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Siedler legen Feuer im Westjordanland – Kleinkind stirbt in den Flammen 



Bei einem von jüdischen Siedlern entfachten Hausbrand ist im Westjordanland ein palästinensisches Baby getötet worden. Die Eltern des 18 Monate alten Kindes wurden nach palästinensischen Angaben verletzt.

Wie palästinensische Sicherheitskräfte am Freitag mitteilten, drangen in der Nacht vier Siedler in das Dorf Doma bei Nablus ein, und legten Feuer an dem am Ortseingang gelegenen Haus. Zudem hätten sie eine Mauer mit Parolen beschmiert. Anschliessend seien die mutmasslichen Täter in Richtung einer benachbarten Siedlung geflüchtet. 

Die israelische Armee bestätigte den Vorfall. Man suche derzeit nach Verdächtigen. Der israelische Verteidigungsminister Mosche Jaalon verurteilte die Brandstiftung als «Terrorakt».

Der Sprecher von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas machte die israelische Regierung für das Verbrechen verantwortlich. Der Vorfall wäre nicht geschehen, würde Israel seine Siedlungen nicht immer weiter ausbauen.

Radikale Siedler attackieren regelmässig Palästinenser und deren Häuser. Umgekehrt sind Siedler auch immer wieder Ziel von Angriffen radikaler Palästinenser. 

Derzeit leben fast 400'000 israelische Siedler im seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland und fast 200'000 weitere in Ost-Jerusalem. Die internationale Staatengemeinschaft betrachtet alle jüdischen Siedlungen in den Palästinensergebieten als illegal. (wst/sda/afp/dpa)

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