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Iran-Krieg: Wieder Angriffe der Huthi-Miliz auf Israel

KEYPIX - epa12819270 ​An Israeli artillery unit deployed at an undisclosed location at the Israeli border with Lebanon shells targets in Lebanon, 14 March 2026. The Israeli military stated  ...
Eine israelische Artillerieeinheit beschiesst am 14. März 2026 Ziele im Libanon.Bild: keystone
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Wieder Huthi-Angriffe auf Israel +++ Trump setzt Frist: «Krieg in 2-3 Wochen zu Ende»

21.03.2026, 15:2301.04.2026, 09:59
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10:29
Katar: Öltanker von Rakete getroffen
Ein Öltanker ist in katarischen Hoheitsgewässern von einer Rakete getroffen worden. Es gebe keine Verletzten, teilte das Verteidigungsministerium von Katar auf X mit.

Drei Marschflugkörper seien aus dem Iran abgefeuert worden. Zwei davon konnten abgefangen werden, wie es in der Mitteilung weiter heiss. Das getroffene Schiff sei vom staatlichen Energiekonzern QatarEnergy gechartert gewesen. Massnahmen, um die Crew des Schiffs zu evakuieren, seien eingeleitet.

Über das Ausmass der Schäden am Schiff oder austretendes Öl wurde zunächst nichts bekannt. (sda/dpa)
10:10
Iran-Krieg trübt Stimmung in Chinas Industrie
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat sich die Stimmung in Chinas Industrie im März laut einer Umfrage leicht eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Anbieters RatingDog fiel auf 50,8 Punkte nach 52,1 im Februar.

Damit lag der Wert zwar weiter über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Der Kostendruck habe sich jedoch deutlich verschärft, zugleich seien die Lieferketten spürbar gestört gewesen, hiess es von RatingDog-Gründer Yao Yu.

Krieg treibt Kosten und stört Lieferketten

Als Belastungsfaktor gilt der Iran-Krieg. Er treibt die Energiepreise nach oben und erhöht die Unsicherheit für Unternehmen. China ist der grösste Warenexporteur der Welt. Höhere Energiepreise belasten daher auch die chinesische Wirtschaft und besonders exportorientierte Firmen.

Zugleich verweisen einige Beobachter darauf, dass China von dem Konflikt auch profitieren könnte. Das Land ist stark bei Solaranlagen, Batterien und Elektroautos. Wenn viele Staaten wegen des Krieges noch stärker auf alternative Energien setzen, könnte das die Nachfrage nach chinesischen Produkten erhöhen.

Offizielle Daten sehen bessere Stimmung

Die Signale aus Chinas Industrie fallen unterschiedlich aus. So hatte erst am Vortag der offizielle Einkaufsmanagerindex des Statistikamts mit einem Anstieg von 49,0 auf 50,4 Punkte leichtes Wachstum signalisiert.

Die Unterschiede sind auch deshalb erklärbar, weil beide Umfragen teils verschiedene Unternehmen erfassen. Während der offizielle Einkaufsmanagerindex des Statistikamts eher grosse und oft staatlich geprägte Firmen abbildet, erfasst RatingDog stärker kleinere, mittlere und exportorientierte Betriebe. (awp/sda/dpa)
9:57
Wieder Angriffe der Huthi-Miliz auf Israel
Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat Israel wieder angegriffen. Israelische Streitkräfte hätten nach eigenen Angaben den Start einer Rakete vom Jemen aus in Richtung des Landes ausgemacht, hiess es am frühen Morgen. Luftverteidigungssysteme seien aktiv.

Ein Sprecher der Miliz sagte im Huthi-nahen TV-Sender Al-Masirah, dass die Huthi einen Raketenangriff auf Israel gestartet hätten.

Zu Beginn des Iran-Kriegs hatte sich die Huthi-Miliz noch zurückgehalten. Seit dem Wochenende griffen die vom Iran unterstützten militanten Islamisten Israel mehrfach an. Die Miliz kündigte «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran an. (sda/dpa)

9:16
Schwere Bombardierungen am frühen Morgen in Teheran
Im Morgengrauen ist die iranische Hauptstadt Teheran wieder von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Nutzer in den sozialen Medien teilten Fotos, auf denen dichte Rauchwolken zu sehen waren, die über den Dächern im Nordosten der Millionenmetropole aufstiegen.

