International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Raketenangriff aus Gaza – Israels Armee schlägt zurück



epa01589779 Israeli air force bomb Gaza strip after Palestinian militants shot Qassam rocket from Gaza to Israel, as seen from the Gaza-Israel border, 03 January 2009 . Israel killed a top Hamas militant in the Gaza Strip, early 03 January morning as aircraft continued to pound the salient on the eight day of attacks against the Islamist movement. The Israeli army's

Bild: EPA

Nach einem neuen Raketenangriff aus dem Gazastreifen hat Israels Armee am späten Montagabend Ziele in dem Palästinensergebiet beschossen.

Das Militär teilte mit, die Luftwaffe habe im Süden des Küstenstreifens Infrastruktur angegriffen, die der islamistischen Hamas für unterirdische Aktivitäten diene. Ausserdem hätten israelische Panzer militärische Hamas-Stützpunkte beschossen. Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte.

Erstmals seit mehr als einem Monat war zuvor eine Rakete aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert worden. Das Geschoss schlug nach Medienberichten in einem offenen Gebiet ein. Seit vergangener Woche wurden auch wieder mehrere Brandballons aus dem Palästinensergebiet nach Israel geschickt.

Seit Beginn der Corona-Krise war es nur noch selten zu solchen Vorfällen gekommen. Die Hamas wollte am Sonntag Medienberichte, denen zufolge Israel den Transfer von Hilfsgeldern aus Katar in Höhe von umgerechnet rund 47 Millionen Franken in den Gazastreifen erlaubt hat, nicht kommentieren.

Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben. Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen die Massnahme mit Sicherheitserwägungen. Rund zwei Millionen Einwohner leben unter sehr schlechten Bedingungen in dem Küstenstreifen. Palästinenser protestieren regelmässig gegen die Blockade. Zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen kommt es immer wieder zu Konfrontationen. Unterhändler Ägyptens und der Vereinten Nationen setzen sich regelmässig für eine Beruhigung der Lage ein. (aeg/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Gaza - Bomben nach der Waffenruhe 20.08.2014

Wie entstand der Konflikt im Nahen Osten?

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AdiB 16.06.2020 12:19
    Highlight Highlight Jetzt im ernst, was sind das für hightechraketen die, die hamas da hat. Pegasus erkennt sie spät und hollt sie zum teil nicht runter. Krasser scheiss die, die hamas da am start hat. Ich glaube es gibt kein land mit dieser technologie.

    So jetzt blitzt und nennt mich verschwörungstheoretiker, aber meine frage ist aus technologiescher sicht legitim.
  • N. Y. P. 16.06.2020 09:43
    Highlight Highlight Rund zwei Millionen Palästinenser leben unter sehr schlechten Bedingungen in dem Küstenstreifen.

    Ja, was sollen sie denn machen ?

    Pappschilder hochhalten ?

    Workshops ?

    Währenddessen treibt Israel seinen Siedlungsbau weiter voran, auf Land, das ihnen nicht gehört.
    • Quo Vadis 16.06.2020 10:03
      Highlight Highlight Die schlechten Bedingungen haben sie sich selbst zuzuschreiben. Der Gazastreifen ist seit 13 Jahren unter der Kontrolle der Hamas. Anstatt den jährlichen Geldsegen, den man durch internationale Spenden erhält, in die Infrastruktur und Wirtschaft zu investieren, kauft man sich damit lieber Raketen und baut Tunnels um die Juden auszurotten.

      Dabei wären es gerade z.B. Kleidergeschäfte wie im angehängten Bild, die der Palästinensischen Wirtschaft und besonders Gaza richtig gut tun würden. https://en.wikipedia.org/wiki/Lists_of_Palestinian_rocket_attacks_on_Israel
      Benutzer Bild
    • Phrosch 16.06.2020 10:11
      Highlight Highlight B.Y.P., wenn die Hamas all die Hilfsgelder für die Menschen statt für Waffen einsetzen würde, wäre die Lage viel besser.
    • Do not lie to mE 16.06.2020 10:53
      Highlight Highlight Hat nicht erst die Kriege/Gewalt gegen Israel die Siedlungen ermöglicht (https://de.wikipedia.org/wiki/Arabisch-Israelische_Kriege)? Die Frage wo sollen den die Juden hin? Hamas will sie ja vertreiben. Denn Sie sind sich sicher bewusst dass im Gaza die Sharia Gesetzgebung herrscht. So ist es z.B. verboten dass eine Muslimin einen Christen Heiraten darf. Gewalt ist nie eine Lösung und ohne Politik und den politischen Islam würde dort schon lange Frieden herrschen.
    Weitere Antworten anzeigen

Riesige Explosion in Beirut – was wir wissen, und was nicht

Eine Explosion im Hafen von Beirut richtete verheerenden Schaden in der libanesischen Hauptstadt an. Was bis jetzt bekannt ist – und was nicht.

Kurz vor 18 Uhr (Lokalzeit) hörte man in der Umgebung von Beiruts Hafen mehrere Explosionen, kurz danach fluteten Videos davon die sozialen Medien. Schnell war klar, dass es sich nicht bloss um ein Industriefeuer handelt.

Auf den Videos ist gut zu sehen, wie ein Lagerhaus neben den Silos am Hafen von Beirut in die Luft fliegt, das zeigt auch eine Recherche der Investigativ-Seite Bellingcat.com.

Drohnenbilder der Nachrichtenagentur AP vom Mittwoch zeigen das Epizentrum am Hafen. Die Getreidesilos …

Artikel lesen
Link zum Artikel