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Iran-Ticker: Stahlwerk bei Isfahan nach Angriffen ausser Betrieb

KEYPIX - epa12819270 ​An Israeli artillery unit deployed at an undisclosed location at the Israeli border with Lebanon shells targets in Lebanon, 14 March 2026. The Israeli military stated  ...
Eine israelische Artillerieeinheit beschiesst am 14. März 2026 Ziele im Libanon.Bild: keystone
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Stahlwerk bei Isfahan nach Angriffen ausser Betrieb +++ Neuer Raketenangriff auf Tel Aviv

21.03.2026, 15:2302.04.2026, 20:21
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20:52
Krisengespräch zu Strasse von Hormus – Mehr Druck auf Iran angestrebt
Bei der Krisensitzung zur vom Iran weitestgehend blockierten Strasse von Hormus haben die teilnehmenden Länder unter anderem über mögliche weitere Sanktionen gegen Teheran gesprochen. Das teilte das britische Aussenministerium nach dem von Grossbritannien einberufenen Online-Treffen mit Vertretern von mehr als 40 Ländern mit. Aussenministerin Yvette Cooper sprach von einer Entschlossenheit vieler Länder zur Öffnung der für den weltweiten Handel wichtigen Meeresenge. Konkrete Schritte blieben jedoch vorerst aus.



Bei dem Treffen wurden den Angaben nach Massnahmen zur Erhöhung des Drucks auf den Iran besprochen, darunter auch wirtschaftliche und politische «wie beispielsweise Sanktionen», sollte die Strasse von Hormus geschlossen bleiben. Schon jetzt gibt es allerdings zahlreiche Sanktionen gegen den Iran, etwa im Energiesektor.

Eine weitere Massnahme könnte der Mitteilung zufolge die Zusammenarbeit mit der Weltschifffahrtsorganisation (IMO) sein, «um sicherzustellen, dass die ersten gestrandeten Schiffe wieder in Fahrt kommen können». Die IMO gab zuletzt bekannt, bereits an Evakuierungsplänen für die zahlreichen festsitzenden Schiffe und Seefahrer zu arbeiten.

Treffen von Militärplanern geplant

Die Auswirkungen der iranischen Blockade auf die Wirtschaft sind enorm. Nachdem die USA und Israel den Iran angegriffen hatten, brachte Teheran die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus mit Attacken und Drohungen nahezu zum Erliegen. Auch deshalb prangerte Cooper wiederholt eine «Rücksichtslosigkeit» Teherans an. Der Iran habe die «Weltwirtschaft als Geisel» genommen, sagte sie.

Bereits vor der Krisensitzung, an der auch Deutschland teilnahm, kündigte Cooper ein Treffen von Militärplanern an. In der kommenden Woche sollen diese in Northwood nördlich von London zusammenkommen, wie das britische Verteidigungsministerium auf X schrieb. Dabei sollen «realisierbare Optionen zur Gewährleistung der Zugänglichkeit und Sicherheit der Strasse von Hormus für die Schifffahrt» erörtert werden. (sda/dpa)
20:20
Stahlwerk bei Isfahan nach Angriffen ausser Betrieb
Nach neuen Luftangriffen auf die Stahlindustrie im Iran hat ein Werk bei Isfahan seinen Betrieb eingestellt. Das Ausmass der Schäden und die Zerstörungen an den Einrichtungen haben zum vollständigen Stillstand der Produktionslinien geführt, wie die Zeitungen «Shargh» und «Hammihan» unter Berufung auf eine Mitteilung des Stahlkonzerns Mobarakeh berichteten. Die Mitarbeiter wurden demnach angewiesen, ihre Arbeit niederzulegen.

