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Israel fliegt «grössten Tageslicht-Angriff» seit 2014



Israels Luftwaffe hat am Samstag erneut Stellungen der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen bombardiert. Die Armee greife Ziele im Gazastreifen an, teilte das Militär am Nachmittag mit. Es handle sich um «den grössten Tageslicht-Angriff» seit dem Gaza-Krieg im Sommer 2014, sagte der israelische Armeesprecher Jonathan Conricus.

Smoke trails are seen as rockets are launched from the Gaza Strip towards Israel, in Gaza City, Saturday, July 14, 2018. The Israeli military carried out its largest daytime airstrike campaign in Gaza since the 2014 war Saturday as Hamas militants fired dozens of rockets into Israel, threatening to spark a wider conflagration after weeks of tensions along the volatile border. (AP Photo/Sami Shehada)

Rauchstreifen über Gaza-Stadt. Bild: AP

Bereits in der Nacht hatten Kampfflugzeuge Tunnel sowie militärische Einrichtungen der radikalislamischen Hamas angegriffen, als Reaktion auf Ausschreitungen palästinensischer Demonstranten an der Grenze des Gazastreifens.

Conricus sprach von «Vergeltung der israelischen Armee gegen die Hamas». Seit Monaten verübe die radikalislamische Palästinenserorganisation Terrorangriffe auf Israel. Der Armeesprecher bezog sich auf Angriffe mit Brand-Drachen, Raketen und Mörsergranaten sowie Attacken am Grenzzaun. Zuletzt habe die Gewalt zugenommen, sagte Conricus.

Angeblich nur militärische Ziele angegriffen

«Unsere Botschaft an die Hamas ist: Wir können und werden die Intensität unserer Angriffe steigern», sagte der Sprecher. «Die Hamas drängt die Bevölkerung des Gazastreifens immer weiter an den Rand des Abgrunds.» Er betonte, es seien nur militärische Ziele angegriffen und die Bevölkerung in arabischer Sprache gewarnt worden.

Von palästinensischen Zeugen und Sicherheitskräften hiess es, Kampfflugzeuge würden Ziele der Hamas angreifen. Bislang sei niemand verletzt worden. Bei den Angriffen in der Nacht wurde Zeugen zufolge allerdings die Infrastruktur der Hamas beschädigt.

Aus dem Gazastreifen wurden nach israelischen Militärangaben rund 30 Mörsergranaten abgefeuert. Sechs Geschosse wurden demnach von der israelischen Luftabwehr abgefangen. Die Hamas bekannte sich zu den Angriffen, bei denen israelischen Medien zufolge allerdings niemand verletzt wurde.

Zwei Tote an Gazagrenze

Am Freitag hatten sich palästinensische Demonstranten und die israelische Armee erneut heftige Auseinandersetzungen an der Grenze des Gazastreifens geliefert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza wurde dabei ein 15-jähriger Junge getötet. Zudem erlag am Samstag ein 20-Jähriger seinen Schussverletzungen vom Vortag, wie das Ministerium mitteilte. 220 weitere Palästinenser seien verletzt worden.

Nach Angaben der Armee wurde auch ein israelischer Soldat verletzt. Israel beschuldigte die Demonstranten, die Sicherheitskräfte unter anderem mit Granaten und Brandsätzen angegriffen zu haben.

Seit Ende März protestieren immer wieder Palästinenser an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen, in dem die radikalislamische Hamas herrscht und der von Israel seit Jahren abgeriegelt wird. Dabei wurden mindestens 141 Palästinenser getötet.

(dsc/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Smeyers 15.07.2018 14:00
    Highlight Highlight Alle setzen sich für die armen Palästinser ein und geben Israel die Schuld. Wären die Kommentare im Nachgang ehrlich gemeint und dienten nicht „geschütztem Antisemitismus“ würden Sie die Hamas mit Ihren Kindersoldaten und ihre Angriffe auf unschuldige jüdische Zivilisten verurteiken. Somit sind die meisten Kommentare gegen Israel antisemitsich, antizionistisch, antijpdisch oder Amt israelisch. Und immer voller Vourteile, das kann man drehen wie man will.
  • Black hat (minus hat) 15.07.2018 07:45
    Highlight Highlight ... die Rauchschwaden auf dem Bild stammen übrigens von den startenden Geschossen der Hamas (über 190 in den letzten 24 Stunden), die Mitten aus dem dicht bewohnten Gaza-Stadt abgeschossen werden. Diese Stellungen effizient anzugreifen ohne Kollateralschaden (sprich: zivile Tote) ist nahezu unmöglich und das weiss die Hamas genau. Jede/-r zivile Tote bringt ihnen wieder Sympathiepunkte der ganzen Welt ein.
    • valfajr 15.07.2018 13:47
      Highlight Highlight Wenn es „nahezu unmöglich“ ist, wieso versucht Israel nicht eine politische Lösung zu erreichen? Erstens ist die Hamas entstanden mit direkter Hilfe Israels, zweitens liegt die Popularität der Hamas an der Besatzungs-und Siedlungspolitik Israels. Israel braucht die Hamas genauso wie die Hamas Israel braucht. Israel nutzt seine momentane Situation der Stärke gegenüber den Palästinenser nicht um eine gleichberechtigte Lösung zu schaffen und zu helfen, einen Palästinenserstaat zu errichten. Dies würde der Hamas jegliche Wähler-und Sympathiebasis nehmen. Stattdessen zerbomben sie Gaza.
    • Smeyers 15.07.2018 16:43
      Highlight Highlight Israel braucht die Hamas keineswegs. Israel braucht auch Assad nicht und unterstützt die Syrischen Flüchtlinge mit Hilfslieferungen und medizinischer Hilfe direkt an seiner Grenze. Gerade weil es eine Demokratie nach westlichem Vorbild ist und den humanitären Grundsätzen verpflichtet ist.
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 14.07.2018 21:36
    Highlight Highlight Damit geht das Blutvergiessen munter und nutzlos weiter. Und die die getötet werden waren an Demos meist nicht dabei.

    Israel verstösst genauso gegen die Menschenrechte wie Syrien. Aber ja keiner sagt was, weils gleich als Antisemitismus gewertet wird.

    Wie die Vorfahren von Israel wohl über das heutige Israel nachdenken? Wenn man so mit anderen Völkern umgeht und früher aber selbst als Volk drangsaliert wurde? Würde mich mal interessieren, Beni, was dein Opa von dir hält.
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