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Krieg in Nahost: Iran bestätigt Tod von Laridschani

KEYPIX - epa12819270 ​An Israeli artillery unit deployed at an undisclosed location at the Israeli border with Lebanon shells targets in Lebanon, 14 March 2026. The Israeli military stated  ...
Eine israelische Artillerieeinheit beschiesst am 14. März 2026 Ziele im Libanon.Bild: keystone
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Iran bestätigt Tod von Laridschani +++ Berichte: Flammen an US-Botschaft im Irak

11.03.2026, 05:2017.03.2026, 22:06
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22:04
Iran bestätigt Tod des Sicherheitschefs Ali Laridschani
Der Iran hat den Tod des Spitzenfunktionärs, Ali Laridschani, bestätigt. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars teilte mit, dass der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates zum «Märyrer» geworden sei. Auf dem ehemaligen Twitteraccount des ranghöchsten Sicherheitsbeamten hiess es, «ein Diener Gottes ist als Märtyrer zu seinem Herrn gelangt.»

Laridschani und der ebenfalls bei einem israelischen Luftangriff am Montag getötete Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, sollen nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim an diesem Mittwoch beigesetzt werden.

Laridschani hatte noch vor seinem Tod angekündigt, den Widerstand gegen die USA und Israel fortsetzen zu wollen. Der 67-Jährige war zuletzt zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. Laridschani galt als wichtige Stimme, die den Iran auch nach aussen vertrat. Seine Tötung dürfte es für die USA erschweren, eine Verhandlungslösung für ein mögliches Ende des Krieges zu finden. (sda/dpa)



Zur Analyse:
21:29
Iran bestätigt Tod von Basidsch-Kommandeur Soleimani
Die iranischen Revolutionsgarden haben den Tod des Kommandeurs der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, bestätigt. Die den Garden nahestehende Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte einen Nachruf, in dem die Revolutionsgarden Soleimani würdigten und «zum ehrenvollen Märtyrer-Tod» gratulierten. Zugleich erklärten sie, die «Basidsch-Kämpfer» würden niemals die Blutrache für ihren getöteten Führer aufgeben. (sda/dpa)

21:11
Berichte: Flammen an US-Botschaft im Irak nach Angriff
In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die US-Botschaft erneut unter Beschuss geraten. Von dem Gebäude im hoch gesicherten Regierungsviertel stieg Rauch auf, wie irakische Medien berichteten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Erst vor zwei Tagen war bei einem Angriff offenbar ein Abwehrsystem an der Botschaft getroffen worden.

«Verbotene Gruppen» hätten die Botschaft erneut angegriffen, teilten die irakischen Streitkräfte mit. Es handle sich um einen «Terrorangriff» auf die Souveränität des Landes. Ministerpräsident Mohammed al-Sudani verurteilte Angriffe auf Botschaften und andere diplomatische Vertretungen im Land. Es handle sich dabei um «kriminelle Versuche, den Irak, seine Sicherheit und Stabilität» zu gefährden. (sda/dpa)

21:11
Israel meldet neue Angriffe aus dem Libanon
Die proiranische Hisbollah im Libanon hat israelischen Armeeangaben zufolge erneut Israel beschossen. Israelischen Medien zufolge feuerte die Miliz am Abend Dutzende Raketen und Drohnen aus dem benachbarten Libanon. Demnach gab es Schäden durch Einschläge von Raketenteilen. Unter anderem sei ein Wohnhaus getroffen worden. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. In mehreren Gegenden im Norden Israels sowie in israelischen Siedlungen im Westjordanland heulten Warnsirenen.

Die Hisbollah reklamierte mehrere Angriffe mit Raketen und Drohnen für sich. Zuvor hatte Israels Armee Pläne der Hisbollah für umfangreiche Raketenangriffe auf Israel für den Abend publik gemacht.

Das israelische Militär teilte auch mit, die israelische Luftwaffe greife derzeit Raketenabschussrampen und weitere Ziele der Hisbollah im Libanon an. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete eine Tote und vier Verletzte bei einem israelischen Luftangriff in Baalbek im Osten des Landes. (sda/dpa)
18:55
Zweites Vietnam? Trump unbeirrt von Iran-Drohung
US-Präsident Donald Trump schliesst einen Einsatz von Bodentruppen im Iran auch nach einer Warnung aus Teheran vor einem zweiten Vietnam nicht aus. «Nein, ich habe keine Angst davor. Ich habe vor gar nichts Angst», sagte er während eines Treffens mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin im Weissen Haus. Ein Reporter hatte den Republikaner damit konfrontiert, dass der Iran gedroht habe, die USA sollten nachlesen, was in Vietnam passiert sei, sollten sie Truppen entsenden.