Die Stahlindustrie zählt zu den Schlüsselbranchen im Iran und spielt eine zentrale Rolle etwa in der Automobilproduktion oder dem Rüstungsbereich. Das Werk Mobarakeh bei Isfahan ist dabei der grösste Stahlproduzent des Landes und ein wichtiger Pfeiler der inländischen Versorgung. Vor dem Hintergrund internationaler Sanktionen hat Iran seine Stahlproduktion gezielt ausgebaut, um unabhängiger von Importen zu werden. In dem Werk bei Isfahan sind mehr als 10.000 Menschen beschäftigt. (sda/dpa)

19:54
Israel meldet Tötung von iranischem Öl-Kommandeur in Teheran
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen weiteren ranghohen iranischen Kommandeur getötet. Bei dem Angriff in der iranischen Hauptstadt Teheran sei Dschamschid Eshaghi in dieser Woche ums Leben gekommen. Er sei Kommandeur des «Öl-Hauptquartiers» der iranischen Streitkräfte gewesen, hiess es weiter in der Mitteilung. Dieses ermögliche dem iranischen Machtapparat die Fortsetzung seiner Aktivitäten und seines militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen.

Eshaghi sei auch für die Bereitstellung finanzieller Mittel für Verbündete des Irans in der Region verantwortlich gewesen, darunter die libanesische Hisbollah sowie die Huthi-Miliz im Jemen. Eshaghi war auf einer Sanktionsliste des US-Finanzministeriums aufgelistet und dort als weltweit agierender Terrorist eingestuft.

Israel hat im Iran-Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet, darunter den obersten Führer Ali Chamenei. (sda/dpa)

19:54
Angriffe auf arabische Länder gehen weiter
Auch in der fünften Woche des Iran-Kriegs gibt es weiterhin Angriffe auf arabische Länder. Aus Kuwait, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Katar und Jordanien kamen zunächst keine Berichte über Opfer oder Schäden.

Die Armee von Kuwait teilte auf X mit, zwei Raketen und 13 Drohnen in den vergangenen 24 Stunden abgeschossen zu haben. Auch Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten den Abschuss von Raketen und Drohnen. Saudi-Arabien habe am Donnerstag eine Rakete, die auf den ölreichen Osten des Landes abzielte, und weitere Drohnen abgefangen, hiess es vom Verteidigungsministerium des Landes. Katar meldete den Abschuss von Drohnen.

Nicht am Golf, aber dennoch betroffen war Jordanien: Die Streitkräfte des Landes meldeten den Abschuss einer Rakete. Behörden seien dort zudem Berichten über herabfallende Trümmerteile nachgegangen. (sda/dpa)
19:52
Trump zu zerstörter Brücke im Iran: Viel mehr wird folgen
Nach der Bombardierung einer wichtigen Autobahnbrücke bei Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit weiteren Angriffen gedroht. «Die grösste Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden – es wird noch viel mehr folgen!», schrieb er auf der Online-Plattform Truth Social und postete ein kurzes Video dazu, das die zerstörte Brücke vor einem Bergmassiv und dichte Rauchschwaden zeigt. Der Iran sollte sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr übrig bleibe von dem Land, so Trump.

Es handelt sich um eine wichtige Autobahnbrücke in der Grossstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran. Iranische Medien hatten zuvor von dem Luftangriff berichtet. Über Opfer wurde zunächst nichts bekannt. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und eine wichtige Verbindungsroute für Pendler aus Karadsch in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran. (sda/dpa)

18:05
Wichtige Autobahnbrücke «B1» bei Teheran erneut bombardiert
Im Iran ist eine wichtige Autobahnbrücke zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit bombardiert worden. In der Grossstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran, wurde die als «B1» bekannte Brücke erneut bei einem Luftangriff getroffen, wie iranische Medien übereinstimmend berichteten. Der neue Angriff ereignete sich, als Rettungskräfte vor Ort im Einsatz waren, berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Fars.

Videos in den sozialen Medien zeigten dunkelgraue Rauchwolken nach den Raketeneinschlägen und Brückenelemente, die in sich zusammenstürzten. Das israelische Militär teilte auf Anfrage mit, nicht für den Angriff verantwortlich zu sein.

