vereinten Arabischen Emiraten unterstützt. Zuletzt konnte die RSF auch im Zentrum des Landes gegen die sudanesische Armee vorrücken.

Daglo reist bereits seit vergangener Woche durch die Staaten der Region. Zuletzt wurde er vom kenianischen Präsidenten William Ruto empfangen. Auch traf er sich in Äthiopien mit dem letzten zivilen Regierungschef des Sudan, Abdulla Hamdok, um über einen Plan für ein Kriegsende zu sprechen. Nach UN-Angaben sind mehr als sieben Millionen Menschen seit Beginn des Konflikts geflohen. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
«Geeinten Reiches» – Video auf Trump-Account mit Nazi-Sprech sorgt für Aufregung

Ein vom früheren US-Präsidenten Donald Trump verbreiteter Videoclip mit sprachlichen Bezügen zu Nazi-Deutschland sorgt für Empörung. Trump hatte am Montag auf der von ihm mit begründeten Plattform Truth Social zeitweise ein Video geteilt, in dem fiktive Zeitungsartikel gezeigt wurden zu dem möglichen Szenario, dass der republikanische Präsidentschaftsbewerber bei der US-Wahl im November erneut gewinnen könnte. Der 30-Sekunden-Clip war am Dienstag nicht mehr öffentlich zugänglich. In einer der Schlagzeilen darin war unter anderem von der Schaffung eines «geeinten Reiches» im Falle eines Trump-Wahlsieges die Rede. Der Begriff Reich wird oft mit dem «Dritten Reich» der Nazis in Deutschland in Verbindung gebracht.

Zur Story