Der US-Bodeneinsatz im Vietnam-Krieg entpuppte sich als Trauma für die Vereinigten Staaten. Trotz technischer Überlegenheit sass das Militär im südostasiatischen Dschungelterrain fest. Der Krieg forderte am Ende das Leben Zehntausende US-Soldaten und spaltete die Gesellschaft. (sda/dpa)

18:54
Israels Präsident sieht Tötung Laridschanis als Chance für Proteste
Israels Staatspräsident Izchak Herzog hat die von Israel verkündete Tötung des einflussreichen iranischen Generalsekretärs des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, als «sehr wichtigen Schritt» gelobt. Dies eröffne den Menschen im Iran den Freiraum für Proteste, sagte Herzog laut Angaben seines Büros.



Israel hat bereits mehrfach das Ziel eines Machtwechsels in Teheran genannt und die Bevölkerung zum Sturz der politischen Führung aufgerufen. Experten sehen diese Aufforderung unter den derzeitigen Bedingungen kritisch.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor die Tötung Laridschanis bei einem gezielten Angriff verkündet. Israels Armee meldete ausserdem, sie habe den Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, getötet. Aus dem Iran gab es für beides zunächst keine Bestätigung.

Beide hätten Hass und Terror verbreitet, sagte Herzog. Er erinnerte auch an die Entführung von zwei israelischen Soldaten 2006, die damals den Libanon-Krieg auslöste. Laridschani habe der libanesischen Hisbollah-Miliz sein Einverständnis gegeben, erklärte Israels Präsident.

Weiter sagte Herzog: «Ich hoffe inständig, dass sich für den Nahen Osten aus diesem Konflikt eine neue Perspektive eröffnen wird. Und ich hoffe, dass dies auch der Welt und Europa zugutekommen wird.» (sda/dpa)
17:34
Israels Luftwaffe greift Basidsch-Einheiten in Teheran an
Israels Armee bombardiert nach der von ihr verkündeten Tötung des Kommandeurs der iranischen Basidsch-Einheiten weiter Ziele dieser Miliz in Teheran. «In den vergangenen Stunden hat die israelische Luftwaffe Angriffe auf Mitglieder und Stellungen der Basisch-Einheit ausgeführt», teilte das israelische Militär mit. Weitere Einzelheiten nannte die Armee zunächst nicht. (sda/dpa)
16:40
Trump will doch keine Hilfe von Nato-Ländern
Der US-Präsident Donald Trump möchte im Iran-Krieg doch keine Hilfe mehr durch die Nato-Länder. Das schreibt er auf seiner Plattform Truth Social.

Als Grund gibt er an, auf die Unterstützung aufgrund jüngster Erfolge nicht mehr angewiesen zu sein. «Aufgrund unserer militärischen Erfolge benötigen wir die Unterstützung der Nato-Staaten nicht mehr – das haben wir nie getan!», schreibt Trump.

Die meisten Verbündeten der USA hätten einen Einsatz in der Strasse von Hormus abgelehnt. Er sei nicht überrascht: «Wir schützen sie, aber sie werden uns, insbesondere in Notlagen, nicht helfen.» Diesen Vorwurf brachte der US-Präsident schon des Öfteren an. (hkl)



Mehr dazu:
16:20
Hisbollah und Israel greifen sich weiter gegenseitig an
Im Libanon und in Israel sind erneut Angriffe gemeldet worden. Bei einem israelischen Angriff auf die Flughafenstrasse in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein Mensch getötet worden. Neun weitere wurden demnach verletzt. Auch im Süden des Landes wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA erneut mehrere Angriffe gemeldet.

Aus dem Libanon wurden ebenfalls erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. In mehreren Orten, darunter Kiriat Schmona und Naharija, heulten erneut die Warnsirenen. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es zunächst keine Berichte über Verletzte. Die israelische Armee veröffentlichte unterdessen erneut einen Warnaufruf für Einwohner des Südlibanons. Sie wurden aufgerufen, sich in Gebiete nördlich des Saharani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt. Die Aktivitäten der libanesischen Hisbollah-Miliz seien der Grund für Einsätze der Armee im Süden des Libanons, hiess es in der Mitteilung. Man wolle Zivilisten keinen Schaden zufügen.

