Drei Jäger auf Sizilien tot aufgefunden
Auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien gibt der gewaltsame Tod von drei Jägern in einem abgelegenen Wald Rätsel auf. Die Leichen der Männer im Alter von 26, 44 und 82 Jahren wurden an der Nordküste der Insel in der Nähe von Messina erschossen aufgefunden.
Das teilte die Polizei mit. Neben ihnen lagen ihre Gewehre. Die Männer waren in dem bergigen Gelände offensichtlich auf der Jagd nach seltenen Wildschweinen. Die Hintergründe liegen bislang völlig im Dunkeln.
Nach italienischen Medienberichten wurden die Leichen nahe der kleinen Gemeinde Montagnareale von einem Bekannten des ältesten Jägers entdeckt, der sich Sorgen gemacht hatte, weil der 82-Jährige nicht mehr zurückkam. Sie trugen ihre Jagdkleidung, mit Patronengürteln um den Hals. In den Zeitungen war von einer regelrechten «Hinrichtung» die Rede. Die Autos der Jäger standen in der Nähe. Unklar war zunächst, ob sie zusammen unterwegs waren.
Spekulationen über Mafia-Mord
Zu Spekulationen, wonach es sich um Mafia-Morde handeln könnte, sagte Staatsanwalt Angelo Cavallo, es werde in alle Richtungen ermittelt. Aus Ermittlerkreisen verlautete, keiner der drei Männer sei bislang in Zusammenhang mit Mafia-Aktivitäten auffällig geworden. Möglich sei auch ein Doppelmord mit anschliessendem Suizid. Aufschlüsse erhoffen sich die Ermittler von der Untersuchung der Gewehre. Die Leichen sollen obduziert werden. (sda/dpa)