Ein Luftangriff soll sich im Viertel Nobonjad ereignet haben, wo ein Komplex der Verteidigungsindustrie angesiedelt ist. Auch in anderen Stadtteilen Teherans, wo rund 15 Millionen Menschen leben, gab es Bombardierungen.

Im Stadtzentrum nahe dem Haft-e-Tir-Platz etwa meldeten Bewohner kurz vor 6.00 Uhr Teheraner Zeit eine neue Angriffswelle. «Ich bin wie eine erschrockene Katze hochgesprungen. Ich schreibe dir, weil es mir ein Gefühl gibt, am Leben zu sein», zitierte der bekannte Netzaktivist Vahid eine Nachricht, die er aus Teheran erhielt. (sda/dpa)

6:03
Kuwaits Flughafen von Drohnen angegriffen
Kuwait ist erneut unter Beschuss durch Drohnen geraten. Treibstofftanks am internationalen Flughafen seien getroffen worden, teilte die Zivilluftfahrtbehörde des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Einsatzkräfte seien im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen sei durch den Beschuss nur Sachschaden entstanden. Berichte über Verletzte gebe es nicht.

Der Iran greift auch mehr als vier Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen sich immer wieder seine benachbarten Golfstaaten, die US-Militärstützpunkte beherbergen, mit Raketen und Drohnen an. (sda/dpa)


Der kuwaitische Flughafen wurde erneut getroffen.
6:02
Drohnenbeschuss in Kurdenregion im Nordirak
Im Norden des Iraks ist es zu Drohnenangriffen gekommen. In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan, habe es in der Nacht Attacken mit rund 20 Drohnen gegeben, teilte eine Quelle in der Regionalregierung Kurdistan der Deutschen Presse-Agentur mit. Es gebe erheblichen Schaden an zivilen Gebäuden in mehreren Stadtteilen aufgrund herabfallender Trümmerteile. Berichte über Tote oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Auch war unklar, wer für die Angriffe verantwortlich war. Im Zuge des Iran-Kriegs waren zuvor iranisch-kurdische Gruppen im Irak zunehmend ins Visier Teherans geraten. Zum Teil wurden jüngste Angriffe im Irak mit dem Iran verbündeten Milizen zugeschrieben. (sda/dpa)
6:00
Behörde: Tanker vor Katar beschossen
Vor der Küste des Golfstaats Katar ist ein Tanker unter Beschuss geraten. Das Schiff sei rund 31 Kilometer nördlich der Hauptstadt Doha von einem nicht näher beschriebenen Projektil getroffen worden, teilte die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit. Es sei ein Schaden im Rumpf oberhalb Wasseroberfläche entstanden. Die Besatzung sei in Sicherheit. Wer für den Angriff verantwortlich war, blieb zunächst unklar.

Zuvor war im Persischen Golf in der Nacht zum Dienstag ein riesiger kuwaitischer Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten. Er wurde Ziel eines iranischen Angriffs während er vor dem Hafen von Dubai vor Anker lag, wie die staatliche Nachrichtenagentur Kuna berichtet hatte. Es wurde niemand verletzt. (sda/dpa)
5:59
Trump: Ende der US-Angriffe im Iran in wenigen Wochen
Die USA werden ihre Angriffe im Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in zwei bis drei Wochen beendet haben. Er denke, sein Land werde noch «vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tage länger» brauchen, sagte er im Weissen Haus.

Für ein Ende des US-Militäreinsatzes müsse es keinen Deal mit dem Iran geben. Das sei «irrelevant», da man dafür sorge, dass die Machthaber der Islamischen Republik keine Atomwaffen bauen könnten, sagte Trump. Andererseits könne es auch vor dem von ihm anberaumten Zeitraum für ein Ende der US-Angriffe eine Einigung geben, wenn der Iran dazu bereit sei, sagte Trump. Und wenn das Land später wieder in der Lage sein sollte, Atomwaffen zu entwickeln, werde es einen Präsidenten wie ihn geben, der wieder angreifen werde.

Trump bekräftigte, dass es nach dem Ende der US-Militäraktion Sache anderer Länder sein werde, Öltanker durch die Strasse von Hormus zu bekommen – als Beispiel nannte er etwa Frankreich. «Ich denke, es wird sehr sicher sein, aber wir haben damit nichts zu tun», sagte Trump. Chinesische Tanker etwa würden die Meerenge passieren und aufgefüllt werden und sich um sich selbst kümmern. «Wir haben keinen Grund, das zu tun.»