Im Libanon wurden nach Behördenangaben bereits mehr als eine Million Menschen vertrieben. Knapp 900 Menschen wurden demnach durch die israelischen Angriffe getötet. (sda/dpa)
15:35
Netanjahu wünscht Iranern «Jahr der Freiheit»
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zum persischen Neujahrsfest an die Iraner gewandt und dem «mutigen iranischen Volk» ein «Jahr der Freiheit» und den Beginn neuer Hoffnung gewünscht.

Kurz nach der Verkündung der gezielten Tötung führender iranischer Vertreter, darunter der Funktionär Ali Laridschani, gratulierte der Regierungschef den Iranern und Iranerinnen per Videobotschaft zu Neujahr.

Netanjahu sagte in dem Video auf Persisch: «Frohes Norus (fest), lang lebe der Iran». Das persische Neujahr beginnt an diesem Freitag. Die Botschaft Netanjahus dürfte angesichts einer nahezu vollständigen Internetsperre im Iran kaum jemanden erreicht haben. (sda/dpa)

13:31
Polen will keine Soldaten in den Iran schicken
Polens Regierung will keine Truppen in den Iran entsenden. «Das gilt sowohl für unsere Land-, Luft- als auch für unsere Seestreitkräfte, die sich noch im Aufbau befinden», sagte Ministerpräsident Donald Tusk.

Sein Land habe im Rahmen der Nato andere Aufgaben, und der Konflikt im Nahen Osten betreffe nicht unmittelbar Polens Sicherheit. «Und unsere Verbündeten, auch die Amerikaner, verstehen das.»

Das EU- und Nato-Mitglied Polen ist einer der wichtigsten politischen und militärischen Verbündeten der von Russland angegriffenen Ukraine. Es fühlt sich auch selbst von Moskau bedroht und rüstet massiv auf.

Bereits am Montag hatte Polens Aussenminister Radoslaw Sikorski der Forderung von US-Präsident Donald Trump eine Absage erteilt, Nato-Staaten sollten Kriegsschiffe für die Öffnung der Strasse von Hormus entsenden. Polen habe keinerlei Pläne, sich an einer solchen Mission zu beteiligen, sagte Sikorski. (sda/dpa)

11:27
Iran feuert neue Welle an Raketen auf Israel
Irans Streitkräfte haben eine neue Welle an Raketen auf Ziele in Israel gefeuert. Darüber berichtete der staatliche iranische Rundfunk. In Israel wurde Raketenalarm ausgelöst. Weitere Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. (sda/dpa)
11:27
Libanon: Fünf Soldaten bei israelischem Angriff verletzt
Bei einem israelischen Angriff im Südlibanon sind nach Armeeangaben fünf Soldaten der libanesischen Streitkräfte verletzt worden. Zwei von ihnen seien schwer verletzt worden, teilte die libanesische Armee mit.

Sie seien in einem Auto und auf einem Motorrad in der Gegend bei Nabatija unterwegs gewesen. Das israelische Militär teilte auf Nachfrage mit, den Fall zu prüfen.

Die libanesische Armee ist im Krieg zwischen der proiranischen Hisbollah und dem israelischen Militär keine aktive Kriegspartei und verhält sich neutral. Nach Berichten lokaler Medien waren die getroffenen Soldaten in einem Zivilauto und einer von ihnen auf einem Motorrad unterwegs. Sie seien in Uniform gekleidet gewesen. (sda/dpa)
10:12
Israel meldet Tötung von Basidsch-Chef
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben den Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, gezielt getötet.

Der Angriff habe sich am Montag in Teheran ereignet, hiess es in der Mitteilung des Militärs. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Die Basidsch-Einheiten unter Soleimanis Führung seien für die blutige Niederschlagung der Proteste im Iran im Januar verantwortlich, schrieb die israelische Armee.

Die Basidsch-e Mostasafin (Mobilisierte der Unterdrückten) ist eine paramilitärische Einheit im Iran. Gegründet nach der Islamischen Revolution 1979 und rekrutiert aus jungen Teilen der Gesellschaft, spielt die Miliz eine zentrale Rolle bei der Unterdrückung von Protesten im Land. Die Miliz ist Teil der Revolutionsgarden, ihr sollen mehrere Hunderttausend systemtreue Anhänger angehören.

