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An electoral worker with a Scottish Saltire painted on her finger nails counts ballots after polls closed in Britain's general election at a counting centre in Aberdeen, Scotland, May 7, 2015. REUTERS/Cathal McNaughton

Das Resultat der Auszählung der Stimmen war auch für die britischen Wahlforscher eine grosse Überraschung. Bild: CATHAL MCNAUGHTON/REUTERS

Britische Wahlforscher zerknirscht: Umfragen lagen bös daneben

Das klare Ergebnis der Parlamentswahl in Grossbritannien schockiert nicht nur die Wahlverlierer. Auch die Wahlforscher können es kaum glauben.



Die Experten waren sich so sicher in Grossbritannien: Es wird knapp bei der Parlamentswahl, die Mehrheitsverhältnisse unklar, die Regierungsbildung schwierig. Das hatten zig Umfragen übereinstimmend ergeben.

Die Ergebnisse der Wählerbefragung pünktlich zur Schliessung der Wahllokale schockierten deshalb nicht nur die Wahlverlierer. YouGov-Chef Peter Kellner, der bei der BBC sass, wollte es kaum glauben: Ein deutlicher Sieg der Konservativen zeichnete sich ab, bald gar eine absolute Mehrheit. Das hatte so niemand vorhergesagt.

Es gab 650 einzelne Wahlen

Dabei lagen YouGov, Ipsos Mori, ICM und die anderen Institute gar nicht so schlecht, wenn man nur die prozentualen Stimmanteile betrachtet. Schwer machte es ihnen das britische Wahlsystem, das nur Kandidaten ins Parlament einziehen lässt, die ihren Wahlkreis gewinnen. So gesehen gab es am Donnerstag nicht eine Wahl, sondern 650 einzelne. Die Wahlforscher bemühten sich deshalb, aus ihren Umfrage-Ergebnissen Sitz-Prognosen abzuleiten - und das ging daneben.

«Insgesamt war das eine durchwachsene Nacht für die Meinungsforscher», sagte Michelle Harrison vom Umfrageinstitut TNS. Zwar habe man den Erfolg der schottischen Nationalpartei im Norden und die Verluste für die Liberalen vorausgesagt. «Aber wir haben uns wohl nicht vorstellen können, dass es so deutlich wird.» (whr/sda/dpa) 

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