Bei dem ersten Angriff auf die Brücke, der erst im vergangenen Sommer fertiggestellt worden war, kamen iranischen Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen ums Leben. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran und eine wichtige Verbindungsroute für Pendler aus Karadsch in die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran. (sda/dpa)
17:48
Neuer Raketenangriff des Irans auf Tel Aviv
Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Irans staatlicher Rundfunk berichtete von einer weiteren Angriffswelle auf die Küstenstadt Tel Aviv. In der Metropole sowie in Jerusalem gab es erneut Raketenalarm, Menschen eilten in Schutzräume.

Nach ersten Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom wurde aber niemand verletzt. Bei einem Raketenangriff der mit dem Iran verbündeten libanesischen Hisbollah-Miliz wurde nach Medienberichten in der Stadt Naharija im Norden Israels ein Kindergarten getroffen. Dabei gab es aber den Angaben zufolge keine Verletzten. (sda/dpa)
13:32
Irans Ex-Aussenminister schwer verletzt
Kamal Charrazi, ehemaliger Aussenminister des Irans, wurde bei einem Angriff schwer verletzt. Das berichten iranische Medien. Charrazi war von 1997 bis 2005 als Aussenminister im Amt, zuletzt war er Aussenpolitikberater des Ajatollahs. Der 82-Jährige soll sich zum Zeitpunkt des US-israelischen Angriffs in seinem Haus befunden haben und wurde mittlerweile ins Krankenhaus eingeliefert. Seine Frau kam Berichten zufolge beim Angriff ums Leben.

13:08
Israel tötet viele Hisbollah-Mitglieder - Geschosse abgefeuert
Israels Armee hat bei Angriffen am Boden, aus der Luft und vom Meer aus etliche Mitglieder der libanesischen Hisbollah getötet. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 40 Mitglieder der vom Iran unterstützen Miliz im Nachbarland getötet worden, teilte das israelische Militär in einer Erklärung am Mittag mit. Aus Kreisen der Hisbollah hiess es ebenfalls, Dutzende Kämpfer seien bei Nahkämpfen mit israelischen Soldaten im Südlibanon ums Leben gekommen.

Aus libanesischen Sicherheitskreisen verlautete, Israels Armee dringe weiter im Südlibanon vor. Israels Armee erklärte, Bodentruppen hätten dort Dutzende Ziele der Schiitenorganisation Hisbollah zerstört, darunter Beobachtungsposten und Raketenabschussrampen. Die israelische Luftwaffe griff den Angaben zufolge ebenfalls Dutzende Stellungen wie etwa Waffenlager im Nachbarland an.

Bei schweren israelischen Luftangriffe und Artilleriebeschuss seien im Laufe des Tages in den Grenzorten Taiba und Chiam weitere Häuser zerstört worden, hiess es aus libanesischen Sicherheitskreisen weiter. Den Angaben zufolge sind unter anderem in Chiam bereits ganze Wohnviertel zerstört worden.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuletzt die Zerstörung aller Häuser in grenznahen Dörfern angekündigt. Viele Ortschaften im Süden des Libanons gelten als Hochburgen der Hisbollah-Miliz. Die israelische Führung wirft ihr vor, von dort aus auch immer wieder zivile Wohngebiete im Norden Israels zu beschiessen.

Die Hisbollah feuerte am Morgen und Vormittag wieder Geschosse auf Nordisrael. Dort gab es mehrfach Raketenalarm. Israels Armee erklärte auf Anfrage, sie könne rund 50 Geschosse bestätigen, die die Miliz seit dem Morgen auf Israel abgefeuert habe. (sda/dpa)

13:05
Iran vollstreckt weiteres Todesurteil nach Massenprotesten
Im Iran ist ein weiteres Todesurteil im Zusammenhang mit den jüngsten Massenprotesten vollstreckt worden. Nach Angaben des offiziellen Justizportals wurde Amirhossein Hatami gehängt. Er soll zu einer Gruppe gehört haben, die in einen «militärisch klassifizierten Standort» der paramilitärischen Basidsch-Miliz in Teheran eingedrungen und dort Feuer gelegt haben soll. Nach Justizangaben wurde das Todesurteil vom obersten Gericht überprüft und eine Revision als unbegründet abgelehnt.