Israel hat im aktuellen Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet. Irans oberster Führer Ali Chamenei war am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt Teheran getötet worden. (sda/dpa)

9:32
Medien: Israel versuchte Tötung Laridschanis
Israel hat nach Medienberichten versucht, den einflussreichen iranischen Funktionär Ali Laridschani zu töten. Der Generalsekretär des Sicherheitsrates war nach übereinstimmenden israelischen Medienberichten Ziel eines nächtlichen Luftangriffs.

Es sei aber noch unklar, ob Laridschani dabei getötet oder verletzt worden sei, hiess es unter Berufung auf namentlich nicht genannte israelische Repräsentanten.

Israel hat im aktuellen Krieg bereits Dutzende führende Persönlichkeiten des iranischen Machtapparats getötet. Irans oberster Führer Ali Chamenei war am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff in der Hauptstadt Teheran getötet worden. (sda/dpa)

9:26
Wie Irans neuer Führer dem Tod entkam
Ein Audio-Mitschnitt soll aufzeigen, wie der neue Regimeführer Irans, Modschtaba Chamenei, den Raketenangriff auf seinen Vater, Ajatollah Ali Chamenei, überlebte. Laut der britischen Zeitung The Telegraph, welche den Mitschnitt unabhängig prüfen konnte, entkam der neue Regimeführer der israelischen Rakete nur, weil er wenige Minuten vor dem Angriff nach draussen in seinen Garten ging, um «etwas zu erledigen». Beide lebten auf dem gleichen Gelände.
Die Audioaufnahme stammt von Mazaher Hosseini, Protokollchef von Ali Chamenei. In einer Ansprache an hochrangige Geistliche und Kommandanten der Revolutionsgarden spricht Hosseini von einer kleinen Beinverletzung, die Modschtaba Chamenei erlitten haben soll. Chameneis Frau, sein Sohn und sein Schwager seien beim Angriff getötet worden. Ebenso der Militärchef, Mohammad Shirazi, welcher gemäss Hosseini Ali Chameneis designierter Nachfolger gewesen sei.
6:30
Katar wehrt Raketenangriff ab
Das Militär in Katar hat am Morgen einen mutmasslich iranischen Raketenangriff abgewehrt. Das teilte das Verteidigungsministerium in Doha auf der Plattform X mit, ohne sich ausdrücklich zur Herkunft der Geschosse zu äussern. Trümmerteile einer abgewehrten Rakete lösten in einem Industriegebiet einen Brand aus, wie das Innenministerium mitteilte. Die Feuerwehr sei vor Ort. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff – etwa zur Zahl der abgewehrten Raketen – wurden zunächst nicht genannt.

Die USA und Israel führen seit mehr als zwei Wochen Krieg gegen den Iran, dessen Streitkräfte seither sowohl Israel als auch mit den USA verbündete Staaten am Persischen Golf immer wieder mit Raketen und Drohnen angreifen.

Erst am Montag hatte der Iran laut dem Verteidigungsministerium Katars das Golfemirat mit 14 ballistischen Raketen und mehreren Drohnen angegriffen. Alle Drohnen und 13 der Raketen seien abgefangen worden, eine Rakete schlug demnach in unbewohntem Gebiet ein. (sda/dpa)


Doha steht immer wieder im Visier iranischer Angriffe.
6:20
Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele in Teheran und Beirut
Die israelische Luftwaffe fliegt nach eigenen Angaben grosse neue Angriffswellen auf Ziele im Iran und im Libanon. In der Hauptstadt Teheran werde Infrastruktur des iranischen «Terrorregimes» attackiert. Gleichzeitig gebe es Angriffe auf Einrichtungen der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah in der libanesischen Hauptstadt Beirut, erklärte das Militär auf der Plattform X. Weitere Einzelheiten nannte die israelische Armee zunächst nicht.

In Israel wiederum ertönten wegen iranischer Angriffe am frühen Dienstagmorgen mindestens zweimal Sirenen. Nach jeweils kurzer Zeit wurde der Raketenalarm wieder aufgehoben und Entwarnung gegeben.

Israel verstärkt Vorgehen gegen Hisbollah-Ziele
Israels Militär geht inzwischen auch massiv gegen die schiitische Hisbollah-Miliz im nördlichen Nachbarland Libanon vor. Der Einsatz begann infolge von Raketenangriffen aus dem Libanon und beschränkte sich zunächst auf Luftangriffe, inzwischen gibt es aber auch Einsätze am Boden.