Der Iran hatte nach Beginn der amerikanischen und israelischen Angriffe mit Attacken und Drohungen dafür gesorgt, dass kaum noch Schiffe durch die Strasse von Hormus fahren. Die Meerenge ist ein zentraler Transportweg für Erdöl und Flüssiggas aus der Region. Deswegen führt die Blockade zu steigenden Energiepreisen rund um die Welt – und Sorgen um die Konjunktur. Die USA importieren verhältnismässig wenig Rohöl aus den Staaten des Persischen Golfs – doch steigende Weltmarktpreise treffen alle.

Der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran befindet sich in der fünften Woche. Die US-Regierung hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, dass der Einsatz zwischen vier und sechs Wochen dauern würde. (sda/dpa)

5:57
Israel: Fabrik für Irans Chemiewaffen-Entwicklung attackiert
Israels Armee hat nach eigenen Angaben im Iran einen Hauptlieferanten für die mutmassliche Entwicklung von Chemiewaffen bombardiert. Das Werk, das sich als ziviles Unternehmen ausgegeben habe, habe dem Machtapparat chemische Substanzen, darunter Fentanyl, für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen geliefert, behauptete die Armee in der Nacht. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Es ist nicht bekannt, ob der Iran zuletzt tatsächlich an der Entwicklung von Chemiewaffen für den militärischen Einsatz arbeitete.

Fentanyl ist ein Narkosemittel. Es gelte in hohen Dosen als hochgiftig, hiess es. Die Firma habe «diese tödliche Substanz» wissentlich und systematisch an eine Organisation des iranischen Verteidigungsministeriums geliefert, die sie für die Forschung und Entwicklung chemischer Waffen nutzte, erklärte Israels Armee. (sda/dpa)
21:27
Iran droht US-Firmen im nahen Osten
Der Iran hat angedroht, am Mittwoch die Niederlassungen von diversen US-Firmen im Nahen Osten anzugreifen, falls weitere iranische Regierungsmitglieder getötet würden. Dies geht aus einer Mitteilung der Revolutionsgarden hervor, wie die AFP am Dienstag berichtete.

Die Mitteilung listet 18 Firmen auf, die an der «gezielten Ermordung» von iranischen Führungskräften beteiligt gewesen sein sollen. Darunter befinden sich unter anderem Apple, Google, Meta, Tesla, Nvidia, Cisco, HP, Intel und Flugzeugbauer Boeing. «Diese Firmen müssen ab Mittwoch, den 1. April um 20.00 Uhr Ortszeit Teheran (18.30 Uhr MESZ) mit der Zerstörung ihrer Niederlassungen als Vergeltung für jeden Mord im Iran rechnen», heisst es in der Mitteilung.

Weiter werde den Mitarbeitern dieser Firmen empfohlen, umgehend ihren Arbeitsplatz zu verlassen, um ihr Leben zu retten. Ferner sollen Anwohner von Liegenschaften im Umkreis von einem Kilometer der jeweiligen Firmen-Niederlassungen ihre Häuser verlassen. (cpf)
20:30
Streit um Luftraum-Nutzung: Trump wettert gegen Frankreich
Im Streit um die Nutzung von Luftraum für den Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump Frankreich attackiert. «Frankreich hat Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert», teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. Frankreich habe sich in Bezug auf den Iran-Krieg sehr unkooperativ verhalten, fügte er hinzu. «Die USA werden sich daran ERINNERN.»

Eine Sperrung des Luftraums für Flugzeuge, die mit dem Iran-Krieg in Verbindung stehen, gibt es in Frankreich aber nicht, wie aus einer Reaktion des Élysée-Palasts und Recherchen der Zeitung «Le Monde» hervorgeht. «US-Flugzeuge dürfen unter Einhaltung der internationalen Vorschriften für den Überflug von Staatsluftfahrzeugen französisches Hoheitsgebiet überfliegen», sagte eine diplomatische Quelle der Zeitung.

