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Japans Ministerpräsident Shinzo Abe kann nach der Oberhauswahl vom Sonntag die japanische Verfassung doch nicht so leicht wie erhofft ändern.

Bild: EPA

Japans Regierungschef Abe verfehlt Zwei-Drittel-Mehrheit bei Wahl



Japans rechtskonservativer Ministerpräsident Shinzo Abe hat die Oberhauswahl vom Sonntag zwar gewonnen. Die für eine Verfassungsänderung nötige Zwei-Drittel-Mehrheit verfehlte er jedoch.

Seine Liberaldemokratische Partei LDP und ihr kleinerer Koalitionspartner Komeito gewannen nach dem offiziellen Wahlergebnis vom Montag 71 der zur Wahl stehenden Sitze, die Opposition kam auf 53 Sitze. Damit hält das Regierungslager in der zweiten Kammer des Parlaments jetzt 141 Mandate und die Opposition 104.

In Japan wird alle drei Jahre rund die Hälfte der Kammer neu gewählt. Das Ergebnis bedeutet, dass Abes politisches Lebensziel einer Änderung der Nachkriegsverfassung in weite Ferne gerückt ist.

Abe vertritt die Ansicht, dass die Verfassung nicht der einer unabhängigen Nation entspricht, da sie Japan 1946 von der Besatzungsmacht USA aufgezwungen worden sei. Die Existenz der Selbstverteidigungsstreitkräfte will er in der Verfassung verankern.

Für eine Verfassungsänderung bedarf es jedoch einer Zwei-Drittel-Mehrheit in beiden Kammern des Parlaments. Erst dann könnte ein nötiges nationales Referendum initiiert werden, für das eine einfache Mehrheit benötigt wird. Im mächtigen Unterhaus hat Abe die Zwei-Drittel-Mehrheit, konnte sie im Oberhaus aber nicht halten. (sda/dpa)

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