Ein Militärsprecher kündigte am Montagabend an, den Einsatz von Bodentruppen im Südlibanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits mehr als 100'000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz. Im Libanon besteht die Sorge vor einer grossangelegten Bodeninvasion Israels mit anschliessender Besatzung im Süden des Landes. (sda/dpa/con)

22:49
Irans Aussenminister dementiert Kontakt mit US-Sondergesandten
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hat Berichte über Kontakte zum US-Sondergesandten Steve Witkoff zurückgewiesen. Araghtschi erklärte auf X: «Mein letzter Kontakt mit Herrn Witkoff fand statt, bevor sein Arbeitgeber (US-Präsident Donald Trump) beschloss, die diplomatischen Bemühungen durch einen weiteren illegalen Militärschlag gegen den Iran zunichte zu machen.» Die nun kursierenden Behauptungen seien darauf angelegt, Ölmarktakteure und die Öffentlichkeit zu täuschen.

Zuvor hatte das Portal «Axios» unter Berufung auf einen US-Beamten und eine informierte Quelle berichtet, dass zwischen beiden Seiten in den vergangenen Tagen ein direkter Kommunikationskanal reaktiviert worden sei. Araghtschi soll demnach Textnachrichten geschickt haben, in denen es um Wege zur Beendigung des Kriegs ging. (sda/dpa)
22:48
Deutschland und weitere Länder warnen vor Bodenoffensive im Libanon
Mehrere Staaten, darunter Deutschland, haben Israel davor gewarnt, im Konflikt mit der proiranischen Hisbollah-Miliz eine grossangelegte Bodenoffensive im Libanon zu starten. «Eine signifikante israelische Bodenoffensive hätte verheerende humanitäre Folgen und könnte zu einem langwierigen Konflikt führen», teilten die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Kanadas und des Vereinigten Königreichs in einer Erklärung mit. «Dies gilt es abzuwenden. Die humanitäre Lage in Libanon einschliesslich der anhaltenden Massenvertreibung ist bereits äusserst alarmierend.»

Die Staats- und Regierungschefs verurteilten in der Erklärung die Entscheidung der Hisbollah, sich Irans Angriffen auf Israel anzuschliessen. «Die Angriffe der Hisbollah auf Israel und ihre gezielten Angriffe auf die Zivilbevölkerung müssen aufhören, die Hisbollah muss ihre Waffen niederlegen

Man sei zutiefst besorgt über die eskalierende Gewalt im Libanon und rufe Israel und den Libanon zu konstruktiven Bemühungen um eine nachhaltige politische Lösung auf, hiess es in der Erklärung weiter. «Wir stehen solidarisch an der Seite der Regierung und Bevölkerung Libanons, die gegen ihren Willen in den Konflikt hineingezogen wurden.» (sda/dpa)
22:35
Trump: Israel würde niemals Atomwaffen gegen Iran einsetzen
Israel ist seit langem als regionale Atommacht bekannt - hat den Besitz von Nuklearwaffen aber nie offiziell zugegeben. Nun hat US-Präsident Donald Trump auf eine Reporterfrage eine Antwort gegeben, die aufhorchen lässt.

Könnte Israel den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung ziehen? «Israel würde so etwas niemals tun», sagte Trump in Washington auf eine Frage eines Journalisten.

Der hatte den Präsidenten mit einer Äusserung von Trumps KI-Beauftragten David Sacks konfrontiert. Sacks hatte in einem Podcast vor dem Szenario gewarnt, dass Israel im Krieg erheblich zerstört werden könnte. Zudem sagte Sacks: «Man muss befürchten, dass Israel den Krieg eskalieren lässt, indem es den Einsatz einer Atomwaffe in Erwägung zieht.» Der Reporter fragte Trump, ob Sacks diese Einschätzung mit ihm geteilt habe. Daraufhin gab Trump seine Antwort.