Wie «Le Monde» unter Verweis auf drei offizielle Quellen berichtete, die namentlich nicht genannt werden wollten, müsse für Kampfflugzeuge und Transportflugzeuge mit Militärgütern gegenwärtig jeweils für jeden Flug eine Erlaubnis in Frankreich eingeholt werden, eine sogenannte «diplomatic overflight clearance». Möglich ist also, dass einzelne Flüge nicht sofort die Erlaubnis erhielten und dies zu Trumps Reaktion führte.

Der Élysée-Palast äusserte sich «überrascht» über die Mitteilung des US-Präsidenten. «Frankreich hat seine Haltung seit dem ersten Tag nicht geändert, und wir bekräftigen diese Entscheidung, die mit der französischen Position seit Beginn dieses Konflikts im Einklang steht», hiess es lediglich aus dem Élysée-Palast. (sda/dpa)
18:18
Briten schicken weitere Luftabwehrsysteme in den Nahen Osten
Zur Abwehr iranischer Angriffe auf Verbündete schickt die britische Regierung weitere Truppen und Luftabwehrsysteme in den Nahen Osten. Grossbritannien wird das Luftabwehrsystem Sky Sabre in Saudi-Arabien stationieren und den Einsatz von Kampfflugzeugen vom Typ Eurofighter in Katar verlängern, wie Verteidigungsminister John Healey während einer Reise in die Golfstaaten bekanntgab. Zusätzliche Luftabwehrteams und -systeme seien ausserdem in Bahrain und Kuwait eingetroffen.

«Meine Botschaft an die Partner in der Golfregion lautet: Die Besten Grossbritanniens werden euch helfen, euren Luftraum zu verteidigen», sagte Healey der Nachrichtenagentur PA zufolge. Die «aggressiven Angriffe» aus Teheran würden «unsere Verbündeten und Interessen im Nahen Osten» weiter bedrohen. «Deshalb fliegt Grossbritannien seit dem ersten Tag dieses Konflikts defensive Missionen», sagte Healey weiter.

Die britischen Streitkräfte befinden sich im Zuge des Iran-Kriegs laut britischer Darstellung in einem Defensiveinsatz – unter anderem fangen Kampfflugzeuge Drohnen und Raketen ab. Bei US-Präsident Donald Trump sorgte diese Haltung wiederholt für Unmut. Am Montag hatte Premierminister Keir Starmer der BBC zufolge erneut klargestellt, dass sich das Vereinigte Königreich «nicht in diesen Krieg hineinziehen lassen», aber weiter seine Interessen und Verbündete in der Region verteidigen werde. (sda/dpa)
15:52
Hegseth: Die nächsten Tage im Krieg werden entscheidend
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sieht die kommenden Tage im Krieg mit dem Iran als entscheidend an. «In nur einem Monat haben wir die Bedingungen festgelegt – die kommenden Tage werden entscheidend sein», sagte er bei einer Pressekonferenz in Washington.

Hegseth betonte, er bevorzuge es, den Krieg mit einem Abkommen zu beenden. «In der Zwischenzeit werden wir mit Bomben verhandeln.»



Hegseth sagte, die neue iranische Führung solle sich klüger verhalten als die alte und einem Abkommen zustimmen. US-Präsident Donald Trump sei dazu bereit. «Wenn der Iran nicht bereit ist, wird das US-Kriegsministerium mit noch grösserer Intensität weitermachen

Obwohl auch am Dienstag unter anderem Israel, Saudi-Arabien und Kuwait iranische Angriffe meldeten, bei denen es Verletzte und Schäden gab, bekräftigte Hegseth die Darstellung, der Iran sei militärisch am Ende. «Ja, sie feuern noch ein paar Raketen ab. Aber wir fangen sie ab.» Nie zuvor im Krieg sei die Zahl der vom Iran abgefeuerten Drohnen und Raketen so gering gewesen wie in den vergangenen 24 Stunden. (sda/dpa)
14:49
Trump zu Grossbritannien: «Holt euch euer eigenes Öl»
US-Präsident Donald Trump hat wegen der aus seiner Sicht fehlenden Unterstützung im Iran-Krieg erneut gegen Grossbritannien und andere Länder ausgeholt.

