International
Kuba

USA heben Sanktionen gegen Kuba-Firmen auf

USA heben Sanktionen gegen Kuba-Firmen auf

25.03.2015, 08:0925.03.2015, 14:14
Mehr «International»
US-Präsident und Kubas Staatschef Raul Castro.
US-Präsident und Kubas Staatschef Raul Castro.Bild: KAI PFAFFENBACH/REUTERS

Die USA haben am Dienstag Sanktionen gegen rund 60 Unternehmen und Individuen aufgehoben, die wegen Verbindungen zu Kuba auf einer schwarzen Liste standen. Die meisten dieser Firmen sind in Panama angesiedelt, andere im US-Staat Florida.

Der vom Finanzministerium veröffentlichten Liste zufolge handelte es sich vor allem um Schiffsunternehmen und Handelsfirmen, die unter anderem in den Bereichen Tourismus, Landwirtschaft und Fischerei tätig sind. 

Das Finanzministerium machte keine Angaben dazu, weshalb die Firmen auf der Sanktionsliste standen. Der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina zufolge handelte es sich aber um solche Unternehmen, die von Kuba kontrolliert werden oder andere Verbindungen zu dem Land haben. US-Firmen dürfen keine Geschäftsbeziehungen mit Firmen und Individuen eingehen, die auf der Sanktionsliste stehen.

Der Schritt erfolgte vor dem Hintergrund der diplomatischen Annäherung von Washington und Havanna. In der vergangenen Woche hatte es eine dritte Runde der Verhandlungen über eine Normalisierung der Beziehungen gegeben. 

Russland macht Druck

Nach mehr als einem halben Jahrhundert ohne diplomatische Beziehungen hatte US-Präsident Barack Obama im Dezember eine Neuausrichtung der US-Politik gegenüber Kuba angekündigt. Noch immer besteht aber ein Handelsembargo, das die USA 1962 verhängt hatten. Um dieses aufzuheben, benötigt Obama die Zustimmung des Kongresses.

Für eine sofortige Aufhebung des Embargos spricht sich unter anderem Russland aus. Aussenminister Sergej Lawrow hielt sich am Dienstag in Kuba auf und traf sich unter anderem mit Vize-Präsident Ricardo Cabrisas. Dem kubanischen Staatsfernsehen sagte Lawrow, die Gespräche dienten dazu, eine gemeinsame Haltung zum Thema zu entwickeln. (sda/afp/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
So einen bizarren Mobbing-Fall kann es nur in der US-Politik geben
Erwachsene Menschen mobben nicht mehr, sollte man meinen. Eine bizarre Story aus der US-Politik beweist aber das Gegenteil.

Die US-Politik fördert immer mal wieder Kurioses zutage. Kein Wunder, Politikerinnen und Politiker wie George Santos oder Marjorie Taylor Greene sorgen mit ihren Auftritten und ihrem Verhalten für genug Stoff, um ein ganzes Buch (eine ganze Reihe!) zu schreiben.

Zur Story