Israel verfolgt seit Jahren eine Politik der bewussten Zweideutigkeit, um Konfrontationen über sein Atomprogramm aus dem Weg zu gehen. Israelische Spitzenpolitiker haben mehrfach betont, Israel werde «nicht als erstes Land im Nahen Osten Atomwaffen einführen». Nach Schätzungen des Friedensforschungsinstituts Sipri verfügt Israel über 90 nukleare Sprengköpfe. (sda/dpa)
22:32
Iran warnt USA vor weiterem Angriff auf Ölinsel Charg
Der Sprecher der iranischen Streitkräfte, Abolfasl Schekartschi, droht den USA für den Fall weiterer Angriffe auf die Ölinsel Charg mit Vergeltung. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim sagte er, dass der Iran sämtliche Öl‐ und Gasanlagen von Staaten zerstören werde, die an möglichen Angriffen beteiligt seien.

Am Samstag hatte das US‐Militär nach Angaben des Regionalkommandos Centcom rund 90 Ziele auf der für den iranischen Ölexport zentralen Insel bombardiert. US‐Präsident Donald Trump warnte zudem, jede Behinderung der Schifffahrt in der Strasse von Hormus werde seine bisherige Zurückhaltung gegenüber der iranischen Ölinfrastruktur auf der Insel beenden. (sda/dpa)
Wieder Angriffe auf Kabul - Taliban: Klinik getroffen
Das pakistanische Militär hat erneut die afghanische Hauptstadt Kabul angegriffen. Die islamistische Taliban-Regierung warf dem Nachbarland vor, dabei auf eine Entzugsklinik für Drogenabhängige gezielt zu haben. Das pakistanische Informationsministerium wies die Darstellung zurück.

Der Sprecher der Taliban-Regierung, Sabiullah Mudschahid, schrieb auf der Plattform X, es habe Tote und Verletzte unter den Drogenabhängigen gegeben, die in der Klinik behandelt worden seien.

Das pakistanische Informationsministerium schrieb auf X dagegen, es habe Angriffe auf militärische Einrichtungen, Infrastruktur zur Unterstützung von Terroristen sowie Ausrüstungs- und Munitionslager in Kabul sowie in der Provinz Nangarhar im Osten des Landes gegeben. Die Angriffe würden «präzise» durchgeführt, um Kollateralschäden zu vermeiden.

Die Angaben der Konfliktparteien können nicht unabhängig überprüft werden. (sda/dpa)
21:38
Irans Parlamentssprecher: Sind auf langen Krieg vorbereitet
Der Iran sieht sich nach Angaben von Parlamentssprecher Mohammed Bagher Ghalibaf auf einen langen Krieg vorbereitet. Ghalibaf sagte der arabischen Tageszeitung «al-Arabi al-Dschadid», aus Erfahrung früherer Kriege seien die notwendigen Massnahmen getroffen worden.

«Wir verfügen über ausreichende Bestände an Raketen und Drohnen, und da diese Technologie im Inland entwickelt wurde, sind wir in der Lage, sie mit höherer Geschwindigkeit und zu wesentlich geringeren Kosten zu produzieren als der Feind seine Abfangraketen», sagte Ghalibaf.

Ein Waffenstillstand müsse garantieren, dass der Krieg nicht wieder aufflamme, so der Parlamentssprecher. Der Iran werde weiterkämpfen, «bis der Feind seine Aggression bereut» und stabile politische und sicherheitspolitische Bedingungen geschaffen seien. (sda/dpa)
21:35
Brand nach mutmasslichem Drohnenangriff in Bagdad
In einem Hotel in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Feuer ausgebrochen, nachdem eine Drohne die oberen Stockwerke des Gebäudes angegriffen haben soll.

In dem betroffenen Al-Rashid-Hotel werden oft ausländische Gäste und Vertreter ausländischer Missionen untergebracht. Videos in sozialen Medien zeigten Flammen und dichten Rauch, die aus dem 18-stöckigen Gebäude des Hotels aufstiegen. Zunächst war nicht klar, wer für den mutmasslichen Drohnenangriff verantwortlich war.

Das Innenministerium erklärte, ein Geschoss sei auf dem Dach des Hotels eingeschlagen, und die Zivilschutzteams hätten die Situation «sofort und professionell unter Kontrolle gebracht».

Es habe weder Verletzte noch Sachschaden gegeben, so das Ministerium. Das al-Rasheed ist ein Fünf-Sterne-Hotel in unmittelbarer Nähe des stark gesicherten Regierungsviertels, auch bekannt als Grüne Zone. Sie beherbergt auch diplomatische Vertretungen und Vertretungen internationaler Organisationen. (sda/dpa)
21:33
Israel weitet Einsatz am Boden im Libanon aus
Ein israelischer Militärsprecher hat angekündigt, den Einsatz von Bodentruppen im Süden des Libanon auszuweiten. Die Armee mobilisiere weitere Reservisten, sagte Sprecher Effie Defrin. Gegenwärtig seien bereits mehr als 100.000 Reservesoldaten an allen Fronten im Einsatz.