Alle Länder, die aufgrund der Blockade der Strasse von Hormus kein Öl bekommen könnten, «wie etwa das Vereinigte Königreich, das sich geweigert hat, sich an der Enthauptung Irans zu beteiligen», sollten ihr Öl entweder in den USA kaufen oder es selbst aus der Strasse von Hormus holen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Durch die Meerenge verläuft normalerweise ein bedeutender Teil des weltweiten Ölhandels, durch den Krieg ist die wichtige Handelsroute allerdings nahezu vollständig blockiert. Länder wie das Vereinigte Königreich müssten «lernen, für euch selbst zu kämpfen», heisst es weiter, «die USA werden nicht mehr da sein, um euch zu helfen, so wie ihr nicht für uns da wart». «Holt euch euer eigenes Öl!», teilte Trump mit.

Der Republikaner kritisiert seit Beginn des Iran-Krieges immer wieder europäische Länder und Nato-Partner, die die USA aus seiner Sicht zu wenig unterstützt hätten. Zuletzt forderte Trump mehrere Länder zudem dazu auf, sich an der militärischen Sicherung der Strasse von Hormus zu beteiligen. (sda/dpa)

14:40
Iran-Krieg zieht Golfstaaten in wirtschaftliche Schieflage
Die Golfstaaten rutschen im ersten Halbjahr einer Prognose zufolge wegen des Iran-Kriegs in eine Rezession. Die britische Denkfabrik Oxford Economics erwartet ein Wachstum von minus 0,2 Prozent für die Länder des Golf-Kooperationsrates (GCC), eine Revision der Wachstumserwartungen um 4,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Zeitpunkt vor dem Krieg.

Die Korrektur spiegele einen Rückgang bei Ölproduktion, Exporten, Tourismus und Binnennachfrage wider, so die Analysten. Seit Wochen ist die Strasse von Hormus fast vollständig für den Schiffsverkehr geschlossen. Damit können die Länder am Golf ihre zentralen Exportgüter Öl und Gas kaum noch verschiffen.

Dem Golf-Kooperationsrat gehören Saudi-Arabien, Oman, Katar, Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Nach Angaben von Oxford Economics fällt die Prognoserevision für Saudi-Arabien und Oman schwächer aus, da die beiden Länder weniger von der Strasse von Hormus abhängig seien. (awp/sda/dpa)
13:49
Katz: Werden Grenzdörfer im Libanon zerstören
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hat die Zerstörung aller Häuser in grenznahen Dörfern im Süden des Libanon angekündigt.

Damit wolle man die Bedrohung für die Einwohner des israelischen Grenzgebiets durch die libanesische Hisbollah-Miliz «ein für alle Mal beseitigen», sagte Katz nach Angaben seines Büros. Als Vorbild dienten dabei die Ortschaften Rafah und Beit Hanun im Gazastreifen, sagte er. Diese waren im Gaza-Krieg praktisch vollständig zerstört worden.

Viele Ortschaften im Süden des Libanon gelten als Hochburgen der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz. Die israelische Führung wirft der Hisbollah vor, von dort aus auch immer wieder zivile Wohngebiete im Norden Israels beschossen zu haben. Ein Armeesprecher sagte, binnen eines Monats habe es bis zu 5000 Angriffe der Hisbollah mit Raketen, Mörsergranaten und Drohnen auf Israels Norden gegeben.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hiess es, es gebe bereits jetzt massive Schäden in zahlreichen Grenzdörfern. In Gegenden wie Aita al-Schaab, Chiam oder Kfar Kila seien ganze Wohnviertel zerstört worden.

Katz sagte den Angaben zufolge, die Rückkehr von mehr als 600'000 Bewohnern des Libanon südlich des Litani-Flusses, die in Richtung Norden geflohen seien, werde vollständig untersagt, «solange nicht die Sicherheit und das Wohlergehen der Bewohner des Nordens gewährleistet sind».

Katz hatte zuletzt gesagt, Israel wolle bis auf weiteres das Gebiet bis zum Litani-Fluss im Südlibanon kontrollieren. Im Libanon fürchtet man eine dauerhafte Besatzung des Gebiets. (sda/dpa)
12:43
Ex-Aussenminister: Pharmaunternehmen im Iran bombardiert
Im Iran ist nach Worten des früheren Aussenministers Mohammed-Dschawad Sarif ein Pharmaunternehmen Ziel eines Angriffs geworden.

