International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ex-Soldat gesteht Mord an slowakischem Journalisten Kuciak



FILE - In this Wednesday, Feb. 28, 2018 file photo, light tributes are seen during a silent protest in memory of murdered journalist Jan Kuciak and his girlfriend Martina Kusnirova, seen in photo, in Bratislava, Slovakia. In the wake of an unprecedented slayings of an investigative journalist and his fiancee, Slovakia turned in just few days from what seemed to be a stable European Union country into chaos. In a speech last month, President Andrej Kiska talked about his country as “successful, proud and self-confident.” He used different words on Sunday, March 4 to say that Slovakia faces a

Jan Kuciak und seine Verlobte. Bild: AP/AP

Ein Ex-Soldat soll den Mord am slowakischen Journalisten Jan Kuciak und an dessen Verlobter gestanden haben. Das berichteten am Donnerstag übereinstimmend mehrere slowakische Medien. Kuciak hatte zu Verbindungen zwischen Mafia und Politik in der Slowakei recherchiert.

Die Nachrichtenseite «aktuality.sk», für die Kuciak arbeitete, berichtete, ein früherer Soldat namens Miroslav Marcek habe die Tat gestanden. Das habe eine «gut informierte Quelle» gesagt.

Marcek und drei weitere Tatverdächtige waren im vergangenen Herbst festgenommen worden. Zwei weitere Medien, unter ihnen der öffentlich-rechtliche Sender RTVS, veröffentlichten unter Berufung auf Polizeikreise ähnliche Berichte.

Der 27-jährige Kuciak und seine Verlobte Martina Kusnirova waren im Februar 2018 zuhause in ihrem Dorf Velka Maca, 65 Kilometer östlich von Bratislava, erschossen worden. Der Reporter hatte zu Verbindungen zwischen der italienischen Mafia und slowakischen Politikern recherchiert. Ein unvollendeter Artikel wurde nach seinem Tod veröffentlicht.

Als Auftraggeber des Mordes wurde der slowakische Geschäftsmann und Multimillionär Marian Kocner angeklagt. Kuciak hatte sich auch mit den Geschäften von Kocners zahlreichen Unternehmen befasst.

Der Mord an dem Journalisten und die postume Veröffentlichung seines Artikels hatten Massendemonstrationen gegen die Regierung ausgelöst und schliesslich zum Rücktritt von Ministerpräsident Robert Fico geführt. Seine Nachfolge trat im März 2018 Peter Pellegrini an.

Bei der Präsidentschaftswahl im März siegte die Rechtsanwältin und Anti-Korruptions-Aktivistin Zuzana Caputova. Auf der von Transparency International herausgegebenen Liste der korruptesten Länder der Welt steht die Slowakei auf Platz 57. (sda/afp)

Aktuelle Polizeibilder

Fall Khashoggi: Ein Mord mit politischen Konzequenzen

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Nordkorea hat «extragrosses Mehrfach-Raketenwerfer-System» getestet

Nordkorea hat nach eigenen Angaben ein «extragrosses Mehrfach-Raketenwerfer-System» getestet. Machthaber Kim Jong Un habe den Test persönlich beaufsichtigt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Mittwoch.

Das Raketenwerfer-System wurde demnach schon vor zwei Wochen getestet. Auch bei einem Waffentest am Dienstag habe Kim vor Ort Anweisungen gegeben, schrieb KCNA.

Das südkoreanische Militär hatte am Dienstag den Abschuss von zwei «nicht identifizierten Projektilen» in Nordkorea …

Artikel lesen
Link zum Artikel