Nach Vereinbarung einer Waffenruhe nach einem einjährigen Krieg mit der libanesischen Hisbollah-Miliz im November 2024 hatte die israelische Armee sich zunächst zurückgezogen. In fünf Posten im Südlibanon blieben jedoch weiterhin Truppen stationiert. Nach Beginn der Raketenangriffe der Hisbollah nach Beginn des Iran-Kriegs habe Israel weitere 15 Positionen im Südlibanon eingenommen, sagte Defrin.

«Wir haben im Norden die Truppen verstärkt und werden den Einsatz in den kommenden Tagen vertiefen», sagte er. Israels Armee hatte eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen bereits «begrenzte und gezielte Bodeneinsätze» im Süden des Nachbarlands Libanon begonnen. Ziel seien aktive Hisbollah-Mitglieder sowie die Infrastruktur der Miliz. Ziel sei es, die Einwohner des Nordens vor den Hisbollah-Angriffen zu schützen.

Im Libanon besteht die generelle Sorge einer grossangelegten Bodeninvasion Israels mit anschliessender Besatzung im Süden des Landes. (sda/dpa)
20:35
Israel beging 2025 Kriegsverbrechen im Iran
Israels Angriff auf das Teheraner Ewin-Gefängnis im Vorjahr war aus Sicht von UN-Menschenrechtlern ein Kriegsverbrechen. Denn die Luftschläge mit rund 80 Todesopfern im vergangenen Juni hätten eine zivile iranische Einrichtung und kein militärisches Ziel getroffen, hiess es in dem Bericht von drei unabhängigen Juristen, die die Lage im Iran für den UN-Menschenrechtsrat in Genf beobachten.

Israels Vertretung bei den Vereinten Nationen in Genf teilte mit, dass eine Reaktion auf die Anschuldigung wohl erst am Dienstag vorliegen werde. Laut dem Bericht hat Israel argumentiert, dass der Angriff ein Schlag gegen die Unterdrückung im Iran und gegen antiisraelische Spionagetätigkeiten in dem Gefängnis gewesen sei.

Militärische Interventionen «bewirken keinen nachhaltigen Wandel» im Iran, sagte die Vorsitzende des Experten-Gremiums, Sara Hossain, über die aktuellen Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels auf den Iran. Stattdessen drohten jetzt noch stärkere Repressionen gegen Irans Kritiker – so wie nach den ersten US-israelischen Angriffen im Juni 2025, warnte sie.

Die UN-Menschenrechtler verurteilten auch Irans Regierung und Behörden: Schwere Menschenrechtsverletzungen wie Mord, Haft, Folter, sexualisierte Gewalt und die Verfolgung von Frauen seien Verbrechen gegen die Menschlichkeit, hiess es. (sda/dpa)
Libanon meldet mehr als eine Million Vertriebene
Im Libanon sind durch die jüngste Eskalation des Konflikts zwischen Israel und der proiranischen Hisbollah offiziellen Angaben zufolge mehr als eine Million Menschen vertrieben worden. Bisher seien rund 1.050.000 Vertriebene registriert worden, teilte die Katastrophenschutzeinheit der Regierung in Beirut mit. Rund 130.000 Personen seien in Notunterkünften untergekommen.

Das Gesundheitsministerium teilte mit, dass mehr als 880 Menschen durch israelische Angriffe getötet worden seien. Darunter seien auch 111 Minderjährige und 67 Frauen. (sda/dpa)
  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet. Chameneis Sohn Modschtaba wurden zum Nachfolger gekürt, er soll aber verletzt sein.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.

Angriffe Iran

Angriffe USA und Israel

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

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640 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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Trump plaudert Privates aus – aber nicht von sich
Die aktuelle US-Regierung unter Donald Trump ignoriert Urteile eigener Gerichte, verweist kritische Journalisten aus dem Weissen Haus, torpediert die Medien- und Redefreiheit. Und um dem Präsidenten noch mehr Macht zu verschaffen, definieren die Republikaner einen Tag im Kongress als ein Jahr.
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