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Sea-Watch 3 captain Carola Rackete, center, from Germany, enters an Italian finance police car as she arrives in the Sicilian port of Porto Empedocle, from the island of Lampedusa, Italy, Monday, July 1, 2019. Rackete has been in custody since Saturday when she defied Italy's anti-migrant interior minister, Matteo Salvini, and port authorities by steering her Sea-Watch 3 ship to Lampedusa's dock so the 40 migrants the ship rescued on June 12 could disembark. (Pasquale Claudio Montana Lampo/ANSA via AP)

Carola Rackete bei ihrer Verhaftung am Hafen von Lampedusa (1. Juli 2019). Bild: AP

«Gravierende Beschimpfungen» – Sea-Watch-Kapitänin verklagt Salvini wegen Verleumdung



Nachdem eine Untersuchungsrichterin auf Sizilien ihre Freilassung angeordnet hat, will die Kapitänin der «Sea-Watch 3», Carola Rackete, den italienischen Innenminister Matteo Salvini wegen Verleumdung verklagen.

«Wir haben bereits eine Klage gegen Salvini vorbereitet», kündigte Racketes Anwalt Alessandro Gamberini nach Medienangaben am Freitag an. «Es ist nicht einfach, alle Beschimpfungen Salvinis gegen Rackete zu sammeln. Noch gravierender ist die Tatsache, dass er dies als Innenminister getan hat», so der Anwalt.

Gegen die deutsche Kapitänin läuft in Italien noch ein Verfahren wegen Widerstands gegen die Polizei und wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung, nachdem sie vergangenen Samstag die «Sea-Watch 3» trotz Verbots der italienischen Behörden in den Hafen Lampedusas gesteuert hatte. Noch unklar ist, wo sich Kapitänin Rackete aufhält. Sie befindet sich an einem Ort, wo sie auf eine für kommenden Dienstag geplante Anhörung wartet.

Salvini reagierte gelassen auf die Ankündigung einer Klage Racketes gegen ihn. «Rackete verletzt die italienischen Gesetze, attackiert italienische Polizeiboote und verklagt mich. Ich fürchte die Mafiosi nicht und ich fürchte eine reiche und verwöhnte deutsche Kommunistin nicht», reagierte Salvini auf Twitter. (sda/apa)

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Sea Watch 3 und Carola Rackete

Salvinis Rede über Sea-Watch sorgt für Aufregung

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