«Nach einem Monat voller Kriegsverbrechen wurde heute die Firma Tofigh Daru Research & Engineering zum Ziel», schrieb der ehemalige Minister auf der Plattform X. «Die verzweifelten Angreifer – denen es nicht gelungen ist, ihre teuflischen Wahnvorstellungen zu verwirklichen – haben nun gezielt einen Hersteller von pharmazeutischen Wirkstoffen, darunter auch Krebsmedikamente, angegriffen

Er veröffentliche dazu ein Foto, das ein zerstörtes und ausgebranntes Stockwerk der Einrichtung zeigt. (sda/dpa)

12:31
Iran bestätigt Angriffe auf Militäreinrichtungen in Isfahan
Der Iran hat nächtliche Bombardierungen auf Militäreinrichtungen in der Provinz Isfahan bestätigt.

«Derzeit liegen noch keine Informationen über das Ausmass der Schäden oder die Zahl der Toten und Verletzten dieser Angriffe vor», zitierte die iranische Nachrichtenagentur Isna den Vizegouverneur der Provinz, Akbar Salehi.

Die USA hatten einem Medienbericht zufolge einen massiven Angriff auf ein grosses Munitionsdepot in Isfahan ausgeführt. Dafür hätten sie in der Nacht eine grosse Menge bunkerbrechende Bomben mit einem Gewicht von jeweils rund 2.000 Pfund (etwa 900 Kilogramm) eingesetzt, berichtete das «Wall Street Journal» unter Berufung auf einen US-Beamten.

US-Präsident Donald Trump postete am Montagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social einen Videoclip, der Explosionen zeigte. Er nannte dazu allerdings keinerlei Kontext. Der Zeitung zufolge handelte es sich dabei um ein Video des Angriffs in Isfahan.

Aufnahmen in den sozialen Medien zeigten schwere Explosionen in der Nacht. Auf Bildern war nach den Bombardierungen unter anderem ein glühend orangefarbener Nachthimmel zu sehen. «Sechs bunkerbrechende Bomben trafen den Berg Sofeh, sehr viele Folgeexplosionen, mehrere pro Sekunde, der Himmel ist hell erleuchtet», zitierte der Netzaktivist Vahid eine Nachricht. (sda/dpa)
12:21
Iran: Entsalzungsanlage auf Insel Gheschm ausser Betrieb
Im Krieg der USA und Israels gegen den Iran ist eine Entsalzungsanlage im Süden des Landes nach Raketenbeschuss ausser Betrieb.

Eine Reparatur der Anlage auf der Insel Gheschm sei nicht möglich, berichtete die Zeitung «Shargh» unter Berufung auf das Zentrum für Umweltschutz. Die konkreten Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung auf der landschaftlich spektakulären Insel, die auch ein beliebter Touristenort ist, war zunächst unklar.

Unterdessen meldete die Nachrichtenagentur Mehr einen weiteren Angriff auf Gheschm. Bei der Bombardierung eines Hafenabschnitts habe es keine Opfer gegeben, hiess es unter Berufung auf die Verwaltung der zuständigen Provinz Hormusgan. (sda/dpa)

  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet. Chameneis Sohn Modschtaba wurden zum Nachfolger gekürt, er soll aber verletzt sein und trat bisher nicht öffentlich auf.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.
  • Zuletzt rückte die Strasse von Hormus in den Fokus, ein wichtiges Nadelöhr für den weltweiten Ölhandel. Mit deren Teilsperrung durch den Iran ist der Ölpreis massiv angestiegen. Die USA versuchen eine Öffnung der Strasse unter der Androhung schwererer Angriffe zu erzwingen.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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650 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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Pakistan: Weshalb eine Kriegspartei nun Frieden stiften soll
Pakistan gab am Sonntag bekannt, dass es die Zusage der USA und des Irans zur Vermittlung im Krieg zwischen den Ländern habe. Pakistan selbst befindet sich im Krieg mit Afghanistan, agiert nun jedoch als Mediator zur Friedensförderung. Hier die wichtigsten Punkte zur scheinbar paradoxen Situation.
Am Sonntag gab Pakistans Aussenminister Ishaq Dar bekannt, dass es bald Gespräche zwischen den USA und dem Iran ausrichten wird. Zuvor tauschte sich Dar mit den Aussenministern von Ägypten, der Türkei und Saudi-Arabien über mögliche Wege aus, den Krieg in der Golfregion nachhaltig zu beenden.
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