Unterstützer schrieben auf X, Hatami sei zum Zeitpunkt seiner Hinrichtung erst 18 Jahre alt gewesen und zu einem Geständnis gezwungen worden. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Im Iran sind in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Hengaw mindestens 160 Todesurteile vollstreckt worden.

Die iranische Justiz hatte am Dienstag angekündigt, die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher «ohne Gnade und Nachsicht» zu vollstrecken. Ausser Spionage für die USA, Israel oder andere «feindliche Staaten» sollen künftig auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die «Angst und Schrecken» in der Bevölkerung auslösen, mit der Todesstrafe geahndet werden.

Die Proteste wurden Ende Dezember zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst. Rasch entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor. Tausende Demonstranten wurden getötet. (sda/dpa)
9:11
Wieder Raketenbeschuss auf Israel
Der Iran und die libanesische Hisbollah-Miliz haben erneut Raketen auf Israel abgefeuert, wo Menschen derzeit das Pessachfest feiern. Am Morgen heulten im Norden des Landes mehrfach die Warnsirenen. Zwei Männer wurden durch eine Rakete der Hisbollah leicht verletzt, wie der Rettungsdienst Magen David Adom mitteilte.

Eine ebenso auf den Norden gerichtete Rakete des Irans soll israelischen Medien zufolge mit Streumunition bestückt gewesen sein. Der Einsatz von Streumunition ist international weitgehend geächtet, weil sie grosse Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern überzieht und besonders für Zivilisten gefährlich ist.

Auch in der Nacht hatte es mehrfach Beschuss auf Israel gegeben, unter anderem in der Küstenmetropole Tel Aviv wurde Raketenalarm ausgelöst. Magen David Adom meldete mehrere Leichtverletzte durch Glassplitter in einem Vorort von Tel Aviv, darunter zwei Babys.

Juden weltweit feiern seit Mittwochabend das einwöchige Pessachfest, das an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und die Befreiung aus der Sklaverei erinnert. (sda/dpa)
9:07
Iran droht USA und Israel mit härteren Angriffen
Der Iran droht Israel und den USA mit weiteren, noch härteren Angriffen. Ein Sprecher des Hauptquartiers der Streitkräfte sagte laut Nachrichtenagentur Isna, die Kenntnisse der Gegner über Irans militärische Fähigkeiten, Macht und Ausrüstung seien unvollständig. «Über unsere sehr umfangreichen und strategischen Kapazitäten wisst ihr nichts», so der Sprecher.

Nach seiner Darstellung sind die bisherigen Angriffsziele der USA und Israels unbedeutend. Die strategische Militärproduktion finde an Orten statt, «von denen ihr in keiner Weise Kenntnis habt und die ihr niemals erreichen werdet».

Israel und die USA sollten sich laut Sprecher nicht der Illusion hingeben, sie hätten die Produktionszentren für strategische Raketen, weitreichende offensive und präzisionsgelenkte Drohnen, neuartige Luftverteidigungssysteme, elektronische Kampfführung und Spezialausrüstung zerstört.

Der Krieg werde bis zur Kapitulation der Gegner weitergehen, sagte er weiter. «Wartet auf noch härtere Massnahmen.» (sda/dpa)
6:37
US-Militär: Bereits mehr als 12'300 Ziele im Iran angegriffen
Das US-Militär hat in dem seit mehr als einem Monat andauernden Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bereits mehr als 12'300 Ziele in dem Land angegriffen. Darunter befänden sich auch 155 iranische Schiffe, die beschädigt oder zerstört worden seien, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit.

