International
Migration

Lifeline – Kapitän Claus-Peter Reisch muss 10'000 Euro Strafe zahlen

Claus-Peter Reisch, captain of the migrant rescue ship "Lifeline" gives interviews after arriving at the airport in Munich, southern Germany, Monday, July 16, 2018. (Matthias Balk/dpa via AP ...
Claus-Peter Reisch, Kapitän des Rettungsschiffes «Lifeline».Bild: AP/dpa

Er rettete 234 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer – nun muss er 10'000 Euro Strafe zahlen

14.05.2019, 21:5514.05.2019, 21:57
Mehr «International»

Der Kapitän eines Flüchtlingsschiffes der Dresdner Hilfsorganisation Mission Lifeline ist auf Malta zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Claus-Peter Reisch müsse 10'000 Euro an lokale Hilfsorganisationen bezahlen, teilte Mission Lifeline am Dienstag nach dem Urteil mit.

Zu einer Gefängnisstrafe wurde Reisch nicht verurteilt. Der Kapitän aus dem bayerischen Landsberg am Lech hatte vergangenen Juni mit dem Schiff «Lifeline» mehr als 230 Flüchtlinge vor der libyschen Küste aus dem Mittelmeer gerettet. Ihm wurde vorgeworfen, ein nicht ordnungsgemäss registriertes Boot gesteuert zu haben.

FILE - In this June 27, 2018 file photo, the ship operated by German aid group Mission Lifeline, carrying 234 migrants, arrives at the Valletta port in Malta, after a journey of nearly a week while aw ...
Die «Lifeline» vor Malta im Juni 2018.Bild: AP/AP

Tagelang wurde das Schiff blockiert, das unter niederländischer Flagge fuhr. Es durfte erst in Malta anlegen, nachdem mehrere EU-Staaten zugesagt hatten, die Flüchtlinge aufzunehmen. Private Seenotretter sahen hinter den juristischen Ermittlungen eine politische Kampagne, um die Rettung von Migranten zu erschweren und NGOs zu kriminalisieren. (cma/sda/dpa)

Wir haben mit Reisch ein ausführliches Interview geführt. Hier kannst du es lesen:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
73 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Torkar
14.05.2019 22:08registriert Juni 2017
kann man für ihn spenden?
212123
Melden
Zum Kommentar
avatar
diesdasananas
14.05.2019 22:04registriert Januar 2019
Reisch ist ein Held! Danke
219132
Melden
Zum Kommentar
avatar
Juliet Bravo
14.05.2019 22:49registriert November 2016
Ersauffen lassen ist keine Alternative. Danke für den grossartigen Einsatz!
12067
Melden
Zum Kommentar
73
Medienbericht: Enger Mitarbeiter von Sunak wettete auf Wahltermin – 100 Pfund gesetzt

Ein enger Mitarbeiter des britischen Premierministers Rishi Sunak hat einem Zeitungsbericht zufolge auf einen Termin für die Parlamentswahl im Juli gewettet. Wenige Tage später gab Sunak überraschend bekannt, dass die Abstimmung am 4. Juli stattfinden werde, wie der «Guardian» am Mittwochabend schrieb. Allgemein erwartet worden war ein Termin im Herbst. Craig Williams hatte zuletzt als Sunaks sogenannter Principal Private Secretary gewirkt – eine Art Assistent im Rang eines Unterstaatssekretärs.

Zur Story