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Nach Coldplay Kiss-Cam spricht Kristin Cabot über den Hass im Internet

Andy Byron und Kristin Cabot: Ihr Konzertbesuch hatte Folgen.
Andy Byron und Kristin Cabot: Ihr Konzertbesuch hatte Folgen. bild: imago

«Kiss-Cam»-Eklat: Kristin Cabot klärt auf, was wirklich dahintersteckt

Seit Juli 2025 ist Kristin Cabot das Gesicht des Kiss-Cam-Skandals. Nun spricht sie ausführlich über die Nacht und ihre Folgen.
18.03.2026, 14:2518.03.2026, 14:25
Elena Rothammer / t-online
Ein Artikel von
t-online

Ein einziger Konzertbesuch änderte das Leben von Kristin Cabot und Andy Byron. Im Juli 2025 wurden sie bei einem Coldplay-Konzert in Boston von einer sogenannten Kiss-Cam in inniger Umarmung gefilmt. Die Aufnahmen verbreiteten sich weltweit, die Spekulationen folgten sofort. Im YouTube-Interview mit Oprah Winfrey schildert Kristin Cabot, was damals wirklich geschah.

«Ich übernehme die Verantwortung für die schlechte Entscheidung, die ich in diesem Moment getroffen habe, und ich habe einen unvorstellbaren Preis dafür bezahlt. Deswegen habe ich meinen Job gekündigt. Ich habe mein Unternehmen in eine Lage gebracht, aus der es kein Zurück mehr gibt», erklärt sie.

Kristin Cabots Ex-Mann war ebenfalls bei Coldplay-Konzert

Doch was viele nicht wussten: Kristin Cabot war zu dem Zeitpunkt bereits von ihrem Mann getrennt. Er befand sich sogar ebenfalls im Gillette Stadium, in dem an jenem Abend 55'000 Menschen zusammenkamen. Sie habe sich zwar Gedanken darüber gemacht, dass eine zufällige Begegnung mit ihm unangenehm sein könnte. Dann aber habe sie die Wahrscheinlichkeit als gering eingeschätzt. «Am Ende des Tages wäre es besser gewesen, wenn ich ihm einfach über den Weg gelaufen wäre», sagt sie rückblickend.

Auch Andy Byrons Ehe sei zu jenem Zeitpunkt bereits beendet gewesen, berichtet Kristin Cabot weiter. Diese Gemeinsamkeit habe die beiden in den Wochen vor dem Konzert einander nähergebracht. Sie hätten sich über ihre jeweiligen Eheprobleme ausgetauscht und seien gemeinsam Mittagessen gegangen, alles in einem beruflichen Kontext. Das Konzert sei das erste private Treffen gewesen.

Eine heimliche Affäre habe es nicht gegeben. Zwar seien Gefühle im Spiel gewesen, doch beide seien sich bewusst gewesen, dass eine Beziehung angesichts ihres engen Arbeitsverhältnisses nicht angemessen sei. Die Umarmung und die Küsse bei dem Konzert seien die ersten Zärtlichkeiten gewesen, die sie mit Andy Byron ausgetauscht habe.

Nach dem Vorfall erlebte Kristin Cabot nach eigenen Angaben massive Anfeindungen. Sie berichtet von Beschimpfungen, Unterstellungen und sogar Morddrohungen. Besonders habe sie getroffen, dass 90 Prozent der Hass-Kommentare im Netz von Frauen stammten.

Alles an ihr sei kritisiert worden, während ihr Chef Andy Byron kaum angegangen worden sei. «Es hat niemand über Andys Haare, Shirt oder Uhr geredet. Ich habe nie etwas darüber gehört oder gelesen, dass infrage gestellt wurde, ob er nur deshalb ein CEO ist, weil er sich hochgeschlafen hat», sagt Kristin Cabot. Sie selbst sei unter anderem als «Ehezerstörerin und Goldgräberin» bezeichnet worden. Vor allem für ihre beiden Kinder im Alter von 14 und 16 Jahren sei die Situation ein «Albtraum» gewesen und sei es immer noch.

Kristin Cabot ist enttäuscht von Andy Byron

«Ich übernehme die Verantwortung für die schlechte Entscheidung, die ich in diesem Moment getroffen habe, und ich habe einen unvorstellbaren Preis dafür bezahlt. Deswegen habe ich meinen Job gekündigt. Ich habe mein Unternehmen in eine Lage gebracht, aus der es kein Zurück mehr gibt», erklärt sie.

Seit Herbst 2025 hat sie keinen Kontakt mehr zu Andy Byron. Dass er sie nicht öffentlich gegen den Gegenwind unterstützt habe, habe sie enttäuscht. «Es hätte schon gereicht, wenn er nur einmal gesagt hätte, dass er von seiner Frau getrennt war», so Kristin Cabot. Das Interview mit Oprah Winfrey werde das erste und einzige Mal sein, dass sie vor einer Kamera über das Thema spreche.

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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Conny 56
18.03.2026 16:02registriert April 2024
Was soll dass? Es gibt Frauen, oder Männer, die in einer festen Beziehung fremdgehen. Beide hatten sich schon bereits getrennt.
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RicoH
18.03.2026 15:57registriert Mai 2019
Etwas ist merkwürdig an der Geschichte. Man wurde nur aufmerksam auf die beiden, weil sie sich verhalten haben, bei etwas ertappt worden zu sein, wovon niemand etwas erfahren sollte. Ob privates oder der Job der Grund war, wissen nur die beiden. Hätten sie einfach in die Kamera gewinkt, hätte es vermutlich niemand interessiert.
Dumm gelaufen. Was aber gar nicht geht, sind die Anfeindungen, denen sie ausgesetzt ist.
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Roli_G
18.03.2026 15:47registriert Januar 2021
Erhlich gesagt sehe ich nicht was Kristin Cabot falsch gemacht haben soll.
Andy Byron kann man gut vorwerfen, dass er ein Verhältnis mit einer von ihm abhängigen Untergebenen im Job eingegangen ist. Das ist immer heikel. Aber umgekehrt gibt es diese Abhängigkeit nicht. Und Fremdgehen ist Privatsache. Da müssen wir uns nicht einmischen.
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