Washingtons Verbündeter Israel flog nach eigenen Angaben bisher mehr als 800 Angriffe im Iran, wie die Armee am Mittwoch mitgeteilt hatte. (sda/dpa)
6:31
Nato-Chef reist zu Gesprächen mit Trump nach Washington
Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird in der kommenden Woche für Gespräche mit US-Präsident Donald Trump nach Washington reisen. Der Besuch in der US-Hauptstadt sei bereits seit längerer Zeit geplant gewesen, sagte seine Sprecherin Allison Hart der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. Details zum Programm sollten in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden.

Für Rutte dürfte das Treffen mit Trump eine Gelegenheit sein, sich im bündnisinternen Streit um den Iran-Krieg um Entspannung zu bemühen. Trump hatte sich zuletzt extrem verärgert darüber gezeigt, dass Alliierte auf Distanz zur militärischen Intervention der USA in der Islamischen Republik gehen und sich während des Kriegs auch nicht an einem möglichen Militäreinsatz zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Strasse von Hormus beteiligen wollen. Nach jüngsten Äusserungen zieht der US-Präsident deswegen sogar einen Nato-Austritt in Erwägung.

Weitere Themen der Beratungen dürften die andauernden Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sowie der im Sommer anstehende Nato-Gipfel in der Türkei sein. Bei dem Spitzentreffen in Ankara soll es einmal mehr darum gehen, die Lastenteilung im Militärbündnis fairer zu gestalten. Trump fordert dabei, dass die Europäer künftig deutlich mehr Verantwortung für ihre eigene Verteidigung übernehmen. (sda/dpa)


Nato-Chef Mark Rutte.
21:58
Israels Armee: Angriff auf Dutzende Militäreinrichtungen in Teheran
Die israelische Luftwaffe hat nach Angaben der Armee Dutzende Militäreinrichtungen in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen. In der Nacht auf Mittwoch seien auf Grundlage von Geheimdienstinformationen allein 15 Waffenproduktionsstätten «im Herzen Teherans» angegriffen worden, teilte die israelische Armee auf Telegram mit. Darunter befinde sich ein zentraler Komplex des iranischen Verteidigungsministeriums mit Produktionsstätten für Raketen, die gegen Flugzeuge und ferngesteuerte Fluggeräte eingesetzt werden sollten.

Darüber hinaus seien Luftabwehrsysteme, Abschussrampen sowie Produktions- und Lagerstätten für Raketen angegriffen worden. Allein in den vergangenen zwei Tagen habe die israelische Luftwaffe Angriffe auf rund 400 Ziele des «iranischen Terrorregimes» geflogen, hiess es weiter. (sda)
20:32
Trump knüpft Ukraine-Hilfe an Unterstützung bei der Strasse von Hormus
Us-Präsident Donald Trump fordert von den europäischen Partnern Unterstützung bei der Öffnung der Strasse von Hormus. Sollte Europa dieser Aufforderung nicht nachkommen, droht der US-Präsident gemäss einem Bericht der «Financial Times» mit dem Stopp von Waffenlieferungen an die Ukraine. Die Zeitung stützt sich dabei auf informierte Kreise. Konkret gehe es um Rüstungsgüter, welche die Ukraine im Rahmen der sogenannten PURL-Initiative aus den USA bezieht.
20:23
Medien: Grösster Raketenangriff auf Israel seit Kriegsbeginn
Der Iran hat Israel kurz vor Beginn des Pessach-Festes massiv mit Raketen angegriffen. Allein in Tel Aviv gab es nach Angaben von Augenzeugen sechsmal Raketenalarm innerhalb einer Stunde.

Die «Times of Israel» berichtete unter Berufung auf die Armee, dass es sich um den grössten iranischen Raketenangriff auf Israel seit Beginn des Krieges gehandelt habe. Etwa zehn ballistische Raketen seien auf Zentralisrael abgefeuert worden. Über mögliche Opfer und Schäden lagen bislang keine bestätigten Informationen vor. (sda/dpa)
13:48
Israel: Haben hochrangigen Hisbollah-Kommandeur getötet
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben einen hochrangigen Kommandeur der Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut getötet. Es soll sich dabei um den Kommandeur der «südlichen Front», Jusuf Ismail Haschem, gehandelt haben.

