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Greta Thunberg und Justin Trudeau beim Treffen in Montreal.
Greta Thunberg und Justin Trudeau beim Treffen in Montreal.Bild: AP The Canadian Press

Greta Thunberg kritisiert Kanadas Premier Trudeau: «Er tut nicht genug»

28.09.2019, 06:50

Greta Thunberg hat bei einem Treffen mit dem kanadischen Premierminister kein Blatt vor den Mund genommen und Justin Trudeau mangelndes Engagement vorgeworfen.

Die Klima-Aktivistin warf Trudeau vor, nicht ausreichend gegen den Klimawandel vorzugehen. Das sage sie aber allen Politikern weltweit, relativierte sie.

«Ich versuche mich nicht auf einzelne Menschen zu fokussieren, sondern auf das Gesamtbild», sagte die 16 Jahre alte Schwedin nach dem Treffen in Montreal kanadischen Medienberichten zufolge. «Natürlich ist es einfacher, jemandem Vorwürfe zu machen, und natürlich hat er viel Verantwortung und sicherlich tut er nicht genug.» Das sage sie allen Politikern weltweit. «Meine Botschaft an alle Politiker ist dieselbe – hört einfach auf die Wissenschaft und handelt dementsprechend.»

Trudeau verkündete bei einer Pressekonferenz am Freitag, im Falle eines Wahlsiegs im Oktober zwei Milliarden neue Bäume in Kanada pflanzen zu wollen. Klima-Aktivistin Thunberg nannte er bei einer Pressekonferenz «eine beeindruckende Person, welche die Konversation nach vorne bringt» und «die Stimme einer Generation junger Menschen, die ihre Staats- und Regierungschefs dazu aufrufen, mehr zu machen und es besser zu machen – und ich höre zu».

Gemeinsam am Klima-Protest

Am Nachmittag nahmen Trudeau und Thunberg an einem Klima-Protest in Montreal teil, nach Angaben der Veranstalter mit rund 500'000 anderen Menschen. «Wir haben das zusammen unternommen und ich kann euch nicht oft genug dafür danken, dass ihr hier seid», sagte Thunberg bei einer Ansprache an die Teilnehmer. «Es ist einfach unglaublich, vereint zu sein für so eine gemeinsame Sache.»

Greta marschiert bei den Klimaprotesten in Montreal.
Greta marschiert bei den Klimaprotesten in Montreal.Bild: EPA

Ihr Heimatland Schweden und Kanada seien beide «angebliche Anführer in Sachen Klimaschutz», sagte Thunberg weiter. «In beiden Fällen heisst das absolut nichts. In beiden Fällen sind es nur leere Worte.» (meg/sda/dpa)

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Die besten Schilder des Klimastreiks
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Greta Thunberg: Das furchtlose Mädchen von Davos

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Greta Thunberg: Das furchtlose Mädchen von Davos
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Wie Greta Thunberg zum Vorbild einer Generation wurde

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38 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Basti Spiesser
28.09.2019 09:16registriert März 2019
Wieder nur Greta im Fokus? Was erzählen den die Wissenschaftler so?
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bebby
28.09.2019 13:18registriert Februar 2014
In einer Demokratie braucht es eine Mehrheit für Massnahmen. Nur Unternehmen und Diktaturen können Massnahmen einfach so durchsetzen. Alle Umfragen zeigen aber, dass nur eine Minderheit sich einschränken will.
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Fairness
28.09.2019 09:32registriert Dezember 2018
Weltweit muss die Wirtschaft in die Pflicht genommen werden. Nur dann ist noch etwas zu retten. Die wenigen Unternehmen, die es beispielhaft angehen, reichen bei weitem nicht. Der Rest muss, auch wenn es zu Lasten des Profits ist, dazu gezwingen werden. Anstatt Aktienrückkäufe wären Investitionen in neue Technologien einiges nachhaltiger!
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