Er habe eine zentrale Rolle in der Hisbollah gespielt. Die Schiitenorganisation äusserte sich zunächst nicht selbst. Libanesische Medien berichteten jedoch, die Hisbollah habe seinen Tod bestätigt.



Bei dem Angriff in der Nacht in einem Viertel am südlichen Stadtrand wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums insgesamt sieben Menschen getötet. 26 weitere Personen seien verletzt worden. Nach Angaben der Hisbollah war unter den Toten auch Mohammad Baqir Al-Nabulsi, ein bekanntes Hisbollah-Mitglied.

Der Angriff ereignete sich kurz nach Mitternacht. Eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtete von mindestens drei Explosionen, die über der Hauptstadt zu hören gewesen seien. (sda/dpa)
10:29
Katar: Öltanker von Rakete getroffen
Ein Öltanker ist in katarischen Hoheitsgewässern von einer Rakete getroffen worden. Es gebe keine Verletzten, teilte das Verteidigungsministerium von Katar auf X mit.

Drei Marschflugkörper seien aus dem Iran abgefeuert worden. Zwei davon konnten abgefangen werden, wie es in der Mitteilung weiter heiss. Das getroffene Schiff sei vom staatlichen Energiekonzern QatarEnergy gechartert gewesen. Massnahmen, um die Crew des Schiffs zu evakuieren, seien eingeleitet.

Über das Ausmass der Schäden am Schiff oder austretendes Öl wurde zunächst nichts bekannt. (sda/dpa)
10:10
Iran-Krieg trübt Stimmung in Chinas Industrie
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat sich die Stimmung in Chinas Industrie im März laut einer Umfrage leicht eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Anbieters RatingDog fiel auf 50,8 Punkte nach 52,1 im Februar.

Damit lag der Wert zwar weiter über der Marke von 50 Punkten, ab der Wachstum signalisiert wird. Der Kostendruck habe sich jedoch deutlich verschärft, zugleich seien die Lieferketten spürbar gestört gewesen, hiess es von RatingDog-Gründer Yao Yu.

Krieg treibt Kosten und stört Lieferketten

Als Belastungsfaktor gilt der Iran-Krieg. Er treibt die Energiepreise nach oben und erhöht die Unsicherheit für Unternehmen. China ist der grösste Warenexporteur der Welt. Höhere Energiepreise belasten daher auch die chinesische Wirtschaft und besonders exportorientierte Firmen.

Zugleich verweisen einige Beobachter darauf, dass China von dem Konflikt auch profitieren könnte. Das Land ist stark bei Solaranlagen, Batterien und Elektroautos. Wenn viele Staaten wegen des Krieges noch stärker auf alternative Energien setzen, könnte das die Nachfrage nach chinesischen Produkten erhöhen.

Offizielle Daten sehen bessere Stimmung

Die Signale aus Chinas Industrie fallen unterschiedlich aus. So hatte erst am Vortag der offizielle Einkaufsmanagerindex des Statistikamts mit einem Anstieg von 49,0 auf 50,4 Punkte leichtes Wachstum signalisiert.

Die Unterschiede sind auch deshalb erklärbar, weil beide Umfragen teils verschiedene Unternehmen erfassen. Während der offizielle Einkaufsmanagerindex des Statistikamts eher grosse und oft staatlich geprägte Firmen abbildet, erfasst RatingDog stärker kleinere, mittlere und exportorientierte Betriebe. (awp/sda/dpa)
9:57
Wieder Angriffe der Huthi-Miliz auf Israel
Die proiranische Huthi-Miliz im Jemen hat Israel wieder angegriffen. Israelische Streitkräfte hätten nach eigenen Angaben den Start einer Rakete vom Jemen aus in Richtung des Landes ausgemacht, hiess es am frühen Morgen. Luftverteidigungssysteme seien aktiv.

Ein Sprecher der Miliz sagte im Huthi-nahen TV-Sender Al-Masirah, dass die Huthi einen Raketenangriff auf Israel gestartet hätten.

Zu Beginn des Iran-Kriegs hatte sich die Huthi-Miliz noch zurückgehalten. Seit dem Wochenende griffen die vom Iran unterstützten militanten Islamisten Israel mehrfach an. Die Miliz kündigte «volle und unerschütterliche Solidarität» mit Teheran an. (sda/dpa)

9:16
Schwere Bombardierungen am frühen Morgen in Teheran
Im Morgengrauen ist die iranische Hauptstadt Teheran wieder von schweren Bombardierungen erschüttert worden. Nutzer in den sozialen Medien teilten Fotos, auf denen dichte Rauchwolken zu sehen waren, die über den Dächern im Nordosten der Millionenmetropole aufstiegen.

Ein Luftangriff soll sich im Viertel Nobonjad ereignet haben, wo ein Komplex der Verteidigungsindustrie angesiedelt ist. Auch in anderen Stadtteilen Teherans, wo rund 15 Millionen Menschen leben, gab es Bombardierungen.

Im Stadtzentrum nahe dem Haft-e-Tir-Platz etwa meldeten Bewohner kurz vor 6.00 Uhr Teheraner Zeit eine neue Angriffswelle. «Ich bin wie eine erschrockene Katze hochgesprungen. Ich schreibe dir, weil es mir ein Gefühl gibt, am Leben zu sein», zitierte der bekannte Netzaktivist Vahid eine Nachricht, die er aus Teheran erhielt. (sda/dpa)

6:03
Kuwaits Flughafen von Drohnen angegriffen
Kuwait ist erneut unter Beschuss durch Drohnen geraten. Treibstofftanks am internationalen Flughafen seien getroffen worden, teilte die Zivilluftfahrtbehörde des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Einsatzkräfte seien im Einsatz. Nach ersten Erkenntnissen sei durch den Beschuss nur Sachschaden entstanden. Berichte über Verletzte gebe es nicht.

Der Iran greift auch mehr als vier Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen sich immer wieder seine benachbarten Golfstaaten, die US-Militärstützpunkte beherbergen, mit Raketen und Drohnen an. (sda/dpa)


Der kuwaitische Flughafen wurde erneut getroffen.
6:02
Drohnenbeschuss in Kurdenregion im Nordirak
Im Norden des Iraks ist es zu Drohnenangriffen gekommen. In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan, habe es in der Nacht Attacken mit rund 20 Drohnen gegeben, teilte eine Quelle in der Regionalregierung Kurdistan der Deutschen Presse-Agentur mit. Es gebe erheblichen Schaden an zivilen Gebäuden in mehreren Stadtteilen aufgrund herabfallender Trümmerteile. Berichte über Tote oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Auch war unklar, wer für die Angriffe verantwortlich war. Im Zuge des Iran-Kriegs waren zuvor iranisch-kurdische Gruppen im Irak zunehmend ins Visier Teherans geraten. Zum Teil wurden jüngste Angriffe im Irak mit dem Iran verbündeten Milizen zugeschrieben. (sda/dpa)
  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet. Chameneis Sohn Modschtaba wurden zum Nachfolger gekürt, er soll aber verletzt sein und trat bisher nicht öffentlich auf.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.
  • Zuletzt rückte die Strasse von Hormus in den Fokus, ein wichtiges Nadelöhr für den weltweiten Ölhandel. Mit deren Teilsperrung durch den Iran ist der Ölpreis massiv angestiegen. Die USA versuchen eine Öffnung der Strasse unter der Androhung schwererer Angriffe zu erzwingen.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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650 Kommentare
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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